
Eltern sind besser als ihr Ruf!
22.04.09
Die Ärztezeitung titelte vor kurzem „Die Ohrfeige für Paulchen hat ausgedient“. Die Situation in vielen Familien entspreche nicht dem oftmals in düsteren Farben gemalten öffentlichen Bild, sagte Professor Hubertus Brantzen, Vorsitzender des Forums „Familie stark machen“ anlässlich der Präsentation des Generationen-Barometers 2009 – eine repräsentative Befragung von 2.222 Bundesbürgern, die das Allensbach-Institut im Auftrag des Forums erstellt hat.
Natürlich werde in den Familien auch gestritten, so Brantzen. „Aber das bestimmt in der Regel nicht das meist gute Klima.“ Die Familienmitglieder würden viel Zeit miteinander verbringen, schätzten die gemeinsamen Mahlzeiten und tauschten sich aus, listete der Experte Pluspunkte des heutigen Familienlebens auf.
Auch um die Eltern-Kind-Beziehung ist es laut Studie besser gestellt als angenommen. „Kinder erfahren weitaus mehr Zuwendung und Förderung als früher, werden stärker als eigenständige Persönlichkeiten respektiert und haben deutlich größere Freiheitsspielräume als die Generation ihrer Eltern und Großeltern“, erläuterte Allensbach-Geschäftsführerin Professor Renate Köcher. Die Art der Erziehung habe sich ebenfalls geändert. Autoritäre Erziehungsstile und körperliche Strafen machten immer mehr einem Erziehungsstil Platz, der auf Diskussion, Überzeugung und Kompromisssuche ausgerichtet sei. Während jeder zweite 60-Jährige und Ältere noch mit Ohrfeigen bestraft wurde, sei dies bei den Unter-30-Jährigen nur bei 23 Prozent der Fall, führte Köcher aus.
Eltern investieren heute auch sehr viel mehr Zeit in ihre Kinder. Während von den 60-Jährigen und Älteren 38 Prozent finden, ihre Mutter habe genügend Zeit für sie gehabt, ist dies bei 63 Prozent der Unter-30-Jährigen der Fall. Die Befragung zeige denn auch, so Köcher, dass die Zeit, die die Familienmitglieder füreinander haben, „die Qualität des Familienlebens wesentlich beeinflusst“.
Es tut einfach gut zu hören, dass man als Eltern heute doch Vieles richtig macht und sogar besser als früher – ein dickes Ätsch an alle Eltern-Miesmacher!
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habe die seite und den artikel eben durch zufall entdeckt...
und ich muss sagen es tut mir gut das zu lesen...
wir sind eltern die sich laut vieler "nervender" und unverstänlicher mitmenschen(sind nicht alle so aber viele) 3 solche "laute kinder" angeschafft haben.aber es waren alle gewünscht, auch wenn viele es nicht verstehen...noch dazu bin ich eine mama die versucht die kinder richtig ernst zunehmen (es gibt auch grenzen...)weil man will ja vieles anders machen als man selbst erlebt hat...
die tollsten kommentare und blicke haben wir schon bekommen, man kommt sich so doof vor dabei wissen viele nicht was einem entgeht.
es gibt wenige leider, auch in der verwandschaft die es hoch anrechnen was wir täglich leisten. unsre kids sind 9j.,2,5j. und 8monate. ich versuche viel zeit für die kinder zu haben gerade auch das jedes kind seine zeit so braucht wie es im moment gerade nötig ist und wenn es nur ein lied singen oder buch anschauen ist und für die große ist es wichtig zuzuhören oder für die hausaufg.dazusein,... und trotzdem frage ich mich oft ist es genug so; gerade weil die große auch in einer schwierigen zeit ist...
ich wachse auch oft an meine grenzen aber es gibt viele kleine dinge mit den kindern die mir kraft geben wieder weiter zu machen und insgesamt sind die drei ein so gutes team und wir fünf so stark wenn es drauf an kommt und da sind dann die blicke von den leuten von wegen 3 kinder nichts... weil das ist mein stolz meine familie...
Das ist doch mal wieder ein Lob für alle Eltern die sich jeden Tag einer neuen herausforderung stellen, die sich immer gedanken machen ob sie alles richtig machen.
Danke an all die tollen Eltern die es da draußen gibt.