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Gymnasium und Übertritt
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Schulempfehlung: Was Ihr Kind fürs Gymnasium leisten muss

Schulempfehlung: Diese Regelungen gelten

Selbstverständlich möchten Sie Ihrem Kind eine gute Zukunft ermöglichen. Deshalb wünschen Sie sich sicher - wie die meisten Eltern auch - den Übertritt aufs Gymnasium. Lesen Sie nützliche Tipps, wie Ihr Kind seine Schulempfehlung positiv beeinflussen kann.  

Expertenrat von 
Annette Holl, Grundschullehrerin

Im folgenden Artikel haben wir für Sie die geltenden Regelungen zur Schulempfehlung zusammengefasst. Unsere Checkliste bietet Ihnen die Möglichkeit, die Fähigkeiten Ihres Kindes für den Übertritt aufs Gymnasium zu überprüfen. Außerdem erhalten Sie nützliche Tipps, wie Ihr Kind mit seinem Verhalten die Schulempfehlung noch kurzfristig positiv beeinflussen kann.

Übertritt aufs Gymnasium: Welche Regelungen zur Schulempfehlung gelten?

Da es in Deutschland kein einheitliches Bildungssystem gibt, sind die Anforderungen für den Übertritt an die weiterführenden Schulen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Teilweise entscheidet der Elternwille unabhängig von den Noten über die schulische Laufbahn nach der Grundschule (z. B. Rheinland-Pfalz oder Niedersachsen). Vielerorts ist ein bestimmter Notendurchschnitt alleinige Voraussetzung für die Anmeldung zum Gymnasium (z. B. Bayern oder Baden-Württemberg). In manchen Bundesländern haben Eltern, die mit der Schulempfehlung nicht einverstanden sind, die Möglichkeit, Ihr Kind zum Probe- oder Prognoseunterricht (z. B. Berlin oder Nordrhein-Westfalen) aufs Gymnasium zu schicken.

Mein Tipp für den Übertritt Ihres Kindes:
Informieren Sie sich am besten schon in der dritten Klasse beim Lehrer Ihres Kindes über den Ablauf des Übertritts in Ihrem Bundesland. So können Sie Antworten auf all Ihre Fragen bekommen, bevor der Leistungsdruck in der vierten Klasse steigt und sowohl Ihr Kind als auch Sie beansprucht. Sollten noch Dinge unklar bleiben, können Sie sich beim zuständigen Staatlichen Schulamt oder beim Kultusminsiterium erkundigen.

Gymnasium: Welche Leistungen zählen bei der Schulempfehlung?

Eltern sind häufig entsetzt, mit wie viel Stress das erste Halbjahr in der vierten Klasse für ihr Kind verbunden ist. Der spielerische Charakter des Lernens, der in den ersten drei Schuljahren im Vordergrund stand, scheint plötzlich wegzufallen. Ihr Kind braucht während der anstrengenden Phase kurz vor der Schulempfehlung Ihre liebevolle Begleitung und Unterstützung. Denn Klassenarbeiten, Referate und auswendig zu lernende Gedichte kommen nun Schlag auf Schlag. Zudem benoten Lehrer Hausaufgaben oder Hefte der Viertklässler. Ist für das Gymnasium ein bestimmter Notendurchschnitt nötig, sind für die Schulempfehlung nur die erbrachten Noten aus dem ersten Halbjahr ausschlaggebend.

Mein Tipp
Für eine realistische Einschätzung der Empfehlung sollten Sie die Noten des ersten Halbjahres der vierten Klasse im Vergleich zu denen in Klasse 3 sehen. Gab es Leistungsabfälle, weil Ihr Kind mit dem Stress oder den Lerninhalten nicht klar kam? Hat es zwar eine gute Note erhalten, dafür aber viel zusätzlich geübt? Oder konnte Ihr Kind gleich bleibende oder sogar bessere Noten erzielen? Das alles sind wichtige Gradmesser für den Übertritt aufs Gymnasium, wo Ihr Kind mit deutlich steigenden Anforderungen konfrontiert wird.
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Kommentare zu "Schulempfehlung: Was Ihr Kind fürs Gymnasium leisten muss"

