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Krank im Familienurlaub? Das gehört in jede Reiseapotheke

Krank im Familienurlaub? Das gehört in jede Reiseapotheke

» Kinder-Reiseapotheke

Reisen mit Kindern

Leider werden Kinder manchmal auch im wohlverdienten Familienurlaub krank. In südlichen Urlaubsländern erwischt sie z. B. oft „Montezumas Rache“, der Reisedurchfall. Mit unserer Reiseapotheke sind Sie für alle Fälle gerüstet!

Die Reiseapotheke sollte alles Nötige für die Erstbehandlung Ihres Kindes enthalten. Decken Sie sich rechtzeitig und in ausreichender Menge – ein Drittel mehr als voraussichtlich benötigt – mit Medikamenten ein, die Ihr Kind ständig benötigt. Kontrollieren Sie vor dem Urlaub das Verfallsdatum aller Mittel in Ihrer Reiseapotheke. Reisen Sie in Ihrem Familienurlaub in tropische Gegenden, sollten Sie in Ihrer Reiseapotheke auf Zäpfchen verzichten und z. B. auf Saft ausweichen, da die Zäpfchen bei hoher Umgebungstemperatur bereits in der Verpackung schmelzen. Medikamente müssen vor Sonnenlicht geschützt, trocken und kühl transportiert und gelagert werden. Deshalb gehört Ihrer Reiseapotheke nicht ins Handschuhfach, auf die Rückbank oder obenauf in den Kofferraum des Autos.

Mein Tipp für Ihre Reiseapotheke:

Als einfacher und guter Hitzeschutz für Medikamente hat sich haushaltsübliche Alu-Folie bewährt. In Folie gewickelte Medikamente erhitzen sich selbst in der prallen Sonne nur gering. Ungeschützt können sie sich bis fast auf 70 Grad erwärmen, sie zersetzen sich und wirken dann nicht mehr.

Vergessen Sie nicht, sich rechtzeitig (am besten schon zwei bis drei Monate) vor dem geplanten Familienurlaub bei Ihrem Kinderarzt zu informieren, welche Impfungen Ihr Kind braucht und ob eine Malariaprophylaxe erforderlich ist.

Welche Bestandteile der Reiseapotheke gehören ins Handgepäck?

Während des Fluges können im Gepäckraum Temperaturen unter dem Gefrierpunkt herrschen. Das kann bei Säften, Salben, Cremes oder Tropfen zur Zersetzung führen. Präparate zur Injektion, etwa Insulin, können sogar ihre Wirksamkeit einbüßen. Packen Sie diese Medikamente besser ins Handgepäck. Verstauen Sie Salben und Säfte notfalls in der Mitte eines Koffers, damit sie wenigstens etwas geschützt sind. Auch homöopathische Mittel sollten Sie in die Mitte des „großen Gepäcks“ legen. Dieses wird nicht auf jedem Flughafen durchs Röntgen geschickt. Röntgenstrahlen sind den empfindlichen Homöopathika nicht zuträglich. Unbedingt ins Handgepäck gehört ein für mehrere Tage ausreichender Vorrat an Dauermedikation, damit Sie nicht ohne Arzneimittel dastehen, falls der Koffer verloren geht oder verspätet eintrifft.
Folgendes gehört aus der Reisapotheke mit  ins Handgepäck:

  • alle Medikamente zur Injektion (z. B. Insulin, Wachstumshormon),
  • alle Notfallmedikamente (z. B. Asthmaspray, Notfallset bei Allergie),
  • Nasentropfen für den Druckausgleich vor Start und Landung, falls Ihr Kind verschnupft ist oder ohnehin Probleme mit dem Mittelohr hat (z. B. Paukenerguss).

Sinnvoll ist auch ein Meersalzspray zur Befeuchtung der Nasenschleimhaut, da die Kabinenluft oft sehr trocken ist und allein deshalb bei Flügen vermehrt Erkältungen auftreten.

Reiseapotheke mal anders: Hausmittel gegen Urlaubskrankheiten

Mit Essig, Zwiebel, Gurke, Quark und Rasierschaum in Ihrer Reiseapotheke können Sie eine ganze Reihe von Urlaubswehwehchen behandeln. Rasierschaum haben Sie eventuell ohnehin im Gepäck, alles andere für Ihre Reiseapotheke bekommen Sie im Hotel oder in einem Lebensmittelgeschäft.

