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Konzentrationsprobleme: Testen Sie die Konzentration Ihres Kindes

Konzentrationsprobleme: Testen Sie die Konzentration Ihres Kindes

» Konzentrationsprobleme aufdecken

Mit den folgenden Übungen können Sie testen, ob Ihr Kind eine schwache Konzentration hat und eine spezielle Förderung der Konzentration benötigt. Die Übungen für Konzentration für jüngere und ältere Kinder helfen Ihrem Kind, seine Konzentration zu verlängern.

Mit den folgenden spielerischen Übungen können Sie die Fähigkeit zur Konzentration Ihres Kindes auch praktisch überprüfen. Die spielerischen Übungen zur Konzentration eignen sich für Schulkinder ab der 2. Klasse:

Übung zur Konzentration 1: Finde das b

Suchen Sie in der Tageszeitung oder einer Zeitschrift einen Text in Druckschrift, der dem Lesevermögen Ihres Kindes entspricht. Er sollte nicht mehr als 1.000 Zeichen haben. Bitten Sie nun Ihr Kind, den Text sorgfältig zu lesen und jedes kleine b mit einem Stift einzukreisen, dies wird Konzentration verlangen. Beobachten Sie Ihr Kind dabei:

  • Wie viel Zeit benötigt es?
  • Bleibt es konsequent dabei oder schweift es während des Arbeitens ab?
  • Wieviele gesuchte b-Buchstaben hat es übersehen?
  • Wie oft hat es das kleine b mit einem d verwechselt?

Wenn ihr Grundschulkind zügig und ohne Pause maximal fünf Minuten gearbeitet hat, sollte es  mit ein wenig Konzentration mindestens zwei Drittel aller b gefunden haben. Einem Kind ab der 5. Klasse sollte es gelingen, in demselben kurzen Text durch Konzentration fast alle gesuchten Buchstaben zu finden. Wurden diese Richtwerte nicht erreicht oder hat das Kind viele Pausen gemacht, könnte dies auf eine schwache Konzentration hindeuten. Zur Kontrolle können Sie den gleichen Text selbst bearbeiten. Dabei sollten Sie ungefähr doppelt so schnell wie Ihr Kind sein und fast alle Buchstaben entdecken.

Übung zur Konzentration 2: Spiegel-Pantomime

Stellen Sie sich gegenüber von Ihrem Kind auf, sodass Sie beide sich ansehen. Ihr Kind stellt einen Spiegel dar und soll alle Bewegungen von Ihnen spiegelverkehrt nachmachen. Auch dies wird einiges an Konzentration verlangen. Spielen Sie dieses Spiel 5 bis 8 Minuten und beobachten Sie, wie lange Ihr Kind korrekt mitmacht. Fangen Sie mit einfachen Bewegungen an und erhöhen Sie langsam den Schwierigkeitsgrad. Warten Sie mit einer neuen Bewegung immer solange, bis Ihr Kind durch Konzentration die alte imitiert hat.

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Konzentrationsfehler vermeiden

Bei den Bewegungen sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt, hier sind nur einige Anregungen: 

    • rechte Hand heben (Ihr Kind hebt die linke Hand)
    • rechte Hand senken (Ihr Kind senkt die linke Hand)
    • auf die Zehenspitzen stellen
    • den Kopf in den Nacken legen
    • mit der Zungenspitze die Nase berühren
    • in die Hocke gehen usw.

Je länger es Ihrem Kind gelingt, die Bewegungen spiegelverkehrt nachzuahmen, desto höher ist seine Konzentrationsfähigkeit. Sollte sich zeigen, dass Ihr Kind Schwierigkeiten hat, die Bewegungen an sich zu imitieren, sollten Sie dringend den Kinderarzt ansprechen und über eine Ergotherapie oder eine motorische Förderung für Ihr Kind nachdenken.

