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Sexuelle Aufklärung in der Pubertät
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Peinlich? Über Sex redet man (nicht)

Sexuelle Aufklärung in der Pubertät

Ihr Kind in der Pubertät hat seine erste große Liebe gefunden und ist überglücklich. Irgendwann werden die beiden dann vielleicht auch Sex miteinander haben. Das bringt weitere Fragen mit sich. Hier finden Sie die passenden Antworten. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Pubertät: Wie spreche ich mein Kind auf das Thema „Sex“ an?

Natürlich wollen auch Sie als Eltern darüber informiert sein. Schließlich müssen Sie spätestens zu diesem Zeitpunkt Ihr Kind sexuell aufklären. Achten Sie jedoch auf die Intimsphäre Ihres Kindes, immerhin ist gerade dieses Thema für Heranwachsende oft peinlich und unangenehm – gerade gegenüber Ihren Eltern. Fragen Sie Ihr Kind, ob es sich mit dem Freund/der Freundin gut und vertraut fühlt. Ermutigen Sie es, auf seine eigenen Bedürfnisse zu hören und sich zu nichts „drängen“ zu lassen. Machen Sie ihm keine Angst und fragen Sie durchaus mal nach, ob Sex schon ein Thema ist, allerdings nicht unbedingt nach Details. Erkundigen Sie sich hin und wieder, ob jetzt Verhütungsmittel anstehen. Seien Sie eine Unterstützung, aber lassen Sie das Thema auch mal liegen, wenn Ihr Kind Sie darum bittet.

Sexuelle Aufklärung in der Pubertät: Soll ich den Freund/ die Freundin bei uns bzw. mein Kind bei seinem/ihrem Freund übernachten lassen?

Sie müssen selbst entscheiden, ob und ab wann Sie das für richtig halten. Streng genommen dürfen Jugendliche unter 14 keinen Sex miteinander haben, was sich aber im Zweifelsfall kaum verhindern lässt. Je jünger das Kind ist und je größer die Altersspanne zwischen den Jugendlichen, desto vorsichtiger sollten Sie damit sein. Das Pärchen sollte auch schon eine Weile zusammen und miteinander vertraut sein sowie eine gewisse Verbindlichkeit miteinander pflegen. Vertrauen Sie Ihrem Kind jedoch, wenn es das verdient hat. Schließlich haben Sie Ihren Teenager erzogen, daher sollte er wissen, was richtig und was falsch ist. Zudem muss eine einfache Übernachtung nicht zwangsläufig zum Sex zwischen den Jugendlichen führen. Stärken Sie Ihr Kind auch hier, sich nicht drängen zu lassen, dann fühlt es sich bei der Übernachtung sicherer.

Sex in der Pubertät: Worum müssen sich Eltern kümmern?

Wenn Sie eine Tochter haben, bieten Sie ihr gegebenenfalls an, mit ihr zum Frauenarzt zu fahren, um sich die Pille geben zu lassen. Dafür sollte sie aber mindestens 14 Jahre alt sein. (Ab 14 darf sich Ihre Tochter die Pille übrigens auch ohne Ihr Einverständnis verschreiben lassen, deshalb wäre es sinnlos, sie verbieten zu wollen.) Wenn Sie einen Sohn haben, sollten Sie ihn ebenfalls hin und wieder an seine (Mit-)Verantwortung für die Verhütung ansprechen – auch wenn er vielleicht genervt die Augen verdrehen wird. Klären Sie Ihr Kind gewissenhaft auf und machen Sie ihm die Konsequenzen verständlich. Aber bohren Sie nicht so weit, Ihr Kind ist auf dem Weg, ein erwachsener Mensch zu werden: Hilfestellung ist in Ordnung, Vorschriften bringen gerade in der Sexualität nichts.

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