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Kinderspielzeug – warum weniger oft mehr ist

Kinderspielzeug – warum weniger oft mehr ist

» Spielen mit Kindern

Spielzeug, Kind

Die meisten Kinder haben zu viel Spielzeug. Lernen Sie hier pädagogisch sinnvolle Spielzeug-Alternativen kennen, die nichts kosten und trotzdem bei Kindern sehr beliebt sind. Mit vielen Spielzeug-Praxistipps für Kinder!

Immer häufiger klagen Eltern, dass ihr Kind sich nur schwer alleine beschäftigen kann und beim Spielen nicht bei der Sache bleibt. Dabei finden sich heute in den Kinderzimmern häufig alle nur erdenklichen Spielzeug-Neuheiten – pädagogisch wertvoll, entwicklungsfördernd und technisch ausgefeilt.

Zuviel Spielzeug ist nicht gut für Ihr Kind

Kinder sind mit zu großen Mengen an Spielzeug im Kinderzimmer einfach überfordert. Sie können sich oft gar nicht mehr entscheiden, womit sie nun spielen wollen, weil die Auswahl zu groß ist.

Praktische Tipps zur Spielzeug-Auswahl:

Helfen Sie Ihrem Kind dadurch, dass Sie die Auswahl begrenzen. Beobachten Sie, womit es gerade am liebsten spielt. Diese Spielsachen sind diejenigen, die seiner momentanen Entwicklungsstufe offenbar am besten entsprechen. Spielzeug, mit dem nur selten gespielt wird, braucht Ihr Kind derzeit nicht. Räumen Sie Spielzeug, das wenig benutzt wird, weg. Kündigen Sie dies Ihrem Kind aber vorher an, damit es

den „Spielzeug-Entzug“ nicht als Bestrafung empfindet. Erklären Sie ihm z. B., dass das Spielzeug sich mal ausruhen muss. Lassen Sie Ihr Kind nach Möglichkeit mitbestimmen, was auf keinen Fall weggeräumt werden darf.

Kinder lieben es zu „spielen wie die Großen“

Es ist Ihnen sicher schon aufgefallen, dass Ihr Kind am liebsten das tut, womit auch Sie gerade beschäftigt sind – und das dann möglichst mit dem gleichen „Handwerkszeug“ wie die Großen. Auch wenn Sie ihm Puppengeschirr und Kinder-Rührlöffel bereitlegen, während Sie das Essen zubereiten, wird es lieber einen „echten“ Topf aus dem Schrank und einen richtigen Kochlöffel haben wollen.

Praktische Tipps für Spielzeug, das nichts kostet:

Geben Sie Ihrem Kind ruhig richtige Küchenutensilien (ausgenommen Messer, Scheren, Gurkenhobel oder Ähnliches), denn es kann sich mit diesen Dingen nicht

verletzen und Sie können sich überflüssiges, teils sogar teures Spielzeug sparen.

Bekommt es dann auch noch eine Hand voll ungekochte Nudeln oder einige kleingeschnittene Gemüsewürfel von Ihnen, ist der Spiel- und Lernspaß für Ihr Kind schon vollkommen. Und wenn es davon etwas ausgeschüttet hat, kann es das ja schon mal mit Handfeger und Schaufel alleine wieder zusammenkehren.

Spielzeug, das die Phantasie Ihres Kindes anregt

Wir Erwachsene mit unserer manchmal schon etwas „eingerosteten“ Fantasie machen oft den Fehler, unseren Kindern zu „perfektes“, weil für genau definierte Zwecke vorherbestimmtes Spielzeug zu schenken. Dabei sind Kinder Meister im Improvisieren. Da wird ein Holz-Bauklotz einmal als Auto über den Teppich geschoben, doch schon kurze Zeit später dient der gleich Klotz beim Puppen-Kaffeeklatsch als Tasse.

Praktische Tipps wie Sie die Kreativität von Kindern mit Spielzeug fördern:

Fördern Sie die Kreativität Ihres Kindes, indem Sie ihm nicht zu viel, dafür aber möglichst vielseitiges Spielzeug schenken bzw. zur Verfügung stellen. Gut geeignet sind neben den bereits erwähnten Holz-Bauklötzen ganz einfache Puppen oder Stofftiere, die ganz bewusst „nichts“ können, aber auch viele Dinge aus dem Haushalt wie Kisten oder Wäschekörbe (als Schiff, Auto, Bett zu benutzen), Pappröhren (z. B. von Küchenrolle oder Toilettenpapier), Stoff- oder Wollreste (Kind damit nicht allein lassen, es könnte sich Wollfäden um den Hals binden und ersticken!), große Knöpfe usw. Auch in der Natur lassen sich jede Menge geeignete

Gegenstände zum Spielen und Basteln finden, z. B. Stöckchen, interessant geformte oder gefärbte Steine, trockene Blätter, Kastanien oder Tannenzapfen.

Spielzeug für kleine Bastler und Baumeister

Oft kann man beobachten, dass Kinder am Erfinden und Erbauen von Häusern oder Höhlen sowie am Anlegen von Burgen oder Pisten im Sandkasten mehr Spaß haben, als nach der Fertigstellung damit zu spielen.

Praktische Spiel-Tipps:

Gönnen Sie Ihrem Kind möglichst oft eine derart kreative Beschäftigung. Stellen Sie ihm einige große, stabile Pappkartons zur Verfügung, die es als Haus, Stall oder Garage benutzen kann, die es bemalen darf und aus denen es (mit Ihrer Hilfe) Fenster und Türen herausschneiden kann. Geben Sie ihm einige Decken und Kissen, damit es unter dem Tisch eine Höhle bauen kann. Stellen Sie ihm eine Auswahl an ausrangierten Kleidungsstücken und Hüten zur Verfügung und genießen Sie, welch entzückende Rollenspiele sich daraus ergeben.

 

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