Kommentare:
Optimale Zeiteinteilung trotz Pubertät
© Light Impression - Fotolia.com

Zeiteinteilung für Pubertierende: So verbessert Ihr Teenager sein Zeitmanagement!

Wie Kinder Ihre Zeiteinteilung optimieren

Die Pubertät ist für viele Jugendliche eine der aufregendsten Zeiten in ihrem Leben. Die Hormone spielen verrückt, man ist zum ersten Mal verliebt, der Blick auf die Welt verändert sich. Eigentlich bietet die Pubertät für viele Schüler bereits genügend Herausforderungen, doch gerade in dieser Zeit rücken die qualifizierten Abschlüsse näher. Eine gute Zeiteinteilung wird immer wichtiger! 

Expertenrat von 

Schule bis um 15 Uhr, schnell nach Hause, Essen und Hausaufgaben machen, dann ab zum Tennis bis 18.30 Uhr. Zum Abendessen, als „Nachtisch“, gibt es dann noch eine Portion Französisch-Vokabeln. Morgen steht der erste Französischtest für dieses Halbjahr an, und der soll ja gleich möglichst gut werden. Ein untypischer Tag für einen Mittelstufenschüler? Nein, sicher nicht! Andererseits doch, denn so zielstrebig und ausdauernd, wie beschrieben, können nur wenige pubertierende Schüler ein solches Tagespensum absolvieren. Was ist also zu tun, damit Ihr Kind Schule und Freizeit ohne Dauerstress unter einen Hut bekommt? 

Tipp 1 für eine bessere Zeiteinteilung: Teenager müssen Zeitdiebe entlarven!

Einerseits wird Ihr Kind im heranwachsenden Alter von der Schule also besonders gefordert, andererseits ist es in der Pubertät aber verständlicherweise auch besonders „anfällig“ für viele andere spannende Dinge. Diese Dinge, wie beispielsweise Fernsehen, Computerspiele, Spielkonsolen, Internet und Chatten, Telefonieren, Musik hören, Rumhängen, Suchen nach unauffindbaren Dingen und das ausgiebige Treffen mit Freunden, nehmen dann oft so viel Zeit in Anspruch, dass für Schule und Lernen kaum noch etwas übrig bleibt – glücklich ist auch Ihr Kind darüber nicht.

Unsere Idee: Helfen Sie Ihrem Kind dabei, seine größten Zeitdiebe zu entlarven und anschließend ein „Killerprogramm“ für besonders hartnäckige Zeitdiebe zu entwickeln.

  1. Dazu lassen Sie Ihr Kind zunächst überlegen, welche Zeitdiebe ihm täglich wie viel Zeit im Durchschnitt rauben und in welchem Umfang Ihr Kind bereit ist, auf diese Tätigkeit zu verzichten.
  2. Nun lassen Sie Ihr Kind überlegen, mit welchen konkreten Anweisungen es seine Zeitdiebe in den Griff bekommen kann, beispielsweise:
  • „Ich schaue Fernsehen nicht vor 18.00 Uhr!“
  • „Computerspielen begrenze ich von Montag bis Freitag auf insgesamt zwei Stunden!“
  • „Ich nutze das Internet während der Woche nur zur Informationsrecherche!“
  • „Das Handy bleibt bei den Hausaufgaben aus!“

Tipp 2 für ein besseres Zeitmanagement: In der Pubertät ist das Entschleunigen wichtiger denn je!

„Wenn du es eilig hast, gehe langsam“, so lautet ein Buchtitel des bekannten Zeitexperten Lothar J. Seiwert. Oft machen wir Menschen es aber gerade ganz anders. Haben wir es eilig, dann geben wir noch mehr Gas, um trotzdem alles zu schaffen. Eine bestimmte Zeit lang mag das gut gehen, doch irgendwann rächt sich die Geschwindigkeitsüberschreitung. Sie fühlen sich erschöpft und gereizt, sind unkonzentriert und machen Fehler oder werden sogar krank. Auch Ihr Kind kann nur kurze Zeit „Powerwalken“. Gerade in der Pubertät benötigen Jugendliche ausreichend Zeit für sich. Fehlt diese Zeit regelmäßig, reagiert Ihr Kind darauf, indem es sich vielleicht leichter von schulischen Aufgaben ablenken lässt und sich vermehrt Pausen am Kühlschrank oder beim Telefonieren „erschleicht“, indem es müde und antriebslos wirkt oder häufiger über Kopf- oder Bauchschmerzen klagt. So können Sie helfen:

