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Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes
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Schwangerschaftsdiabetes: Wie er entsteht und was Sie dagegen tun können!

Gefahr durch Schwangerschaftsdiabetes

Diabetes – ist das nicht eine Krankheit für alte Leute? Leider nein, denn Schwangerschaftsdiabetes ist eine der häufigsten Komplikationen für werdende Mütter. Im Fachjargon wird er auch Gestationsdiabetes genannt. 

Expertenrat von 
Ingrid Neufeld, Erzieherin

Sie sind schwanger? Herzlichen Glückwunsch. Natürlich werden Sie jetzt alles tun, damit Ihr Kind gesund auf die Welt kommt. Dazu gehört eine gesunde Ernährung genauso wie die regelmäßigen Untersuchungen beim Frauenarzt. Das ist auch gut so, denn so erfahren Sie sofort, wenn irgendein Wert nicht stimmt und vor allem erfahren Sie, was Sie dann für das Baby tun können. Eine der häufigsten Komplikationen in einer Schwangerschaft ist die Entstehung eines Schwangerschaftsdiabetes.

Was ist ein Schwangerschaftsdiabetes?

Im Fachjargon wird er auch Gestationsdiabetes genannt und ist eine Kohlenhydratstoff-Wechselstörung. Er tritt bei ungefähr vier Prozent der schwangeren Frauen in Deutschland auf. Ein gestörter Zuckerstoffwechsel ist die Ursache. Wenn der Körper nicht ausreichend Insulin herstellt, entsteht Diabetes. Insulin wirkt zuckerregulierend. Für die Bildung dieses Hormons ist die Bauchspeicheldrüse verantwortlich. Durch die Hormonveränderungen in der Schwangerschaft kann die Insulin-Produktion gestört werden. Dadurch bildet sich ein Schwangerschaftsdiabetes heraus, in der Regel im letzten Schwangerschaftsdrittel. Deshalb sollten Sie zwischen der 23. und der 27. Woche einen Zuckerbelastungstest durchführen lassen. Dafür muss die werdende Mutter nüchtern in die Praxis kommen und eine Zuckerlösung zu sich nehmen. Dann muss sie warten und darf während dieser Zeit nichts essen. Nach zuerst einer und dann nochmal zwei Stunden später wird der Blutzuckerspiegel getestet. Dazu wird Blut aus der Vene genommen. Ist der Wert zu hoch, wird der Arzt weitere Behandlungsmöglichkeiten mit Ihnen besprechen.

Wer gehört zur Risikogruppe von Schwangerschaftsdiabetes?

Wer einen Body Mass Index aufweist, der höher als 27 ist, gilt als gefährdet. Außerdem sind Frauen von Familienangehörigen betroffen, die Diabetiker sind. Also Blutsverwandte wie Eltern, oder Geschwister. Doch auch Frauen im fortgeschrittenen Alter bekommen eher einen Schwangerschaftsdiabetes als jüngere Schwangere.

Schwangerschaftsdiabetes: Welche Gefahren bestehen für Ihr Baby?

Da der Zucker über die Placenta zum Baby gelangt, nimmt Ihr Baby den Zucker über den Blutkreislauf auf und es besteht die Gefahr, dass das Geburtsgewicht auf über 4 Kilogramm ansteigt. Das bedeutet eine schwierigere Geburt und einen möglicherweise notwendigen Kaiserschnitt.  Auch die Gefahr für Frühgeburten, Fehlbildungen, oder Totgeburten steigt. Betroffene Babys haben oft nach der Geburt eine schwere Gelbsucht. Manche leiden auch an Unterzuckerung. Das Baby ist schwach und trinkt schlecht.

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