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Elternsprechtag - So wird das Lehrergespräch ein Erfolg

Lehrergespräche sind wichtig für die schulische Entwicklung Ihres Kindes

Im Laufe eines jeden Schuljahres finden mindestens zwei Elternsprechtage statt, zu denen Sie eingeladen werden. Diese Gespräche dienen dazu, vom Lehrer bzw. den Lehrern Ihres Kindes einen Überblick über die schulischen Leistungen und sein Verhalten zu bekommen. Nehmen Sie das Angebot des Elternsprechtags auf jeden Fall wahr!  

Expertenrat von 
Annette Holl, Grundschullehrerin

Auch wenn Ihr Kind gute Noten schreibt, ist es sinnvoll, mit dem Lehrer zu sprechen. So erfahren Sie mehr über die Mitarbeit im Unterricht. Denn auch ein Einser-Schüler kann wenig mündliche Beteiligung zeigen, was in puncto Übertritt auf die weiterführende Schule eine wichtige Rolle spielt. Außerdem geht es in einem Elterngespräch auch um das Sozialverhalten Ihres Kindes. Bitte bedenken Sie auch, dass Sie Ihrem Kind durch Ihr Gespräch mit dem Lehrer Ihr Interesse an der Schule zeigen, wo es immerhin einen Großteil seines Tages verbringt! Außerdem können Dinge angesprochen werden, die dem Lehrer auffallen und eventuell häusliche Hintergründe haben (z.B. vergessene Hausaufgaben, müdes Kind).

Erfolgreiche Lehrergespräche führen

Damit das Lehrergespräch ein Erfolg wird, beachten Sie einfach die folgenden zehn Tipps.

Beachten Sie die folgenden zehn Tipps.

  1. Bringen Sie Zeit mit!
    Meist erhalten Sie im Vorfeld des Elternsprechtags eine Terminliste. Allerdings ist es durchaus möglich, dass ein Gespräch länger dauert als geplant. Planen Sie deshalb im Anschluss an Ihren Termin noch etwas mehr Zeit ein. Es wäre schade, wenn Sie das Gespräch mit dem Lehrer Ihres Kindes wegen Zeitmangels abbrechen müssten.
  2. Fallen Sie dem Lehrer nicht ins Wort!
    Lassen Sie den Lehrer seine Sicht der Dinge schildern, und hören Sie ihm genau zu. Er kennt Ihr Kind aus einem anderen Umfeld als Sie. Es ist gut möglich, dass Ihr Kind in der Schule andere Verhaltensweisen als zu Hause zeigt. Nehmen Sie dies als gegeben hin, und respektieren Sie die Perspektive des Lehrers.
  3. Halten Sie Ihre Gefühle zurück!
    Es ist verständlich, dass Ihnen Kritik an Ihrem Kind wehtut. Versuchen Sie, Ihren Unmut nicht ungefiltert kundzutun. Vermeiden Sie Vorwürfe (z.B. „Sie erklären zu schnell!“) und Verallgemeinerungen (z.B. „Seit mein Sohn Sie in Mathe hat, versteht er nichts mehr!“). So hat das Gespräch keine konstruktive Basis mehr. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihre abweichende Meinung nicht äußern sollen. Tun Sie dies aber in sachlicher Art und Weise.
  4. Suchen Sie eine gemeinsame Lösung!
    Ihr Kind soll so gut wie möglich in der Schule vorankommen. Das ist das Ziel des Lehrers und auch Ihr Bestreben. Deshalb sollten Sie eine gemeinsame Lösung für die Probleme Ihres Kindes suchen. Zeigen Sie Ihre Bereitschaft, wenn der Lehrer Sie um Ihre Mithilfe zuhause bittet (z.B. tägliches Lesenüben).
  5. Informieren Sie den Lehrer!
    Häusliche Veränderungen (z.B. Krankheit der Mutter, die Geburt eines Geschwisterchens) können ein verändertes Verhalten Ihres Kindes zur Folge haben. Wenn der Lehrer darüber informiert ist, kann er darauf Rücksicht nehmen.
  6. Seien Sie ehrlich!
    Spielen Sie dem Lehrer Ihres Kindes nichts vor, wenn er sie fragt, wie Ihr Kind zuhause lernt und arbeitet. Sprechen Sie auch unangenehme Dinge an (z.B. Ihr Kind verweigert das Lesenüben oder vergisst immer wieder Materialien in der Schule). Somit zeigen Sie dem Lehrer Ihr Vertrauen und können zusammen nach einer Lösung suchen (z.B. Sie vereinbaren einen Lesevertrag mit dem Lehrer, bzw. er sagt am Ende des Schultags noch einmal für alle, welche Dinge zuhause benötigt werden).
  7. Bitten Sie um konkrete Maßnahmen!
    Schildert der Lehrer Ihres Kindes schulische Probleme, so fragen Sie ihn ausdrücklich nach Fördermöglichkeiten oder Übungsmaterial. Damit ist gewährleistet, dass Sie zuhause sinnvoll an den „Lücken“ Ihres Kindes arbeiten können.
  8. Seien Sie vorurteilslos!
    Sicher: Über den Lehrer Ihres Kindes und seinen Unterrichtsstil unterhalten Sie sich auch mit Ihrem Kind oder den Eltern von Klassenkameraden. Versuchen Sie dennoch, im Gespräch mit dem Lehrer nicht die Sicht Ihrer Kindes oder anderer Eltern wiederzugeben. Versuchen Sie, möglichst neutral zu argumentieren. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild, indem Sie gezielt nachfragen, warum der Lehrer dies tut oder jenes unterlässt.
  9. Sprechen Sie mit Ihrem Kind!
    Fragen Sie Ihr Kind vor einem Elterngespräch, wie es ihm in der Schule geht, wie der Umgang mit seinen Klassenkameraden ist und wie es sich schulisch sieht. Zeigen sich hierbei Probleme (z.B. Ihr Kind erzählt von Hänseleien), so sprechen Sie den Lehrer unbedingt darauf an. Manche Dinge entziehen sich seinem Blickfeld, und er wird dankbar sein, von Ihnen davon zu erfahren.
  10. Zögern Sie das Gespräch nicht hinaus!
    Bemerken Sie bei Ihrem Kind Auffälligkeiten (z.B. plötzlicher Motivationsverlust) oder einen Notenabfall, bitten Sie den Lehrer unverzüglich um ein Gespräch. Warten Sie in einem solchen Fall nicht auf die Einladung zum nächsten Elternsprechtag, weil dann unnötig Zeit vergeudet würde!

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