Die geklaute Stunde

29.03.09

Nun ist also Sommerzeit! Ich habe die Zeitumstellung wieder „live“ miterlebt, denn als die Uhr meines PC von 1.59 Uhr direkt auf 3.00 Uhr umgesprungen ist, saß ich gerade daran, diesen Blog zu schreiben. Ich bin nun einmal eine „Nachteule“.

Wenn Sie meinen Newsletter, den Elternbrief, abonniert haben, wissen Sie, wie Sie Ihr Kind möglichst schonend auf die Sommerzeit „umstellen“. Und Sie konnten am Freitag dort lesen, dass nur etwa ein Drittel aller Deutschen die Sommerzeit wirklich für sinnvoll hält. Ob die Zeitumstellung für den Umweltschutz etwas bringt oder wirtschaftlich betrachtet Sinn macht, weiß ich nicht. Aber ich persönlich finde sie gut, weil es abends länger hell ist. Also mehr Zeit für eine abendliche Fahrradtour oder einen schönen Abendspaziergang!

Die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass man sich in der ersten Woche nach der Zeitumstellung morgens immer so unausgeschlafen und unmotiviert aus dem Bett quält, wenn es draußen plötzlich wieder so dunkel ist. Aber das Problem löst sich glücklicherweise von alleine, denn die Sonne geht ja jeden Tag ein wenig früher auf und schon bald ist es morgens wieder aufmunternd hell.

Trotzdem ist das ungewohnt frühe Aufstehen (so leicht lässt sich unsere innere Uhr ja nicht austricksen!) in den ersten Tagen für den Körper Stress pur. Eine schwedische Studie hat z. B. ergeben, dass in den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung 25 Prozent mehr Menschen mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht werden als sonst. Das ist eine beachtliche Steigerung!

Gut, einen Herzinfarkt werden unsere Kinder durch die Sommerzeit sicherlich nicht bekommen. Aber mir tun alle Kindergarten- und Schulkinder Leid, die so hopplahopp ganz fix schon am Montag an die neue Zeit angepasst sein müssen. Das dürfte bei Hanna und Martin diesmal ausnahmsweise ein kleineres Problem als sonst sein, denn die beiden haben gerade eine eitrige Mandelentzündung (natürlich hat sich einer am anderen angesteckt!) und sind freiwillig früh ins Bett gegangen. Was soll man sich bei Temperaturen über 39,0 Grad auch anderes wünschen als einfach nur im Bett zu liegen und zu schlafen…

Wie geht es Ihnen und Ihrem Kind bzw. Ihren Kindern mit der „geklauten Stunde“ durch die Sommerzeit?

 

Die neuesten Kommentare zum Artikel "Die geklaute Stunde":

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sandrasonnenschein schreibt am Freitag, 03.04.09 21:38:

hallo erstmal es ist endlich frühling da ist mir die zeit egal raus an die luft und nur spaß (wenns machbar ist) bei uns ist es nicht allzu schlimm weil wir noch nichtden druck mit kindergarten haben aber das problem bei uns was eigentlich keines ist das mein sohn jetzt zur gewohnten zeit ins bett geht nach der inneren uhr also sprich es ist jetzt nicht acht sondern ja schon neun und morgens dasselbe anstatt acht ist es neun nun es stört mich nicht weiterhin ich krieg nur nicht mehr die runde morgens weil er so lange schläft aber ich will ihn jetzt nicht umstellen weil er bald in den kindergarten geht das wird eh dann ne umstellung also wart ich bis dahin
und viel spaß im früüüüüüüühhhhhhhling

Netchen schreibt am Freitag, 03.04.09 19:53:

Ich habe eine neue Arbeitsstelle und wir müsen 6 Uhr im Kindergarten sein was schon grausam zeitig ist. Durch die gekleute Stunde war alles noch viel früher. Meine Tochter schlug nach mir als ich sie weckte und wollte sich um keinen Preis anziehen lassen. Sie frohr so und tat mir so leid. Aber was sollte ich machen wir mussten los. Ich kam 10 Minuten zu spät auf Arbeit und wurde darauf hingewiesen das ich bitte etwas eher kommen soll.

engerl schreibt am Freitag, 03.04.09 09:59:

guten Tag!

meinem sohn und mir geht es mit der umstellung auch insgesamt nicht gut. ich habe die vergangenen jahre bis ungefähr september gebraucht, meine innere uhr tickt unaufhörlich, aber sicher nicht in der sommerzeit.
so vergaß ich die erste woche glatt, kochen zu gehen an einem tag, ging also zur gewohnten zeit, wo es jetzt zu spät war, um das essen noch zeitgerecht auf den tisch zu bringen.
mein sohn quält sich förmlich aus dem bett, ist unausstehlich granitig und miesmutig, so sollte ich ihn noch früher aufwecken, daß er einen längeren anlauf hat, aber da bekomme ich ihn gar nicht wach.
jetzt war er auch erst kürzlich krank und hatte eitrige nebenhöhlen, und gerade wo die umstellung war, mußte er wieder zur schule gehen. ich hatte ihn zwei tage in der schule, da fingen schon erhebliche probleme an: mit den essenszeiten, der konzentration, unlust, verweigerung, er hat niemals hunger zur zeit, wo wir jetzt essen, mit den hausaufgaben in der schule allgemein probleme, und letztendlich, mußte ich ihn wieder daheim lassen, weil er mir das weiter gar nicht geschafft hätte, denn so erntet er ausser kritik auch nichts in der schule von den lehrern, und ruscht mir womöglich noch in die depression.
so ist er wieder daheim und wir stellen uns langsamer um, schrittweise- und er hat zeit, sich ganz zu erholen, denn natürlich hat er durch diesen streß einen rückfall, da der schnupfen ohnehin nicht ganz weg war.

ich halte die sommerzeit für zeimlich unnötig: seit jahren ist erwiesen und dokumentiert, daß sie eigentlich mehr schadet,als nützt, und die energieersparnis auch schon lange nicht mehr gegeben ist dadurch, seit ungefähr 15!!!Jahren und jährlich bringts noch weniger. die leute bleiben länger auf zu dieser jahreszeit, und brauchen erst wieder licht,w eil es ja jetzt dafür früher am abend gebraucht wird als es gebraucht ewerdenw ürde, stellten wire nciht um. ich glaube, energieersparnis wäre eher gegeben, wenn wir die mitteleuropäische zeit ließen, da es ja morgens schon hell ist und abends auch automatisch länger hell bleibt. die umstellung hat deffinitiv die letzten jährchen nichts gebracht, aber wie bei allem, gibt es keine rekationen drauf von den "höheren" stellen, auch hier behalten wir mittelalterliche methoden bei im neuen jahrtausend, nicht nur im schulsystem und einigen anderen dingen.
l.g. engerl

Nina1963 schreibt am Freitag, 03.04.09 09:42:

Der Blog spricht mir aus der Seele. Ich mag die Zeitunstellung - von jetzt auf nun bricht das Frühlimgs - Gefühl aus, abends ist es hell und wir sind auf dem Spielplatz! Wenn das Wetter auch noch so schön mitspielt wie dieses Jahr, ist es perfekt. Seltsamerweise fällt uns das Aufstehen nicht schwerer als sonst.

 
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