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Heuschnupfen-Allergie bei Kindern mit Homöopathie behandeln

Heuschnupfen-Allergie bei Kindern mit Homöopathie behandeln

» Homöopathie für Kinder gegen Allergiebeschwerden bei Heuschnupfen

Heuschnupfen-Allergie bei Kindern

Im Frühjahr beginnt für viele Allergiker wieder die schlimmste Zeit des Jahres. Wenn auch Ihr Kind von einer Allergie betroffen ist, lohnt sich eine Behandlung mit Homöopathie. Dieser Beitrag verrät Ihnen jedoch nicht nur Mittel zur Linderung der Beschwerden, sondern auch die besten Arzneien zur Vorbeugung.

Jedes vierte Kind leidet inzwischen unter einer Allergie. Der typische Heuschnupfen tritt zwar meist erst ab dem Kindergartenalter auf, jedoch kann sich auch eine Neurodermitis bei Pollenflug verschlimmern (bevorzugt unbedeckte Hautstellen!), wenn bei Ihrem Kind eine Pollenallergie besteht. Bei Heuschnupfen ist meist nicht nur die Nase mit Kribbeln, Niesen, Fließschnupfen und oft auch deutlich behinderter Nasenatmung betroffen. Zusätzlich jucken, kratzen, tränen die Augen und sind sichtbar gerötet. Kindern mit Heuschnupfen droht außerdem der so genannte Etagenwechsel, bei dem die Pollenallergie „tiefer rutscht“ und auch die Bronchien im Sinne eines Pollenasthmas (Heuasthma) betrifft. Erstes Warnzeichen für den Etagenwechsel ist ein meist trockener, oft attackeartiger Husten, besonders nachts oder bei körperlicher Belastung.

Wichtig bei einer Allergie 

Allergiebeschwerden sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, insbesondere wenn trockener Reizhusten oder erschwertes Atmen auf eine Mitbeteiligung der Bronchien hindeuten! Ihr Kind ist bei Heuschnupfen in seinem Allgemeinbefinden deutlich gestört: Es fühlt sich schlapp, schläft schlecht und hat oft auch Kopfschmerzen. Gehen Sie bei allergischen Beschwerden in jedem Fall zum Arzt! 

Homöopathie für Kinder: Hilfe bei akuten Heuschnupfen-Beschwerden

Geben Sie bei Beschwerden das passende Mittel (siehe unten) in der Potenz D6, in den ersten zwölf Stunden alle zwei Stunden fünf Globuli oder eine Tablette, dann dreimal täglich.Ausnahme Luffa operculata: Ist die Nase verstopft (mit wenig Sekret), braucht Ihr Kind die Potenz D6. Besteht hingegen ein Fließschnupfen mit viel wässrigem Sekret, hilft ihm die Potenz D12.

Mein Tipp bei Heuschnupfen 

Unterstützend können Sie Ihrem Kind 3-mal täglich einen Sprühstoß Luffa-Nasenspray in jedes Nasenloch geben. Das bremst die ständig laufende Nase. Ihr Kind sollte nicht mehrere Mittel hintereinander bekommen, falls das erste Mittel nicht gewirkt hat. Suchen Sie einen Homöopathen auf, wenn zwei Mittel keine Besserung gebracht haben.

Am besten mit Homöopathie für Kinder schon vorbeugen

Noch bevor die ersten Beschwerden beginnen (also am besten sofort!), kann Galphimia glauca (neue Bezeichnung Thryallis glauca) D4 oder D6 dreimal täglich eine Tablette die Allergiebereitschaft Ihres Kindes reduzieren helfen. Als Basistherapie ist zudem eine homöopathische Konstitutionstherapie sehr zu empfehlen.

Mein Tipp

Wenn bei Ihrem Kind eine Pollenallergie bekannt ist, können Sie ihm im kommenden Winter vorbeugend einmal wöchentlich fünf Globuli Pollen C30 geben. Beginnen Sie mit der Gabe am besten schon im Januar oder Februar.  

Gute Erfolge lassen sich mit homöopathisch potenziertem Eigenblut (nach Imhäuser) erzielen. Sie müssen allerdings etwas Geduld mitbringen, denn es dauert einige Wochen, bis sich die stabilisierende Wirkung auf das Immunsystem einstellt. Diese Behandlung ist das ganze Jahr über möglich und wird von vielen Homöopathen durchgeführt. Zunächst wird Ihrem Kind einmalig Blut abgenommen, am besten aus einer Vene. Dieses wird anschließend nach Regeln der Homöopathie verschüttelt (potenziert). Es lassen sich Tropfen oder Globuli herstellen. Von den gesetzlichen Krankenkassen wird diese Behandlung nicht bezahlt. Je nach Therapiedauer und hergestellter Potenz liegt der Preis für ein Fläschchen homöopathisch potenziertes Eigenblut bei etwa 20 bis 60 €. Eine ganze Behandlungsserie mit verschiedenen Potenzen ist jedoch deutlich teurer.

