Kommentare:
© Dan Race - Fotolia.com.jpg

Cybermobbing erkennen und verhindern

Mobbing im Internet

Aktuelle Studien zeigen, dass Mobbing im Internet oder via Handy ein weit verbreitetes Phänomen ist. Jeder sechste deutsche Schüler äußerte in einer repräsentativen Untersuchung, schon einmal Opfer gewesen zu sein. Und immerhin 19 Prozent gaben zu, Cybermobbing bereits einmal aktiv betrieben zu haben. Grund genug, sich mit dem Thema auseinander zusetzen. Lesen Sie hier, wie Cybermobbing funktioniert, welche Auswirkungen es haben kann und wie Sie Ihr Kind davor schützen können. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Mobbing bezeichnet aggressives Verhalten, mit dem eine Person absichtlich und zielgerichtet körperlich und/oder psychisch über einen längeren Zeitraum hinweg geschädigt wird. Daran sind meistens mehrere Täter beteiligt, die sich in einem gruppendynamischen Prozess gegen einen Einzelnen verschwören und ihn beleidigen, ausschließen, beschämen oder ihm auf andere Weise wiederholt Gewalt antun. Mobbing kommt schon in der Grundschule vor und muss als komplexer Gruppenprozess verstanden werden, dem möglichst früh Einhalt geboten werden muss. Mobbing kann in relativ milder Form stattfinden, aber auch exzessiv betrieben werden und dann verheerende Folgen anrichten. Gerade unter Pubertierenden ist das Mobbing mittlerweile bittere Realität.

So grausam die Täter manchmal vorgehen, so banal sind häufig die Anlässe. Oft reicht es, wenn das spätere Opfer „anders“ als die anderen zu sein scheint, sich etwa anders kleidet, einen anderen sozialen Status hat oder einem anderen Kulturkreis bzw. einer anderen Religion angehört. In keinem Fall ist jedoch das Opfer schuld daran, dass es gemobbt wird! Fälle wie der Selbstmord eines im Internet gemobbten Mädchens in den USA sind glücklicherweise Ausnahmen. Sie zeigen aber, wie dramatisch Cybermobbing für das Opfer werden kann.

Cybermobbing: Systematische Gewalt im Schutze der Anonymität

Cybermobbing ist eine spezielle Form des Mobbings, das einige Besonderheiten aufweist:

  • Die Täter benutzen zum Mobben hauptsächlich das Internet, vor allem soziale Plattformen (wie etwa Facebook etc.) zum Diffamieren, Bloßstellen oder Schikanieren ihres Opfers.
  • Auch das Verschicken von Beleidigungen und Bedrohungen als E-Mail, SMS oder MMS via Handy ist bei Cybermobbing üblich. Das Opfer kann den elektronischen Nachrichten nicht ausweichen, es sei denn, es wechselt seine Handynummer oder E-Mail-Adresse.
  • Die Täter fühlen sich durch die Anonymität des Internets geschützt und werden dadurch oft hemmungsloser in ihrer Wortwahl und ihren Attacken.
  • Außenstehende wie etwa Eltern oder Lehrer bekommen die Schikanen oft erst spät mit – wenn überhaupt!
  • Die Täter heizen sich gegenseitig in Chats auf. So entsteht eine starke Dynamik, der das Opfer hilflos gegenübersteht.
  • Sexuelle Themen spielen beim Cybermobbing unter Jugendlichen eine große Rolle. So werden bei Cybermobbing Mädchen in der Öffentlichkeit oft als „Schlampen“ diskreditiert, Jungen als „schwul“ dargestellt etc.

Die aufgeführten Punkte verdeutloichen, warum immer mehr Experten fordern, den Umgang mit neuen Medien sowie Facebook & Co. an Schulen zu thematisieren.

Diesen Artikel weiterlesen?
mehr erfahren...

Was Sie tun sollten, wenn Ihr Kind Opfer von Cybermobbing geworden ist, erfahren Sie hier als Abonnent des "Pubertäts-Überlebensbriefs"!

Diesen Artikel freischalten

Dies ist ein Premium-Inhalt auf Elternwissen.com, der nur Abonnenten unserer monatlichen Eltern-Ratgeber angezeigt wird.

Wenn Sie diesen Artikel weiterlesen möchten, können Sie hier ein 30-tägiges Test-Abonnement abschließen.

Bitte wählen Sie Ihr Wunsch-Produkt aus:

Sie sind bereits Premium-Mitglied?

Geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Passwort ein:

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Cybermobbing erkennen und verhindern"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Schulprobleme" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Schulprobleme" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?