Der englische Allgemeinmediziner Edward Bach entwickelte in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die Bachblüten-Therapie, nachdem er erkannt hatte, dass viele organische Krankheiten auf geistige, seelische oder emotionale Störungen zurückzuführen sind. Er teilte den von ihm gefundenen „Sieben Gruppen der Gemütsstörungen“ bestimmte Bachblüten (Pflanzenextrakte) zu und probierte die von ihm hergestellten Bachblüten an sich selbst sowie an seinen Patienten aus. Er stellte fest, dass Bachblüten Gemütszustände und Denkweisen positiv beeinflussten und somit auch indirekt körperlichen Leiden vorbeugen konnten, aber Kinder ebenfalls auch Kinder dadurch z.B. leichter lernen können.
Bachblüten: Sanfte Heilmethode ohne Risiken und Nebenwirkungen
Das klassische Bachblütensortiment umfasst Auszüge von 37 verschiedenen Blüten wild wachsender Pflanzen. Hinzu kommt noch die Essenz der Bachblüten Rock Water (Quellwasser) und das Kombinationsmittel Rescue Remedy, auch bekannt unter dem Namen „Notfalltröpfchen“. Die Bachblüten-Therapie gilt weltweit als wirksame und sanfte naturheilkundliche Methode sowie als völlig nebenwirkungsfrei. Keine Sorge also, wenn Sie bei der Auswahl der Bachblüten nicht ganz sicher sind: Eine Bachblüten-Therapie lohnt sich auf jeden Fall. Wenn Sie lieber nicht auf eigene Faust mit Bachblüten herumprobieren wollen, können Sie natürlich auch einen Heilpraktiker oder einen professionellen Bachblüten-Berater aufsuchen.
Wie Sie Bachblüten anwenden
Die klassischen Bachblüten sind mit Alkohol hergestellt, gelten aber – verdünnt und in der angegebenen Dosierung verabreicht – auch für Kinder als vollkommen unbedenklich, z.B. damit diese leichter lernen können. Wer bei Bachblüten auf Nummer sicher gehen will, kann sich auch Bachblüten-Globuli (Streukügelchen) besorgen, die alkoholfrei und besonders gut für unterwegs geeignet sind. Empfohlene Dosierung der Bachblüten-Globuli: Kinder bis 14 Jahren nehmen 4x2 Tropfen bzw. 4x1 Globuli, ältere Kinder erhalten 4x4 Tropfen bzw. 4x2 Bachblüten-Globuli täglich. Wenn eine Verbesserung duirch Bachblüten eintritt, sollten Sie das Mittel nicht sofort absetzen, sondern erst zwei bis drei Tage später. Tritt nach zwei bis drei Wochen keine Besserung durch Bachblüten ein, versuchen Sie es mit einem anderen Mittel oder kombinieren es mit weiteren Bachblüten, die ähnliche Symptome abdecken. Sie können problemlos mehrere Bachblüten gleichzeitig verabreichen, keinesfalls aber mehr als zwölf.
Mit Bachblüten leichter lernen
Heute wissen wir, dass seelische Unausgeglichenheit unser körperliches Wohlbefinden schwer beeinträchtigen kann – und damit unsere Aufnahme-, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit hemmt. Wenn unsere Kinder nichts im Kopf behalten können, vor lauter Angst blockiert oder ungeduldig sind, helfen Ermahnungen und Zurechtweisungen nichts zum leichter lernen. Vielleicht versuchen Sie es stattdessen mit Zuwendung und Bachblüten, mit denen Ihr Kind leichter lernen kann? Mit folgenden Bachblüten kann Ihr Kind leichter lernen, sich besser konzentrieren, aufmerksamer werden und wieder mehr Freude am Lernen bekommen:
1. Bachblüten bei innerer Anspannung: Agrimony (Odermennig)
Wenn Ihr Kind sich beim Lernen leicht ablenken lässt und gerne den Klassenclown gibt, könnte Agrimony das Mittel der Wahl bei Bachblüten sein, mit denen Ihr Kind leichter lernen kann. Kinder, denen diese Bachblüten gut tun, machen häufig einen ausgelassenen Eindruck, verbergen ihre wirklichen Gefühle, Sorgen und Nöte aber hinter dieser fröhlichen Fassade. Mögliche Anzeichen ihrer inneren Anspannung könnten Nägelkauen, nächtliches Zähneknirschen und Schlafstörungen sein.
2. Bachblüten bei Konzentrationsschwierigkeiten: Chestnut Bud (Knospe der Rosskastanie)
Diese Bachblüten helfen, wenn Ihr Kind
- zur Schusseligkeit neigt,
- im Unterricht durch Unkonzentriertheit auffällt,
- zu Flüchtigkeitsfehlern neigt,
- öfter etwas vergisst oder
- sich Dinge schlecht merken kann.
Chestnut Bud stärkt die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit des Kindes.
3. Bachblüten bei Prüfungsängsten und Selbstzweifeln: Elm (Ulme)
Wenn Ihr Kind
- unter Prüfungs- und Versagensangst leidet,
- an seinen Fähigkeiten zweifelt, obwohl es eigentlich leistungsfähig, fleißig und ehrgeizig ist,
- sich öfter überfordert fühlt,
könnte Elm hilfreich sein.
Es stärkt das Zutrauen in das eigene Können. (Ähnliches bewirkt die Bach-Blüte Larch).
4. Bachblüten für mehr Ausdauer und Optimismus: Gentian (Bitterer Enzian)
Wenn Ihr Kind
- manchmal mutlos wirkt,
- Angst vor Misserfolg hat,
- schnell aufgibt, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt,
- wenig Ausdauer beim Lernen hat,
- pessimistisch ist, was seinen Lernerfolg angeht,
könnte ihm Gentian gut tun.
Diese Bachblüten helfen dem Kind, optimistischer zu werden und mehr Durchhaltevermögen zu entwickeln.