Heuschnupfen mit Homöopathie behandeln: Mittel und ihre typischen Symptome beim Kind

Allium cepa: reichlich scharfer, wund machender Fließschnupfen, Kribbeln in der Nase und starker Niesreiz beim Eintreten in ein warmes Zimmer; milde Tränen, aber brennende wässrige Augen; oft Stirnkopfschmerzen und rauer, abgehackter Husten; frische Luft bessert die Beschwerden, Wärme verschlechtert.

Arsenicum album (neue Bezeichnung Acidum arsenicosum): Fließschnupfen mit wässrigem, brennenden Nasensekret, viel Niesen, nachts Nase oft verstopft; brennende Augen, scharfe Tränen; Durst auf Warmes (trinkt schluckweise), im warmen Zimmer besser, Verschlimmerung durch Kälte und frische Luft.

Aralia racemosa: Niesanfälle, wässriger, scharfer, wund machender Schnupfen; Reizhusten mit Atemnot im Liegen, muss sich aufsetzen; Kind hat „etwas“ im Hals (Fremdkörpergefühl); Verschlechterung abends und nachts, im Liegen, Besserung durchWärme; oft starkes Schwitzen im Schlaf.

Arum triphyllum: scharfer, wund machender Schnupfen; gleichzeitig verstopfte Nase, sodass das Kind durch den Mund atmen muss; Kind ist heiser und bohrt ständig in der Nase; wunde Mundwinkel; eventuell Schmerz über der Nasenwurzel; Verschlimmerung durchWärme.

Arundo mauritanica: lästiges, starkes Jucken in Rachen, Gaumen, Augen, Nase, auch die Ohren/Gehörgänge können jucken; Fließschnupfen, kann nichts mehr riechen; neigt zu juckenden Hautausschlägen, will sich kratzen; Verschlechterung durch Wärme.

Euphrasia: Bindehautentzündung mit brennenden, heißen Tränen, Augen „schwimmen“ andauernd in Tränen, Augenlider rot geschwollen, ständiges Blinzeln mit Lichtscheu; mildes, wässriges Nasensekret überwiegend tagsüber.

Galphimia glauca (neue Bezeichnung Thryallis glauca): starker, wässriger Fließschnupfen mit anhaltendem Niesen; Augen sind gerötet und tränen; erschwertes Atmen bei Asthmaneigung; Verschlechterung durch Wärme und Schwitzen.

Luffa operculata: trockene Schleimhäute mit Borken in der Nase und zähem Sekret bei behinderter Nasenatmung; Brennen im Hals, trockenes Hüsteln; oft bestehen Kopfschmerzen; häufige Erkältungen; Kind ist schlapp und müde; Verschlechterung durch trockene (Zimmer-)Luft, Besserung im Freien.

Natrium chloratum: wässriger, brennender, scharfer Fließschnupfen, Nase „tropft wie ein Wasserhahn“, ist innen wund, heftige Niesanfälle, tränende Augen; kann nichts mehr riechen und nichts mehr schmecken.

Propolis: typische Heuschnupfenbeschwerden mit Augentränen und wässrigem Nasensekret; zusätzlich Ekzemstellen auf der Haut oder Quaddeln (wie von einer Brennnessel) bei Nesselsucht.

Sabadilla (neue Bezeichnung Schoenocaulon officinale): anfangs wässriges, dann dickflüssigeres weißliches Nasensekret, Nase verstopft, oft krampfartige Niesanfälle, brennendes Gefühl in Augen und Nase, starker Juckreiz am Gaumen, trockener Rachen mit ständigem Schluckbedürfnis, trotzdem kein Durst, Kind kälteempfindlich, Kälte verschlimmert.

Sanguinaria canadensis: erhitzt wirkendes Kind mit geröteten, brennenden Wangen; Augen stark gereizt mit brennenden Tränen; Nase juckt und brennt, wund machender Fließschnupfen; trockener, brennender Rachen; oft Reizhusten, der sich nachts verschlimmert, eventuell Atemnot; empfindlich auf Kälte und Zugluft.

Sinapis nigra: scharfes brennendes Nasensekret, Nase mal links, mal rechts zugeschwollen, häufiges Niesen, Hitze und Brenngefühl in den Augen sowie im Rachen; Reizhusten, bessert sich beim Hinlegen.

Sticta pulmonaria (neue Bezeichnung Lobaria pulmonaria): ständiges Niesen, keine Absonderung aus der Nase trotz des Gefühls, dass die Nase „voll“ ist, trockene Borken in der Nase; Augen brennen; oft zusätzlicher nächtlicher Reizhusten.

Wyethia helenoides: trockener, brennender Rachen, Kratzen und Juckreiz im Rachen; muss sich ständig räuspern; oft auch trockener, hart klingender Husten und heisere Stimme; Verschlimmerung abends und nachts, Besserung durch Trinken von etwas Kaltem.

 

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