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So fördern Sie die auditive Wahrnehmung

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So fördern Sie die auditive Wahrnehmung

» Spiele für die auditive Wahrnehmung

auditive Wahrnehmung

Die auditive Wahrnehmung umfasst den gesamten Vorgang des Eintreffens von Schall im Ohr über seine Weiterleitung durch die Gehörnerven ins Gehirn bis hin zur dortigen Verarbeitung sowie zu den damit verbundenen Reaktionen und Fähigkeiten. Mit den folgenden Spielen können Sie die auditive Wahrnemung bei Ihrem Kind fördern.

Auditive Wahrnehmung fördern: 1. Laut oder leise? (ab 3 Jahren)

Schicken Sie Ihr Kind aus dem Zimmer und verstecken Sie dann einen vorher bestimmten Gegenstand. Ihr Kind soll nun seine auditive Wahrnehmung nutzen und diesen Gegenstand suchen, indem es von Ihnen durch Trommeln geleitet wird. Je näher es dem gesuchten Gegenstand kommt, desto lauter müssen Sie für die auditive Wahrnehmung Ihres Kindes trommeln. Entfernt es sich wieder, wird auch Ihr Trommeln leiser. Hat es den Gegenstand schließlich gefunden, wird seine gute auditive Wahrnehmung mit einem lauten Trommelwirbel belohnt.

Mit diesem Spiel lernt Ihr Kind für die auditive Wahrnehmung, laute und leise Geräusche genau zu differenzieren.

Auditive Wahrnehmung fördern: 2. Hör genau hin! (ab 6 Jahren)

Bei diesem Spiel bekommt Ihr Kind einen dicken Kopfhörer aufgesetzt, so dass es nur noch wenig auditive Wahrnehmung hat. Erschwerend kann auch leise Musik eingespielt werden. Dann stellen Sie sich in circa drei Meter Entfernung auf und erzählen Ihrem Kind eine lustige Geschichte, einen Witz oder Sie fordern es auf, irgendetwas zu tun. Anschließend muss Ihr Kind wiedergeben, was es durch seine auditive Wahrnehmung gehört hat, oder die Aufforderung umsetzen. Gelingt ihm das, bekommt es eine Belohnung für die tolle auditive Wahrnehmung. Dann werden die Rollen getauscht.

Bei diesem Spiel lernt Ihr Kind für die auditive Wahrnehmung, sich auf bestimmte Geräusche sehr genau zu konzentrieren.

Auditive Wahrnehmung fördern: 3. Oma will schlafen (ab 3 Jahren)

Machen Sie sich gemeinsam einen Spaß daraus, alltägliche Dinge so leise wie möglich zu tun. Wenn Sie beispielsweise mit Ihrem Kind die Einkaufstüten auspacken oder das Kinderzimmer aufräumen, erfinden Sie eine alte Großmutter, die beim Schlafen nicht gestört werden möchte. Immer wenn Sie beim Aufräumen oder Spielen aus Versehen laute Geräusche machen, stellen Sie sich vor, wie die Großmutter aufwacht und schlechte Laune hat. Ein tolles Training für die auditive Wahrnehmung!

Bei diesem Spiel können Sie sehr gut die Geräuschwahrnehmung Ihres Kindes erkennen und fördern.

Auditive Wahrnehmung fördern: 4. Hör-Memory (ab 5 Jahren)

Lassen Sie sich in einem Fotogeschäft circa 30 leere schwarze Filmdöschen geben und füllen sie davon jeweils zwei mit den gleichen Materialien. Dafür bietet sich zum Beispiel an: Sand, Reis, kleine Murmeln, Watte, Geldstücke, Büroklammern, Knöpfe, Erbsen usw. Spielen Sie nun mit diesen Filmdosen Memory. Jeder Spieler darf immer zwei Dosen aufnehmen und schütteln. Meint er durch seine auditive Wahrnehmung, dass sie den gleichen Inhalt enthalten, darf er sie öffnen und vergleichen. Hat der Spieler durch seine gute auditive Wahrnehmung richtig gelegen, bekommt er das Pärchen und darf weiterspielen. War sein Tipp falsch, werden die Dosen zurückgestellt, und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Dabei können Sie das Gehör Ihres Kindes für feine Unterschiede fördern.

