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Ach du Schreck, ein Zeck!

24.05.09

Gestern habe ich meine Kinder wieder mal dazu „verdonnert“, mit uns ein wenig wandern zu gehen, obwohl sie natürlich viel lieber am Computer gespielt hätten. Martin kann man für solche Unternehmungen relativ leicht begeistern, wenn man ihm in Aussicht stellt, er könne unterwegs Frösche beobachten oder Grashüpfer fangen.

Hanna lässt sich dadurch kaum beeindrucken, aber alleine zuhause bleiben will sie dann auch nicht und kommt – wenn auch anfangs manchmal etwas maulend – doch lieber mit. Auf unserer gestrigen Wanderung zum Stausee durchquerten wir ein großes Feuchtbiotop, sodass Martin voll auf seine Kosten kam: quakende Frösche, viele Grashüpfer (darunter ein nur einen Zentimeter langer „Baby-Grashüpfer“) und sogar eine Ringelnatter hat er entdeckt!

Der angenehm schattige Weg führte eine Weile durch den Wald, wo im Unterholz jede Menge Zecken auf ihr nächstes Opfer lauern. Deswegen hielten wir die Kinder an, unbedingt auf dem Weg zu bleiben. Unsere beiden Hunde mussten natürlich immer wieder die Nase ins hohe Gras und ins Unterholz stecken oder mal das Beinchen heben.

Als wir nach der knapp 3-stündigen Wanderung die Hunde nach Zecken absuchten, konnte sich das „Ergebnis“ sehen lassen: Auf unserer quirligen Jagdhündin fanden Martin und ich über 30 Zecken und auf dem braven, viel ruhigeren Schnuffi immerhin etwa 15 Zecken!

Zuhause angekommen, zogen sich die Kinder gleich aus und stellen sich zum Absuchen in die Dusche. Glücklicherweise wurden wir bei Hanna und Martin nicht fündig. Falls Sie jedoch mal eine Zecke an Ihrem Kind oder sich selbst entdecken sollten, können Sie hier nachlesen, wie Sie sie richtig entfernen und was Sie beim nächsten Spaziergang vorbeugend tun können.

Wenn Sie so wie wir Hunde (oder auch Katzen) haben, müssen Sie außerdem bedenken, dass wandernde Zecken auf dem Tier, die noch nach einer passenden Stelle zum Festsaugen suchen, bei entsprechendem Körperkontakt auch auf den Menschen „umsteigen“ können. Deswegen wäre es gut, wenn Hund oder Katze erst gar nicht so viele Zecken „aufsammeln“ würden.

Leider ist es hier wie so oft: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass!“ funktioniert nicht. Wenn es wirken soll, müssen Sie etwas „Giftiges“ nehmen. Abschreckend auf Zecken (und andere unliebsame Gesellen wie Flöhe) wirken nur Pyrethroide, also Insektizide. Erst vorgestern habe ich mich darüber mit unserer Tierärztin unterhalten. Ich musste mit unserer Katze zur Kontrolle hin und hatte ihr mein Leid geklagt, dass die Wirksamkeit gegen Zecken bei den verschiedenen Mittelchen doch – sagen wir es mal freundlich – recht „mäßig“ ist.

Wenn Sie selbst einen Hund oder eine Katze haben, wissen Sie, dass man Mittel gegen Flöhe und Zecken entweder als Spot-on-Lösung (zum Auftragen auf die Haut im Bereich der Schulterblätter) oder in Form eines Ungeziefer-Halsbandes einsetzen kann. Vor den Halsbändern, die Pyrethroide enthalten (oder andere Insektizide wie etwa Carbamate, wenn es nur um Flöhe geht), möchte ich dringend warnen! Diese Halsbänder geben, solange sie wirksam sind, geringe Mengen des Insektizids in Pulverform an das Fell Ihres Tieres ab. Wenn Ihr Kind das Haustier streichelt, hat es das Insektizid automatisch an den Händen. Und wie realistisch es ist, dass Ihr Kind – wie empfohlen – nach jedem Streicheln sofort die Hände wäscht, wissen Sie ja selbst…

Dann schon lieber ein Spot-on-Präparat, das Sie nach dem Scheiteln des Fells direkt auf die Haut träufeln. Wenn die Applikationsstelle vollständig getrocknet ist (nach etwa 24 Stunden), ist das Mittel in die Haut des Tieres eingezogen und verteilt sich von dort über den ganzen Körper. Ihr Kind kann das Haustier nun wieder gefahrlos streicheln. Es empfiehlt sich, das Spot-on-Präparat abends aufzutragen, sobald Ihr Kind im Bett ist. Dann müssen Sie es nur am kommenden Tag davon abhalten, das Tier zu streicheln oder mit ihm zu kuscheln, denn bis zum nächsten Tag ist die Stelle in aller Regel getrocknet.

 

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