Welche Aufsatzformen schreibt Ihr Kind in welcher Klassenstufe?
In allen vier Grundschuljahren verfasst Ihr Kind eigene Texte. Dabei werden in Klasse 1 noch keine richtigen Aufsätze vorgeschrieben. Die Erstklässler schreiben freie Texte, Briefe oder Karten zu Weihnachten oder anderen Anlässen. Leistungsstärkere Schüler erhalten meist schon Lückentexte oder Textteile, um daraus Geschichten zu entwickeln. Ab Klasse 2 wird der Aufsatzunterricht strukturierter. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick, welchen Aufsatz Ihr Kind wann schreiben wird. Ich beziehe mich dabei auf den bayerischen Lehrplan, weil er repräsentativ für die übrigen Bundesländer stehen kann.
Klasse 2 | Klasse 3 | Klasse 4 |
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8 Tipps wie Ihr Kind Schwachstellen im Aufsatz beseitigen kann
- Ist der Aufsatz erst fertig geschrieben, legen die meisten Kinder ihren Füller beruhigt zur Seite und geben ihren Aufsatz beim Lehrer ab, ohne ihn noch einmal durchzulesen. Dabei ist die Überarbeitung eines Aufsatzes das Wichtigste überhaupt! Deshalb sollte Ihr Kind beim Aufsatzschreiben immer nur jede zweite Zeile zum Schreiben verwenden. Dann hat es genügend Platz, um später noch Wörter einzusetzen, Sätze auszuformulieren oder sprachliche Holprigkeiten zu beseitigen. So bleibt der Aufsatz auch nach der Überarbeitung noch leserlich. Nachdem Ihr Kind das Schreiben beendet hat, soll es sich seinen Aufsatz einige Male halblaut durchlesen und Auffälligkeiten folgendermaßen verbessern:
- Viele Kinder überlegen sich den Titel ihrer Geschichte meist als Erstes. Allerdings ist es sinnvoller, wenn Ihr Kind sich erst zum Schluss nach dem Durchlesen seines Aufsatzes für eine Überschrift entscheidet. Denn jetzt kennt es den Verlauf seiner Geschichte und weiß, welche Überschrift den Leser neugierig machen könnte.
- Die Einleitung soll Ihr Kind auf die wesentlichen Daten überprüfen: WER macht WANN WO WAS?
- Fehler im Satzbau und bei grammatischen Strukturen fallen durch halblautes Vorlesen meist auf.
- Viele Kinder verwenden in Aufsätzen fälschlicherweise die im mündlichen Sprachgebrauch gängige Vergangenheitsform des Perfekts (z.B. er hat gedacht, er hat gesagt). Deshalb ist es wichtig, zum Schluss noch einmal alle Verben zu kontrollieren und gegebenenfalls in das Präteritum zu setzen (dachte, sagte).
- Legen Sie mit Ihrem Kind zusammen eine Sammlung von Wortfeldern an (z.B. „sagen“). Sie finden solche Wortfelder in vielen Sprachbüchern. Durch diese Vorarbeit fällt es Ihrem Kind dann beim Schreiben leichter, unterschiedliche Verben zu verwenden und Wiederholungen zu vermeiden.
- Die wörtliche Rede sollte Ihr Kind farblich markieren. So zeigt sich schnell, wie hoch deren Anteil ist. Im benoteten Aufsatz sollte Ihr Kind besser auf Bleistift zurückgreifen, den es vor der Abgabe an den Lehrer wieder ausradiert.
- Auch eine zuvor angelegte Liste mit Satzanfängen hilft Ihrem Kind. So kann es ganz einfach die ersten Wörter aller Sätze überprüfen und gegebenenfalls Wiederholungen (dann … dann … dann) verändern oder noch fehlende Satzanfänge einfügen.
Wird die Rechtschreibung mitbewertet?
Eine häufig gestellte Frage: Grundsätzlich werden Rechtschreibfehler nicht in die Aufsatznote mit einberechnet. Allerdings muss die Lehrerin oder der Lehrer alle Fehler markieren, weil es die Schulordnungen so vorsehen. An vielen Schulen ist es üblich, dass der Aufsatz zunächst auf Konzept geschrieben wird. Dieses wird dann von der Lehrerin korrigiert sowie zur Überarbeitung und Reinschrift zurückgegeben. Erst jetzt schreiben die Kinder die Aufsätze in ihre Aufsatzhefte, und die Texte werden benotet.
Mein Tipp |
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Bevor ein bewerteter Aufsatz geschrieben wird, erklärt die Lehrerin oder der Lehrer Ihres Kindes, welche Dinge in der bestimmten Aufsatzart beachtet werden müssen. Wenn Sie sich unsicher sind, nehmen Sie mit der Lehrerin oder dem Lehrer Ihres Kindes Kontakt auf und fragen Sie gezielt nach den Beurteilungskriterien. Außerdem helfen auch die Einträge in den Heften oder die bearbeiteten Arbeitsblätter weiter, wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Merkmale in der Schule erarbeitet wurden. |







