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Inklusion: Kinder mit Behinderung an Schulen
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Inklusion: Was Eltern wissen sollten

Die häufigsten Elternfragen zum Thema Inklusion

Aktuell machen sich viele Schulen auf den Weg zur Inklusion. Über den Nutzen dieses neuen Systems sind viele Debatten ausgebrochen. Nützt oder schadet die Inklusion den Kindern? Lesen Sie die wichtigsten Fakten zu diesem äußerst brisanten Thema. 

Expertenrat von 
Annette Holl, Grundschullehrerin
Was ist Inklusion?

Was ist Inklusion?

2009 trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft, die das Recht der Teilhabe behinderter Menschen am alltäglichen Leben stärkt. Für die Schule bedeutet das, dass kein Kind aufgrund eines geistigen oder körperlichen Handicaps von einer Regelschule abgewiesen werden darf.

Das Thema Inklusion ist ein sehr aktuelles und viel diskutiertes Thema. Insbesondere Eltern eines gesunden Kindes, die sich von der Inklusion konfrontiert sehen, haben viele Fragen. Vielleicht sitzt auch Ihr Kind bald zusammen mit dem verhaltensauffälligen Sebastian, der autistischen Karla und der Rollstuhl-fahrenden Lena in einem Klassenzimmer. Sind die Lehrer damit pädagogisch und zeitlich überfordert? Kommt Ihr Kind nun zu kurz? Wird hier auf Kosten Ihres Kindes herumexperimentiert, oder hat dieses Modell durchaus einen erfolgversprechenden Nutzen für alle Kinder?Aber auch Eltern gehandicapter Schulkinder ist vieles unklar. Hier sehen Sie die häufigsten Elternfragen und Antworten darauf zusammengefasst.

Kann ich mich gegen Inklusion in der Klasse meines Kindes wehren?

Nein, da inzwischen alle Kinder einen gesetzlichen Anspruch auf allgemeine Einschulung haben! Somit sind alle öffentlichen Schulen grundsätzlich inklusive Schulen und sollten zumindest eine Inklusionsklasse anbieten. Die Entscheidung, ob Kinder mit Handicaps zur Klasse gehören, obliegt nicht den Eltern. Geben Sie dem Projekt „Inklusion“ eine Chance! Erfahrungsgemäß wird die Behinderung schnell als normal akzeptiert. 

Mein Tipp: Nutzen Sie kostenlose Möglichkeiten sich über das Thema Inklusion zu informieren!
Die Aktion Mensch gibt in Zusammenarbeit mit dem Carlsen Verlag eine kostenfreie Buchreihe rund um die „Bunte Bande“ heraus. Die richtet sich an Kinder von acht bis elf Jahren und führt auf kindgerechte Weise an die Themen „gesellschaftliche Vielfalt“ und „Inklusion“ heran. Kostenlose Exemplare finden Sie im Internet

Kann wirklich jedes Kind mit Behinderung in der Regelschule unterrichtet werden?

Es gibt rund eine halbe Million Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, also mit Körper-, Lern-, Sinnes-, Sprach- oder geistiger Behinderung, psychischen Erkrankungen oder chronischen Krankheiten. Bestimmt hat Ihr Kind schon jetzt Klassenkameraden mit einer Lernschwäche (z. B. LRS) oder mit Verhaltensauffälligkeiten (z. B. ADHS). Kinder mit schwereren Handicaps wurden bislang jedoch in Förderschulen unterrichtet. Langfristig sollen rund zwei Drittel aller Kinder mit Förderschwerpunkten inklusiv unterrichtet werden (z. B. körperbehinderte, autistische, Kinder mit Down-Syndrom). Grenzen der Inklusion stellen sicherlich taube oder blinde und auch schwer geistig behinderte Kinder dar, die hochqualifizierte Spezialisten an Förderschulen brauchen.

Mein Tipp: Ängste gegenüber Behinderungen sind völlig unbegründet!
Unbewusste Ängste vor allem Unbekannten sind völlig normal. Schauen Sie sich deshalb einmal den Dokumentarfilm „Berg-Fidel“ von Hella Wenders über eine Inklusionsschule in Münster an.Hier sehen Sie, dass alles halb so schlimm ist!  

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