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Streitschlichter: Konflikte an Schulen lösen

Gibt es das Streitschlichter-Modell auch an Ihrer Schule?

Streitereien und Konflikte unter Schülern sind vollkommen normal und in jeder Schule, auch bei Ihrem Kind, an der Tagesordnung. Sie entstehen aus den unterschiedlichsten Situationen heraus und können von den Lehrern oder Eltern häufig nicht verhindert werden. Damit Konflikte jedoch nicht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen ausarten, müssen die Kinder lernen, damit konstruktiv umzugehen. Das schaffen sie alleine nicht, deshalb setzen hier die Streitschlichter-Konzepte ein. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Ein auf alle Schulen eins zu eins anwendbares Patentkonzept gibt es nicht, denn es ist wichtig, die individuellen Voraussetzungen zu berücksichtigen. Aber vielleicht wäre dieses Modell auch in der Schule Ihres Kindes eine Lösung für bestehende Probleme? Sprechen Sie das Thema doch auf dem nächsten Elternabend an.

Braucht Ihre Schule Streitschlichter?

  • Gibt es häufig Konflikte unter den Schülern?
  • Traut sich Ihr Kind bei Konflikten nicht einen Lehrer anzusprechen?
  • Wird Ihr Kind manchmal geärgert oder sogar gemobbt?
  • Gibt es Kindergruppen, die andere absichtlich und regelmäßig ärgern?
  • Klagen die Lehrkräfte über zunehmende Gewalt an der Schule?

Wer wird Streitschlichter?

Streitschlichter sind in der Regel ältere Schüler ab der 7. Klasse, die eine 20- bis 80-stündige Ausbildung durchlaufen, in der sie mit den wesentlichen Grundzügen der Mediation vertraut gemacht werden. Ihnen zur Seite steht ein Team aus Lehrerinnen und Lehrern, die das Konzept pädagogisch unterstützen. Streitschlichter versuchen, die verfeindeten Parteien an einen Tisch zu bekommen, und moderieren den Gesprächsverlauf. Dafür gibt es vorgegebene Regeln, nach denen sich alle teilnehmenden Parteien richten müssen. Die verschiedenen Phasen solch eines Mediationsgespräches können wie folgt aussehen:

  1. Die Streitschlichter stellen sich vor und informieren die Konfliktparteien über die Gesprächsregeln.
  2. Die streitenden Parteien schildern ihre Positionen ausführlich.
  3. Die Streitenden werden nach der ganz persönlichen Bedeutung dieses Konflikts gefragt.
  4. Alle Beteiligten sammeln Ideen zur Lösung.
  5. Es wird gemeinsam nach einem Kompromiss gesucht.

Dieser Lösungsansatz wird schriftlich in einem so genannten Friedensvertrag niedergelegt.

Mein Tipp

Streitschlichtung eignet sich vor allen Dingen für mittelschwere Konflikte, denn körperliche Gewalt und Straftaten gehören nach wie vor in die Verantwortung von Erwachsenen. Die Ausbildung als Streitschlichter vermittelt wichtige soziale Kompetenzen, von denen Schüler ihr ganzes Leben lang profitieren werden. Vielleicht eine Aufgabe für Ihr Kind?

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