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Rückstufung - Was Sie über den Ablauf und die Rechtslage wissen müssen!

Brennpunkt Schule

Vielleicht haben Sie sich schon mal Gedanken über eine mögliche Rückstufung Ihres Kindes gemacht? In diesem Beitrag erfahren Sie wie Sie weiter vorgehen können, wenn Sie eine Rückstufung für Ihr Kind in Betracht ziehen, und welche rechtlichen Regelungen Sie hierbei beachten müssen.  

Expertenrat von 
Annette Holl, Grundschullehrerin

Rechtliche Besonderheiten zum Thema Rückstufung

  • Da es in Klasse 1 bundesweit keine Noten gibt, ist Sitzenbleiben aufgrund schlechter Leistungen nicht möglich. Freiwilliges Wiederholen der ersten Klasse oder eine Rückstufung sind natürlich möglich und zuweilen auch angezeigt.
  • In Bayern oder Baden-Württemberg ist es nicht erlaubt, die vierte Klasse freiwillig zu wiederholen. So soll verhindert werden, dass durch verbesserte Noten eine andere Schulempfehlung „erschlichen“ wird.

Wie kann es zu einer Rückstufung kommen?

1. Die Schule nimmt Kontakt mit den Eltern auf.

In den meisten Fällen spricht der Klassenlehrer die Eltern auf eine Rückstufung oder Klassenwiederholung an. Fragen Sie in einem solchen Gespräch genau nach, warum die Schule eine Rückstufung in Betracht zieht. Der Elternwille ist entscheidend, Sie müssen also einer empfohlenen Rückstufung Ihres Kindes nicht zustimmen.

2. Die Eltern nehmen Kontakt mit der Schule auf.

Selbstverständlich können auch Sie Ihrerseits den Lehrer Ihres Kindes ansprechen.

  • Erklären Sie ihm, warum Sie an eine Rückstufung Ihres Kindes denken.
  • Hören Sie genau zu, wie er die momentanen Leistungen Ihres Kindes sieht und ob er eine Rückstufung für sinnvoll hält.
  • Ist der Lehrer dagegen, Sie selbst bestehen aber weiterhin auf einer Rückstufung? Nehmen Sie dann schriftlich Kontakt mit der Schulleitung auf. Legen Sie in kurzen Worten Ihre Gründe für eine freiwillige Wiederholung dar. Setzen Sie eine Monatsfrist für die Entscheidung der Schule. Ihr Fall wird daraufhin zum Thema einer Konferenz und im Lehrerkollegium beraten.
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