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Welcher Konflikttyp ist der Lehrer Ihres Kindes?

Probleme mit dem Lehrer: So gehen Sie mit jedem Konflikttyp richtig um

Richtig handeln bei einem Problem mit dem Lehrer

Leider kommt es in der Schulzeit oft zu Problemen mit dem Lehrer, die die Leistung der Kinder beeinflussen können. Bei einem Problem mit dem Lehrer ist es dann oft wichtig, welche Vorgehensweise am ehesten zur Lösung beiträgt. Lesen Sie hier, welche Konflikttypen es bei Lehrern gibt und auf was Sie bei Problemen mit dem Lehrer achten sollten. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Lehrerinnen und Lehrer sind auch nur Menschen. Obwohl sie als Pädagogen eine ganz besondere Vorbildfunktion innehaben und stets gerecht und ausgeglichen sein sollten, können sie doch nicht immer über ihren eigenen Schatten springen und es gibt manchmal Probleme mit dem Lehrer. Ebenso wie andere Menschen auch haben sie individuelle Temperamente, Vorlieben und Eigenheiten, die sich im Unterricht und in Elterngesprächen oft auch durch ein Problem mit dem Lehrer mehr oder weniger stark zeigen. Besonders in Konfliktsituationen, wenn die Gefühle in Aufruhr geraten, zeigt sich die individuelle Persönlichkeit meistens deutlich und es gibt Probleme. Im Großen und Ganzen sollten Sie vier verschiedene Konflikttypen bei einem Problem mit dem Lehrer unterscheiden:

Probleme mit dem Lehrer: Der dominante Lehrertyp

positiv bei einem Problem mit ihm:

  • möchte das Problem schnell lösen und hat häufig wenig Zeit für Detailfragen
  • bevorzugt bei einem Problem direkte Antworten, so dass selten Missverständnisse entstehen
  • weiß, was er will, und setzt sich dafür ein, wirkt engagiert und interessiert
  • liebt Herausforderungen und scheut sich auch nicht, schwierige Probleme anzugehen
  • ist ein ideenreicher Entwicklertyp, der mit kreativen Lösungsvorschlägen aufwartet

negativ bei einem Problem mit ihm:

  • will Recht haben und kann daher bei einem Problem Fehler schlecht eingestehen
  • ist unter Druck beherrschend und autoritär, lässt andere Meinungen bei einem Problem nur schwer zu
  • ist bei einem Problem ungeduldig und lässt weniger selbstbewussten Eltern wenig Raum für ihre Sorgen
  • kontrolliert andere gerne und denkt, er kenne alle Hintergründe für eventuelle Probleme
  • hat Angst davor, die Kontrolle zu verlieren, deshalb kann er Fehler nur schwer eingestehen

So handeln Sie bei einem Problem mit dem dominanten Lehrer

Der dominante Lehrertyp geht einem Problem nicht aus dem Weg, hat jedoch meistens schon die Lösung für das Problem parat. Wenn das Ergebnis eines Konfliktgesprächs bei einem Problem mit dem Lehrer seinen Vorstellungen nicht entspricht, wird er ungeduldig, und unter Umständen verliert er den gerechten und distanzierten Blick. Der dominante Typ braucht das Gefühl, gesiegt zu haben, deshalb setzt er seine Gesprächspartner auch gerne unter Druck: „Jetzt sollten wir aber zum Schluss kommen, ich habe ja noch anderes zu tun. Wir machen es so!“ Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken.

Mein Tipp
Vereinbaren Sie eine feste Sprechzeit und Dauer bei einem Problem mit dem Lehrer, damit der dominante Typ sich darauf einstellen kann. Stellen Sie seine Vorschläge nicht allzu offensichtlich in Frage. Stimmen Sie bei einem Problem mit dem Lehrer lieber zu, aber erweitern Sie seinen Rat um Ihre persönlichen Wünsche. „Ich denke, da haben Sie Recht. Aber meinen Sie nicht auch, dass Simon eigentlich mehr kann, als er zeigt?“ Wenn Sie das Gefühl haben, bei einem Problem mit dem Lehrer sich nicht gegen die Argumente wehren zu können, vertagen Sie lieber und setzen Sie das Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fort. Sie haben dann wieder eine neue Ausgangsposition, denn oft bringt ein zeitlicher Aufschub auch eine veränderte Situation mit sich. 