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Die neuesten Kommentare zum Artikel "Konzentrationsprobleme: Testen Sie die Konzentration Ihres Kindes":

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kleineFee-83 schreibt am Sonntag, 19.12.10 02:10:

Ich bin auch immer dafür, jeglichen Druck auf Kinder so gut es geht zu vermeiden, aber wo bitte ist den bei den oben genannten Spielen Druck?
Man soll sich ja nicht mit gezückter Stoppuhr hinter das Kind stellen, ihm über die Schulter schauen und es anstacheln.
Ich habe dieses "Spiel" schon öfter mit meinem Sohn gespielt, da er es toll findet und auch von sich aus danach fragt.
Es macht ihm Spaß, in Zeitungen oder einem alten Buch herum kritzeln zu dürfen, da er weiß, dass er das normalerweise nicht darf.
Er findet es lustig, bunte Kringel zu malen, bearbeitet den gleichen Text manchmal mehrmals, indem er verschiedene Farben für die verschiedenen Buchstaben nimmt und vergleicht später, welcher Buchstabe besonders häufig vor kam.
Ob Kinder bei solchen Lernaufgaben Druck verspüren, kommt immer stark darauf an, wie man sie umsetzt.
Das beschriebene Spiegelspiel wünschen sich unsere Kinder in der KiTa häufig in der Abschlussrunde. Es muss ja nicht nur ein Arm gehoben werden, man kann ja auch steigern, indem man lustige Grimassen macht.
Auch hier kommt es - wie bei allem, was man mit Kindern macht - auf den Ton und die Art der Umsetzung an.
Man kann übrigens sehr gut mit diesem Spiel feststellen, ob ein Kind z.B. evtl. Probleme mit dem Gleichgewicht oder der Grobmotorik hat und dann durch Balance-Übungen, turnen, etc gegensteuern.
Beobachten sollte natürlich auch immer ein großer Teil der erzieherischen Aufgabe sein, aber nicht der größte.
Denn wie findet man denn durch reines Zusehen und Beobachten Lösungen?
Das Beobachten dient doch in erster Linie auch der Analyse. Zur Problembehebung oder -besserung muss man sich schon mit dem Kind befassen.

f.j.neffe schreibt am Samstag, 16.10.10 18:06:

Das Zentrum des Kindes für seine Konzentration liegt doch IM KIND SELBST. Wie soll ein Kind seine Aufmerksamkeit in sein Zentrum lenken, wenn dauernd jemand neben ihm sieht, ob es nur ja schnell genug viel genug b´s findet und ob es sie mit d´s verwechselt??? Was sind wir Erwachsenen doch für Schussel! Wollen etwas von Kindern, was wir selber nicht können.
Was ich denke, strahle ich aus und in das Kind hinein. Das wirkt tiefer als jedes Wort. Es ist uns nur nicht bewusst, weil die Pädagogik so dämlich ist, das UNBEWUSSTE bis heute auszusparen, weil sie damuit selbst nicht kann.
Auch das Spiegelspiel ist kein Konzentrations- sondern ein Verwirrspiel, das die Aufmerksamkeit vom Zentrum dauernd ablenkt. Das wöäre an sich kein Drama, a)wenn wir wüssten, was wir tun und b) wenn wir unsere eigene wirksame, mit ins Spiel gebrachte Unkonzentriertheit von der des Kindes unterscheiden und beide auseinanderhalten könnten.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer bin ich für eine genaue Pädagogik. Da imponiert mir z.B. eine Maria Montessori viel mehr, die Kindern zuschauen kann, die stundenlang mit ihrer Aufmerksamkeit bei dem sind, was sie tun, weil es IHRE Sache ist. Wie schaffe ich das, dass es die Sache des Kindes ist? Das ist auch eine Kernfrage der neuen Ich-kann-Schule, in der deswegen nicht der Druck sondern das SOG-Prinzip die Hauptsache ist. Nicht mit Druck sondern nur mit Sog lassen sich Kräfte punktgenau lenken.n Um Konzentration in einem Menschen hervorrufen zu können, muss ich mit seinen feinsten Kräften sprechen/denken lernen und ihnen etwas zu bieten haben in einer Qualität, die sie zieht, sich dahin zu wenden.
Mit den Ablenklungstests finden wir zwar todsicher immer ein Probklem aber die Lösung nie; die liegt exakt in der entgegengesetzten Richtung. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

 
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