  • Liang-mai schreibt am 04.12.2015

    Wenn Kind nicht gut genug für das Gymnasium ist dann es hat keine Zukunft und ist einfach eine schand! Wer will das Kind gut ist muss achten darauf das Kind gut viel lernt und nicht verrückt wird wegen zu viel spaß.
  • Elisabeth schreibt am 13.01.2015

    Meine Lehrerin hat meinen Sohn auf dem kieker. Erst sagt sie er bekommt eine 2 in mathe. Jetzt plötzlich doch eine 3. Arbeiten 3,3,1.
  • Heike schreibt am 19.11.2013

    Bei uns steht der Schulwechsel an, weshalb ich im Internet zu dem Thema Schulempfehlung usw. recherchiere.

    Erstaunlicherweise finde ich zahlreiche Artikel, die sich damit beschäftigen, wie ein Kind eine Gymnasialempfehlung erhalten kann, wie der Eindruck bei den Lehrern verbessert werden kann usw.

    Natürlich wünschen sich alle Eltern, dass ihre Kinder keine Probleme in der Schule haben und selbstverständlich zum Gymnasium wechseln.

    Nach meiner Auffassung kann es jedoch nicht das beste für ein Kind sein, wenn irgendwie erreicht wird, dass es auf dem Gymnasium angenommen wird, egal, ob es für das Kind das richtige ist oder nicht. Entscheidend ist doch, wie das Kind auf der weiterführenden Schule zurecht kommen kann. Eine permanente Überforderung, nur weil die Eltern es geschafft haben, das Kind auf dem Gymnasium "unterzubringen", kann doch nicht das erstrebenswerte Ziel sein.

    Ich finde es sehr wichtig, dass das Kind zufrieden ist, dass es in der Umgebung (Schule), in der es sich aufhält, angespornt und motiviert wird, die Ziele aber auch erreichen kann. Es soll die besten Möglichkeiten erhalten, sich weiterzuentwickeln. Und es ist ja nicht auszuschließen, dass diese Entwicklung dann später noch auf das Gymnasium bzw. in die gymnasiale Oberstufe führt. Und wenn nicht, dann ist es für das Kind vielleicht nicht der richtige Weg.

    Mit freundlichen Grüßen, Heike
  • Edgar schreibt am 17.03.2013

    Ich persönlich finde es falsch sein Kind stark zu drillen damit es mit Ach und Krach den Sprung aufs Gymnasium schafft. Das geht in der Regel nach hinten los, denn das Gymnasium ist sehr anspruchsvoll, v.a. was das schnelle Verstehen von Sachverhalten und vielseitiges Interesse angeht. Ich spreche hier von meinen eigenen Erfahrungen aus Bayern und bin derzeit in der Oberstufe (Q11) eines Gymnasiums. Ich hatte keine Probleme dort hinzukommen, habe in der Grundschule nie zuhause gelernt, nur meine Hausaufgaben gemacht. Ich war einer der Klassenbesten und bin von meiner Lehrerin noch mal extrig empfohlen worden, und hatte einen guten Notenschnitt. Trotzdem habe ich mich soweit auf dem Gymnasium schwer getan und musste bereits eine Klasse wiederholen. Und wenn ich mir die Fälle ansehe die schon in der Grundschule für gute Noten lernen mussten, tun sie mir im G8 leid, da sie in der Regel von ihren Eltern förmlich durchs Gymnasium durchgeprügelt werden müssen, um dann nach einer oft schon 14jährigen Schulausbildung oft doch nur eine Lehre anzufangen. Da würde ich mein Kind im Zweifelsfall schon eher auf die Realschule schicken und ihm selbst die Möglichkeit das Abitur über die FOS oder BOS nachzumachen, wenn es das für sinnvoll hält. Es gibt mehr Wege zum Wunschberuf als von Anfang an mit Ach und Krach auf der Überholspur zu fahren.

    Mit freundlichen Grüßen, Edgar.
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