  • Nehmen Sie gerade in hastigen Zeiten das Tempo raus.
    Gehen Sie mit Ihrem Kind ins Kino, ermöglichen Sie ihm ausreichend Schlaf und lassen Sie auch mal den Musikunterricht oder das „wichtige“ Sportturnier am Wochenende ausfallen, wenn sie spüren, dass Ihrem Kind das alles zu viel wird.
  • Überprüfen Sie Ihre Erwartungen.
    Erwarten Sie nicht, dass Ihr Kind alle Klassenarbeiten und Tests immer in bester Form und hochkonzentriert angehen kann. Vermehrte Leistungsschwankungen sind in der Pubertät normal. Auch musikalische oder sportliche Höchstleistungen sind in dieser Zeit vielleicht nicht möglich. Schrauben Sie Ihre Erwartungen am besten etwas zurück und freuen Sie sich, wenn Ihr Kind doch gute Leistungen mit nach Hause bringt oder wenn es einfach Spaß hat.
  • Ermöglichen Sie ihrem Kind Aktivitäten, die ihm gut tun und bei denen es neue Kraft tanken kann.
    Je nach Kind kann das sehr unterschiedlich aussehen. Manche Heranwachsende sind einfach gerne alleine, lesen oder hören Musik. Andere lieben sportliche oder kreative Herausforderung, beispielsweise beim Klettern oder Fotografieren. Aber gönnen Sie Ihrem Kind auch einfach mal ein paar lernfreie Tage und „sinnloses“ Herumhängen mit seinen Freunden.
  • Helfen Sie Ihrem Kind, Prioritäten zu setzen.
    Zwei Dinge können nicht gleichzeitig gleich wichtig sein. Mal müssen die Freunde oder der Sport zurückstehen, mal sollte aber auch die Schule nicht zu wichtig genommen werden. Helfen Sie Ihrem Kind hier zu entscheiden, was aktuell wichtig ist.
  • Seien Sie Vorbild.
    Zeigen Sie Ihrem Kind, dass auch Sie manchmal eine Entschleunigung brauchen und dann entscheiden müssen, welche Aktivitäten Sie nun auf Eis legen. „Nein“ zu sagen, müssen viele Menschen, vielleicht auch Ihr Kind, erst lernen.

Tipp 3 für eine bessere Zeiteinteilung: Manchmal müssen Prioritäten gesetzt werden!

Was zu viel ist, ist zu viel! Ein kluger Satz, dennoch ist es nicht immer leicht zu entscheiden, von welchen Aktivitäten, Gegenständen oder Gewohnheiten man sich eigentlich trennen müsste, um in Zukunft mehr Zeit für andere Dinge zu haben. Trotzdem sollten Sie regelmäßig mit Ihrem Kind besprechen, welche seiner Freizeitaktivitäten tatsächlich Ausgleich, Spaß und Entspannung bringen und welche Aktivitäten für Ihr Kind eher stressig sind. Auch wenn Ihr Kind vielleicht jahrelang gerne zum Klavierunterricht gegangen ist, kann sich das nun in der Pubertät ändern. Das regelmäßige Üben und die Unterrichtsstunden können mittlerweile zu einer Belastung geworden sein. Neue Energie tankt Ihr Kind nun vielleicht beim Fußballspielen oder Tanzen.

Mal ehrlich: Die Entscheidung zwischen Freizeitstress und Freizeitspaß sollte eindeutig zugunsten des Spaßes ausfallen. In der Freizeit sollte Ihr Kind seine Batterien wieder aufladen können. Eignet sich die aktuelle Freizeitbeschäftigung dafür nicht, dann muss sie eben „entsorgt“ werden.

Diesen Artikel weiterlesen?
mehr erfahren...

Als Leser des "Pubertät-Überlebensbriefes" erfahren Sie hier noch, wie Sie Ihr Kind mit To-Do-Listen bei seiner Zeiteinteilung unterstützen können und was es mit dem Pareto-Prinzip auf sich hat.

Diesen Artikel freischalten

Dies ist ein Premium-Inhalt auf Elternwissen.com, der nur Abonnenten unserer monatlichen Eltern-Ratgeber angezeigt wird.

Wenn Sie diesen Artikel weiterlesen möchten, können Sie hier ein 30-tägiges Test-Abonnement abschließen.

Bitte wählen Sie Ihr Wunsch-Produkt aus:

Sie sind bereits Premium-Mitglied?

Geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Passwort ein:

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Zeiteinteilung für Pubertierende: So verbessert Ihr Teenager sein Zeitmanagement!"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Lernen und Motivation" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Lernen und Motivation" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?