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Freundliches Auftreten führt oft zu freundlichen Gesprächen

Erfolgreiches Lehrer-Eltern-Gespräch: Checkliste für den Elternsprechtag

Wie Sie das Meiste aus dem Elternsprechtag herausholen

In vielen Schulen sind sie leider immer noch selten: die ausführlichen Gespräche mit dem Lehrer. So passiert es häufig, dass am alljährlichen Elternsprechtag in kürzester Zeit alle anstehenden Fragen und Probleme besprochen werden müssen. Eltern und Lehrer stehen unter Zeitdruck – eine ungünstige Ausgangslage für ein gelungenes Gespräch. Wie der Elternsprechtag trotzdem zufrieden stellend verlaufen kann und welche Formulierungen Sie vermeiden sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Elternsprechtage sind wichtige Termine, an denen es um die schulische und persönliche Entwicklung Ihres Kindes geht. Anders als am Elternabend ist hier nicht die gesamte Klasse Thema, sondern es werden ausschließlich Dinge besprochen, die für Ihr Kind und seine Entfaltung in der Schule wichtig sind. Kein Wunder also, dass gerade Eltern sich davon die Klärung aller im Laufe der Zeit aufgeworfenen Fragen erhoffen. Aber auch die Lehrkräfte haben verschiedene Punkte, die im Laufe des Gesprächs abgehakt werden sollen. Ein hoher Anspruch! Die meist knappe Zeit führt nämlich oft dazu, dass viele Fragen nicht beantwortet oder nur am Rande angesprochen werden können. Das verärgert sowohl die Lehrkräfte als auch die Eltern.  

Vorbereitungen für den Elternsprechtag

  • Machen Sie sich bereits einige Tage vor dem Elternsprechtag Gedanken, welche Themen Sie unbedingt klären möchten.
  • Fragen Sie auch Ihr Kind, ob es etwas auf dem Herzen hat, das Sie mit der Lehrerin besprechen sollten.
  • Stellen Sie eine Prioritätenliste auf, die Sie im Gespräch bei sich führen und die Ihnen hilft, keine wichtigen Punkte zu vergessen. Nehmen Sie sich dafür Zeit, denn seit dem letzten Elternsprechtag ist wahrscheinlich schon wieder eine ganze Weile, in der Regel ein halbes Jahr, vergangen.  

Was Sie als Eltern vom Lehrer Ihres Kindes eventuell wissen möchten.

  • Wie haben sich die Leistungen meines Kindes in den verschiedenen Fächern in den letzten Monaten verändert?
  • Wie hat sich das Verhältnis meines Kindes zu seinen Klassenkameraden entwickelt?
  • Hat sich mein Kind in den letzten Monaten auffallend verändert?
  • Gibt es Vorkommnisse in der Klasse, die ich wissen müsste?
  • Hat mein Kind häufig Auseinandersetzungen mit anderen?
  • Hat mein Kind Freunde, mit denen es auch in der Pause spielt?
  • Zeigt mein Kind in der Schule besondere Vorlieben für das eine oder andere Fach?
  • Falls eine gemeinsame Aktion stattgefunden hat, ein Wandertag oder eine kleine Reise: Wie hat sich mein Kind da verhalten?
  • Beteiligt sich mein Kind aktiv am Unterricht?
  • Hat es seine Unterrichtsmaterialien immer dabei?
  • Erledigt es seine Hausaufgaben zuverlässig? 

Elternsprechtage auch anstrengend für Lehrer

Der Elternsprechtag bietet die Gelegenheit, alle Lehrer eines Kindes einmal zu sprechen, vielleicht auch nur im Rahmen eines Kennenlern-Gesprächs. Manchmal gibt es auch ganz besondere Vorkommnisse, die Eltern schon eine Weile beunruhigen. Vielleicht kommt Ihr Kind mit der Lehrkraft nicht mehr so gut aus, weigert sich manchmal, Hausaufgaben zu machen, oder bekommt Klassenarbeitstermine nicht immer mit. Allgemeine Fragen zur Entwicklung des Kindes und seiner Leistungen sollten hier besprochen werden. Größere Probleme gehören in ein eigens zu vereinbarendes Gespräch in der Sprechstunde. Solche Punkte stehen natürlich bei Eltern an allererster Stelle. Trotzdem sollten Sie nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern für das Gespräch mit dem Klassenlehrer Ihres Kindes einige Dinge beachten sowie eine für beide Seiten aktive und befriedigende Unterhaltung führen. 

Beidseitiges Verständnis für ein erfolgreiches Lehrer-Eltern-Gespräch

Bedenken Sie, dass auch der Lehrer Ihres Kindes einige Informationen für Sie hat, die er unbedingt loswerden möchte. Die komplette Gesprächszeit sollte also gerecht auf beide Kommunikationspartner aufgeteilt werden. Es gibt jedoch einen bedeutenden Unterschied. Während Sie sich beim Elternsprechtag zu 100% auf Ihr Kind konzentrieren können, hat der Klassenlehrer Ihres Kindes eine Vielzahl von Eltern, auf die er sich an diesem Tag einstellen muss. Es kann also sein, dass er aus den letzten Gesprächen noch einiges an Emotionen, positiven oder negativen, mit in den nächsten Austausch nimmt. Stellen Sie sich vor, er musste gerade den enttäuschten Eltern eines Kindes mitteilen, dass es das Klassenziel wohl nicht erreichen wird. Oder er hat eine schwierige Unterhaltung mit ausländischen Eltern hinter sich, bei der das Grundschulkind selber übersetzen musste. Geben Sie ihm Zeit, sich auf Ihre Person umzustellen. 

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