Probleme mit dem Lehrer: Der initiative Lehrertyp

positiv bei einem Problem mit ihm:

  • ist bei einem Problem offen, sagt ehrlich seine Meinung und erwartet dies auch von den Eltern
  • spricht über seine Gefühle und kann gut vermitteln, was an einer Situation schwierig ist
  • möchte den Gesprächspartner überzeugen bei einem Problem, daher nimmt er sich für seine Argumente viel Zeit
  • kann gut bei einem Problem kooperieren, mit solch einem Lehrer können gut Vereinbarungen getroffen werden
  • hat ein ehrliches Interesse daran, seine Schüler zu fördern und bei einem Problem weiterzubringen

negativ bei einem Problem mit ihm:

  • regt sich bei einem Problem schnell auf, denn manchmal fehlt ihm die pädagogische Distanz
  • redet gerne und viel, denn er hat sich viele Gedanken zu dem Problem gemacht und möchte diese auch mitteilen
  • redet sich selbst gerne bei einem Problem heraus, denn bei so viel Initiative kann ja nicht von Schuld geredet werden
    Diskutieren Sie mit im Elternwissen-Forum
    Nachsitzen
  • hat Angst davor, nicht anerkannt zu werden, denn seine kollegiale Art geht manchmal auf Kosten der Autorität

So handeln Sie bei einem Problem mit dem initiativen Lehrer

Der initiative Lehrertyp lässt nichts anbrennen und spricht Konflikte schnell an. Darauf ist er zu Recht stolz. Dann möchte er Sie jedoch mit allen Mitteln von seiner Sicht der Dinge überzeugen und findet dazu immer wieder neue Argumente. Er möchte unbedingt kooperieren – aber nur auf seine Art und Weise. Unter Stress regt er sich schnell auf, verliert die Distanz und ist dann kaum noch in der Lage, zu einer objektiven Sicht der Dinge zurückzukommen. Er fühlt bei einem sich ungerecht behandelt, denn er will ja nur das Beste für seine Schüler.

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Kommentare zu "Probleme mit dem Lehrer: So gehen Sie mit jedem Konflikttyp richtig um"

  • Anonym schreibt am 04.03.2011

    Ist das nicht lustig? Je weniger wir können, umso mehr scheinen wir zu wissen. Aus jedem Problem, das wir nicht lösen können, machen wir eine Wissenschaft.
    In der Ich-kann-Schule unterscheide ich zwischen den üblichen Unterrichtsvollzugsbeamten und Lehrern - das sind Menschen, die mit mitreißendem Beispiel im Lernen vorausgehen. Die meisten unserer Lehrer sind ziemlich genau das Gegenteil von Lehrer. Es ist müßig, das Gegenteil von Lehrern in Untergruppen einzuteilen.
    In der Ich-kann-Schule ist es viel interessanter, wie man Einfluss auf sie alle gewinnt. Dafür braucht man oft nur das Gegenteil von dem zu machen, was sie tun. Wenn sie etwas von einem wollen und es klappt nicht, dann verstärken sie die Pädagogik, mit der sie gescheitert sind. In der neuen Ich-kann-Schule wäre jedes kleine Kind so einem \"Lehrer\" überlegen. Es weiß aus dem praktischen Erleben: \"Wenn ich mit deinen Kräften & Talenten BESSER umgehe als du, dann mögen sie mich und folgen mir lieber als dir.\" Das Kind würde also seinen Fehler nicht steigern sondern korrigieren. Es würde nicht noch mehr DRUCK machen - der kann das Problem ja nur komprimieren - sondern es handelte nach dem SOG-Prinzip und ließe sich was einfallen, was ZIEHT. SOG LÖST. Und mit SOG kann man die Kräfte punktgenau lenken - selbstverständlich ggf. auch das Kind die des Lehrers.
    Ich fände es gesund, wenn alle Lehrer darauf bedacht sind, dieses Niveau auch zu erreichen, und wünsche besten Erfolg.
    Franz Josef Neffe
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