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Aufklärung und Sexualität im Gespräch thematisieren
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Sexuelle Aufklärung: Mit diesen 3 Tipps gelingt das Gespräch!

Umgang mit dem Thema Sexualität

Für Teenager und Eltern ist Sexualität in der Pubertät ein gleichermaßen bewegendes Thema. Deshalb sind viele Eltern unsicher, wie sie über Sexualität oder die sexuelle Aufklärung mit ihren Kindern sprechen sollen. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Trotz Pubertät: So können Gespräche über Sexualität gelingen!

  1. Schaffen Sie eine vertraute Atmosphäre

    Wollen Sie mit Ihrem Kind über Sexualität sprechen, dann gelingt dies wohl nur in einer vertrauensvollen Atmosphäre. Signalisieren Sie Ihrem Kind an einem ruhigen Ort, dass Sie Zeit und ein offenes Ohr für seine Fragen rund um das Thema Aufklärung, Sexualität und Liebe haben.
  2. Hören Sie aktiv zu!

    Je besser Sie zuhören, umso mehr fühlt sich Ihr Kind angenommen. Schauen Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter dazu in die Augen, so signalisieren Sie Ihr Interesse. Nehmen Sie eine offene, angenehme Körperhaltung ein und bekräftigen Sie durch eine interessierte Körpersprache z. B. gelegentliches Kopfnicken, Ihre Verbundenheit und Aufmerksamkeit. Sie können die Ausführungen Ihres Kindes zur Sexualität kurz zusammenfassen und daran eine Frage anschließen.
  3. Vermeiden Sie „Verhöre“, wenn es um Sexualität geht!

    Kinder denken, dass sie ausgefragt werden, weil Eltern häufig nicht richtig zu hören und vorgefertigte Antworten im Kopf haben - gerade beim Thema Sexualität ist das so. Hören Sie Ihrem Kind gut zu, aber bohren Sie nicht zu tief nach. Spüren und akzeptieren Sie die Grenzen, die Ihr Kind setzt. Je weniger ein Teenager das Gefühl hat, nicht alles sagen zu müssen, desto freier drückt er sich häufig aus. Gerade wenn es um die sexuelle Aufklärung Ihres Kindes geht, kann das hilfreich sein!

Sexualerziehung: Äußern Sie Ihre Gefühle und sagen Sie, was Sie im Umgang mit Sexualität für richtig halten!

Manchmal testen Pubertierende ihre Grenzen aus, wollen dann von den Eltern ein „Nein“ hören, ein „Nein“ aus Liebe, wie es der Familientherapeut Jesper Juul einmal formuliert hat. Übernehmen Sie – auch die Väter! – Verantwortung für die Sexualerziehung Ihres Kindes! Kinder in der Pubertät müssen aushalten, dass auch ihre Eltern eine Meinung in Sachen Sexualität haben. Und diese müssen sie sich auch anhören, selbst wenn sie „ihm aus den Ohren“ herauskommt. Und Mütter haben auch die Aufgabe, ihre Männer stärker in die Erziehung einzubinden. Väter halten sich – unzulässigerweise – zu oft aus der Sexualerziehung und der sexuellen Aufklärung heraus.

Geben Sie sich Zeit bei Gesprächen über Sexualität!

Dass Eltern manchmal sprachlos sind, ist gerade bei der Auzfklärung der eigenen Kinder völlig normal! Man muss nicht sofort eine sexual-pädagogisch richtige Antwort parat haben. Manchmal ist es sinnvoller, für einen Augenblick nichts zu sagen – sondern sich „und“ dem Pubertierenden beim Thema Sexualität Zeit zu geben.

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