Auditive Wahrnehmung fördern: 5. Spiele eine Geschichte (ab 6 Jahren)

Sicherlich gehören auch Sie zu den Eltern, die Ihrem Kind regelmäßig eine Geschichte vorlesen. Anstatt immer nur zuzuhören, soll Ihr Kind in der nächsten Vorlesestunde so viele Bewegungen wie möglich aus der Geschichte imitieren, um seine auditive Wahrnehmung zu trainieren. Hüpft beispielsweise Pipi Langstrumpf lustig von einem Bein aufs andere, soll Ihr Kind dies auch tun. Und wenn die Wilden Kerle vor Freude über ein gewonnenes Spiel laut jubeln, fordern Sie auch das Jubeln Ihres Kindes ein.

Dabei fördern Sie Ihr Kind in genauem Hinhören und Gehörtes in Bewegung umzusetzen.

Auditive Wahrnehmung fördern: 6. Tick-Tack (ab 5 Jahren)

Haben Sie sich auch schon immer über diese laut tickenden Wecker geärgert, die Sie am Einschlafen hindern? Für das folgende Spiel können Sie solch einen Störenfried gut zum Fördern der auditiven Wahrnehmung Ihres Kindes gebrauchen. Verstecken Sie den Wecker an einem Ort in der Wohnung. Ihr Kind soll ihn nun nur anhand seiner auditiven Wahrnehmung finden. Das ist gar nicht so einfach, denn es muss nun gut hinhören und auch die Richtung erkennen, aus der das Ticken kommt.

Sie fördern dabei das Richtungshören Ihres Kindes.

Auditive Wahrnehmung fördern: 7. Wie war es genau? (ab 6 Jahren)

Nutzen Sie die vielfältigen Gelegenheiten, die sich im Alltag bieten, um sich von Ihrem Kind eine erlebte Situation zum Fördern der auditiven Wahrnehmung genau wiedergeben zu lassen. Kann es ein Gespräch rekapitulieren? Kann es den Inhalt einer Fernsehsendung nacherzählen? Kann es ein Gedicht auswendig lernen? Kann es seine Schulerlebnisse so zusammenfassen, dass jemand, der nicht dabei war, sich ein genaues Bild machen kann?

Sie fördern Ihr Kind dabei, auditive Reize sicher zu speichern und zu verarbeiten.

Auditive Wahrnehmung fördern: 8. Stille Post (ab 4 Jahren)

Dieses alte Kinderspiel macht nur in einer großen Gruppe wirklich Spaß, ist aber gut geeignet, um die auditive Wahrnehmung zu fördern. Alle Teilnehmer bilden einen Kreis oder eine lange Reihe. Einer denkt sich ein besonderes Wort oder einen lustigen Satz aus und flüstert diesen in das Ohr seines Nachbarn. Der Nachbar wiederum flüstert das durch seine auditive Wahrnehmung Gehörte seinem Nebenmann zu. Das geht solange so weiter, bis das Ende der Reihe oder des Kreises erreicht ist. Der Letzte muss nun laut wiedergeben, was er verstanden hat.

Bei diesem Spiel muss Ihr Kind genau hinhören und dem Gehörten einen Sinn geben. Eine gute Übung zum Fördern der auditiven Wahrnehmung.

 

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Keine Schuhe für die Tauben: „Barfuß die Vögel!“ soll ich eines Tages ausgerufen haben, als ich Tauben sah, und von dieser Erkenntnis stark betroffen gewirkt haben. Vielleicht war ich drei. Meine Eltern erzählen immer wieder davon. Es muss für sie sehr eindrucksvoll gewesen sein.