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Freiwilliges Wiederholen: Wann und warum es bei Ihrem Kind sinnvoll sein könnte

Probleme in der Schule

Sitzenbleiben in der Grundschule muss nicht sein. Fällt Lehrern oder Eltern auf, dass ein Kind große Schwierigkeiten hat, dem Schulstoff zu folgen, kann schnell die Notbremse gezogen werden. Das freiwillige Wiederholen einer Klasse oder eine Rückstufung während des Schuljahres müssen Eltern nicht als „Drama“ empfinden, denn es führt in den meisten Fällen zu entspannterem Lernen und besseren Noten. Vielleicht kann eine Rückstufung auch für Ihr Kind hilfreich sein? 

Expertenrat von 
Annette Holl, Grundschullehrerin

Was ist der Unterschied zwischen Rückstufung, Freiwillige Wiederholung und Sitzenbleiben?

 

RückstufungFreiwillige Wiederholung Sitzenbleiben
Ihr Kind wird während des Schuljahres in die vorhergehende Klassenstufe zurückversetzt – sinnvollerweise nach einem Ferienabschnitt oder zum Schulhalbjahr.Ihr Kind wiederholt auf Anraten des Lehrers und nur mit Ihrer Zustimmung oder auf Ihren eigenen Wunsch hin nach den Sommerferien die schon einmal durchlaufene Klassenstufe.Ihr Kind muss aufgrund einer sechs oder zwei Fünfen in den Hauptfächern (Deutsch und Mathe, gegebenenfalls Sachunterricht), die es nicht mit Zweiern in Nebenfächern ausgleichen kann, dieselbe Klassenstufe noch einmal wiederholen.

 

Gründe für eine Rückstufung

1. Längere Erkrankung Ihres Kindes

Ist Ihr Kind mehrere Wochen oder gar Monate krank gewesen, muss es parallel zum neu dazukommenden Lernstoff versuchen, die versäumten Inhalte nachzulernen. Gelingt ihm das nur mit sehr großer Mühe und unter viel Stress, kann eine Rückstufung während des Schuljahres in Erwägung gezogen werden.

2. Große Kenntnislücken

Sie üben fast täglich zu Hause mit Ihrem Kind oder arbeiten sogar nach einem Förderplan des Lehrers? Dennoch schafft Ihr Kind sein Lernpensum nie vollständig. Vielleicht hat Ihr Kind auch eine Teilleistungsstörung (z. B. eine Lese-Rechtschreib-Schwäche, LRS), die sein Lerntempo stark einschränkt?

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Kommentare zu "Freiwilliges Wiederholen: Wann und warum es bei Ihrem Kind sinnvoll sein könnte"

  • Simone schreibt am 30.09.2016

    Also, ich finde auch dass das nichts mit der Lehrerin zu tun hat, wenn Kinder in die Schule kommen müssen sie ja nicht nur den Lernstoff bzw. Rechnen, Schreiben,Lesen beherschen, sondern auch das ganze drumherum, das Tempo mit dem gearbeitet wird, still sitzen, zuhören, selbständig Arbeiten zu erledigen (wie z. B. meinen Arbeitsplatz sauber zu halten, Stifte spitzen usw..) Und für viele Kinder ist dies oft noch ein große Umstellung und das tragt sicher mit dazu bei dass sie irgendwo auch Schwächen haben, z.B. jetzt beim Lesen. Aber es würde doch auch wenig sinn machen, dass Kind durch die Schuljahre zu quälen, nur weil man selbst nicht damit zurecht kommt, ich denke wenn man dem Kind etwas mehr Zeit gibt ist das nur ein Vorteil und das heißt auch nicht, dass das Kind nicht klug oder intelligent genug, so ist, sondern es braucht einfach nur etwas länger und das finde ich nicht schlimm. Wir standen vor der selben Entscheidung bei unserem Sohn und wir haben ihn die Chance gegeben sich mit einem Schuljahr länger besser an die Schule und das ganze drumherum zu gewöhnen. doch muss das jedes Elternpaar für sich selbst entscheiden und sich vielleicht nochmal mit anderen eltern von Kindern dieser Klasse austauschen ob sie ähnliche Probleme haben!!!
  • Kathrin schreibt am 22.06.2016

    Liebe Frau Herbold,

    was hat das mit der Lehrerin zu tun, wenn Ihr Enkelkind den Anforderungen der 1. Klasse nicht gewachsen ist?

    Es ist so einfach, alles auf den Lehrer abzuschieben. Lernen Sie oder die Eltern denn mit dem Kind???
  • Irene Herbold schreibt am 02.06.2016

    meine Enkeltochter soll nach Beendigung des ersten Schuljahres nicht in die zweite Klasse versetzt werden weil sie nicht so fliesend liest. Ich finde das entsetzlich weil das Kind Ja nichts dafür kann, Ich finde es liegt an der Lehrerin
    man könnte diese Situation doch auch anders lösen
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