Fieber: Zur Fiebersenkung sind Essigstrümpfe (wichtig: nur bei warmen Füßen!) hilfreich: einen Teil Essig auf vier Teile zimmerwarmes Wasser geben, Baumwoll-Kniestrümpfe eintauchen, leicht auswringen und anziehen. Darüber Wollsocken oder ersatzweise ein trockenes Frotteehandtuch. Die Essigstrümpfe können bis zu einer Stunde liegen bleiben.

Geschlossene Verletzungen (Prellung, Verstauchung, Bluterguss):einen Teil Essig mit vier Teilen sehr kaltem Wasser verdünnen, ein Baumwolltuch damit tränken und ausgewunden für etwa eine Stunde auf die verletzte Stelle legen (nicht auf offene Wunden, Tuch bitte feucht halten). Auch hochprozentiger Alkohol, unverdünnt auf einem Tuch als Umschlag, hat eine gut kühlende und abschwellende Wirkung.

Insektenstiche: Halbieren Sie eine kleine Zwiebel. Reiben Sie die Stichstelle damit ein oder legen Sie die Zwiebel mit der Schnittstelle auf den Stich (eventuell mit Pflaster oder Verband befestigen).Alternativ hilft auch ein mit kaltem Essigwasser getränkter Wattebausch oder eine halbierte rohe Kartoffel.

Ohrenschmerzen: Legen Sie ein Zwiebelsäckchen auf: Zwiebel fein hacken, Zwiebelwürfel in ein Taschentuch einschlagen und ca. 30 Minuten lang auf das schmerzende Ohr legen.

Quallen: Ihr Kind muss sofort aus dem Wasser, da Spätreaktionen möglich sind! Waschen Sie die genesselte Stelle vorsichtig mit Meerwasser ab (niemals Süßwasser, niemals rubbeln!). Nehmen Sie Rasierschaum aus Ihrer Reiseapotheke und sprühen Sie auf. Ist der Rasierschaum getrocknet, kann er mitsamt den Nesselkapseln problemlos z. B. mit einer Kreditkarte abgestreift werden. Kühlen Sie die betroffene Stelle anschließend mit Eis.

Seeigel-Stachel: Hollen Sie sich aus Ihrer Reiseapotheke eine Pinzette und entfernen Sie den oder die Stachel mit der Splitterpinzette. Desinfizieren Sie die Stichwunde, z. B. mit Octenisept®. Hat sich eine Entzündung entwickelt oder konnten Sie den Stachel nicht entfernen, gehen Sie bitte zum Arzt. Unterstützend können Sie täglich ein Fußbad aus einem Teil warmem Wasser und einem Teil Essig machen (Dauer: fünf bis zehn Minuten).

Sonnenbrand: Bitte gehen Sie zum Arzt, wenn Ihr Kind Fieber bekommt, und behandeln Sie nur selbst, wenn die Haut nicht offen ist! Legen Sie frische Gurkenscheiben auf oder tragen Sie kühlschrankkalten Quark (nicht bei Milchallergie!) messerrückendick auf. Auch Obstessig (Verdünnung wie für Essigstrümpfe) lindert die Beschwerden.

Unsere große Übersichtstabelle mit Mitteln, die gegen bestimmte Beschwerden vorbeugen sowie einige homöopathische Mittel gegen häufige Urlaubsbeschwerden sehen Sie an dieser Stelle exklusiv als Abonnent von „Gesundheit und Erziehung für mein Kind“.

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Nettes aus Kindermund :)

Sprudel-Pferd: Ich unterhielt mich mit unserer Tochter Lisa (5 Jahre) über Pferdefutter. Sie wollte wissen, was denn die Folge falscher Fütterung wäre. Ich antwortete, dass dann das arme Pferd wohl eine Kolik bekäme, das führe zu großen Schmerzen. Am Abend erzählte Lisa meinem Mann, dass man Pferde immer richtig füttern müsse, denn sonst bekämen sie „Kohlensäure“.