Die nachfolgenden Vorschläge eignen sich für Kinder ab drei bis vier Jahren. Je älter und interessierter Ihr Kind an der Natur ist, umso mehr können Sie das jeweilige Thema vertiefen. Wenn Ihr Kind wissen möchte, welche Blume, welchen Vogel oder welchen Baum es gerade betrachtet, leistet ein Bestimmungsbuch gute Dienste. Bei uns hat sich der „BLV Tier- und Pflanzenführer für unterwegs“ (BLV 2003, 560 Seiten, 12,95 ?) bestens bewährt. Er ist kompakt, in der Tasche gerade noch „tragbar“ und stellt doch rund 900 Tier- und Pflanzenarten in naturgetreuen Farbfotos zum Entdecken vor.
So kann Ihr Kind die Natur mit den Händen richtig fühlen und entdecken
Machen Sie einen Waldspaziergang und regen Sie Ihr Kind dazu an, die Bäume am Wegrand einmal so richtig zu „umarmen“ (Vorsicht: auf herauslaufendes Harz achten!). Ihr Kind entdeckt, dass die Rinde der verschiedenen Baumarten sich ganz unterschiedlich anfühlt. So ist etwa die Buche relativ glatt, während die Rinde verschiedener Nadelbäume rau ist und in Schuppen oder Streifen abblättert, und bei der Birke lässt sich die weiße Rinde gar wie Papier in Streifen abziehen.
Natur entdecken: Seiltrick für Wald und Wiese
Sie brauchen dazu lediglich ein etwa ein Meter langes Stück Schnur oder Seil. Legen Sie das Seil als Kreis auf den Wald- oder Wiesenboden. Was haben Sie eingekreist? Legen Sie sich mit Ihrem Kind auf den Bauch (eventuell eine Decke unterlegen) davor und entdecken Sie – quasi durch die „Seillupe“ – was sich dort am Boden alles tut. Beobachten Sie, welche Insekten dort herumkrabbeln, vielleicht ein schimmernder Käfer, eine kleine Spinne oder gar eine Ameisenkarawane? Welche Pflanzen wachsen dort? Kuschelweiches Moos, Gänseblümchen oder sonnengelber Löwenzahn? Welche Unterschiede lassen sich entdecken, wenn die „Seillupe“ an einer anderen Stelle ausgelegt wird? Gerade im Vorschulalter beobachten Kinder alles um sich herum mit wachen Augen. Pusteblumen ziehen sie geradezu magisch an. Die kleinen „Fallschirme“ des Löwenzahns sind ein toller Trick der Pflanze, um sich – vom Wind getragen – an einer anderen Stelle aussäen zu können.
Mit einer Becherlupe kann Ihr Kind Tiere beobachten
In Kombination mit dem obigen „Seiltrick“ lohnt es sich, die entdeckten Insekten einmal mit einer Becherlupe (erhältlich in Spielwarengeschäften oder im Internet genauer zu betrachten. In diesem Becher mit integrierter Lupe können Nachwuchs-Forscher Käfer, Spinnen, Fliegen oder Würmer durch ein Vergrößerungsglas studieren. Um interessante Insekten aufzuspüren, können Sie außerdem gemeinsam Steine umdrehen, unter altem Holz nachsehen oder trockenes Laub vorsichtig zur Seite schieben. Bugsieren Sie die Funde vorsichtig in die Becherlupe, aus der sie nicht entwischen können. Wenn Ihr Kind sich das Tierchen genau angesehen hat, etwa wie viele Beine es hat, wird es an der Fundstelle wieder in die Freiheit entlassen.








