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So begleiten Eltern den Unterricht richtig!

Rolle der Eltern in der Schule

Aufgeregte Eltern vor der Lehrerzimmertür, genervte Lehrer dahinter: Laut einem Artikel der „ZEIT“ herrscht zwischen Lehrern und Eltern „Großkampfstimmung“. So schlimm ist es glücklicherweise nicht überall. Annette Holl, unsere Co-Autorin und Grundschullehrerin, zeigt Ihnen, wie Sie die Arbeit der Lehrer sinnvoll unterstützen können.  

Expertenrat von 
Annette Holl, Grundschullehrerin

5 No-Gos von Eltern

1. Gut gemeinte Unterstützung

Damit ihr Kind wenige Fehler macht oder nachmittags weniger Stress herrscht, sitzen viele Eltern bei den Hausaufgaben mit am Tisch oder machen sie teilweise sogar selbst. Allerdings kann ein Kind nur dann gut in der Schule mitkommen, wenn es selbstständig ist. Lassen Sie Ihr Kind bei den Schularbeiten deshalb möglichst viel allein und nehmen Sie ihm so wenig Verantwortung wie möglich ab.

2. Gespräche zwischen Tür und Angel

Sicher: Die Strafarbeit Ihres Sohnes ärgert Sie, und auch die Nachfrage einer anderen Mutter zur Klassenarbeit ihrer Tochter ist gerechtfertigt. Deshalb warten Sie beide in der Pause auf den Lehrer Ihres Kindes. So überrumpelt, wird er Ihnen aber keine überlegte Antwort geben. Vereinbaren Sie bitte bei allen Anliegen einen Gesprächstermin. So kann sich der Lehrer vorbereiten und Sie in einem Gespräch gut informiert beraten.

3. „Zu Hause kann er’s aber!“

Es ist möglich, dass Ihr Kind zu Hause andere Verhaltensweisen als in der Schule zeigt und Dinge dort besser macht als im Unterricht. Geben Sie daran aber nicht vorbehaltlos dem Lehrer Ihres Kindes die Schuld (z. B. „Seit meine Tochter Sie in Deutsch hat, schreibt sie schlechte Diktate!“). Respektieren Sie deshalb unbedingt die Äußerungen des Lehrers. Dieser kann nun mal nur das in der Schule gezeigte Verhalten Ihres Kindes bewerten.

4. Aus Mücken Elefanten machen

Hat auch Ihr Kind beim Mittagessen schon einmal ganz aufgebracht von einem Streit mit einem Mitschüler berichtet? Immer häufiger verlangen Eltern vom Lehrer sofort Sanktionen für das „böse andere Kind“. Gehen Sie davon aus, dass der Lehrer Ihres Kindes Sie auf jeden Fall informieren wird, wenn in der Schule etwas Schwerwiegendes vorgefallen ist.

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