
Elternzeit für Papa!
03.11.11
Liebe Väter,
käme eine Elternzeit für Euch in Frage? Einen bzw. zwei Monate lang Zuhause sein und auf das Kind aufpassen?
Ich denke, einige Männer würden es machen, einige der Frau zuliebe, einige wegen dem Einkommen aus des Beruf des Vaters nicht und einige können sich mit dem Gedanken daran überhaupt nicht anfreunden.
Es gibt aber bei Beantragung schon Dinge zu beachten:
zum Beispiel muss die Elternzeit mindestens 7 Wochen vor dem Start eingereicht werden. Der Arbeitgeber muss sich ja drauf einrichten, dass ein Mitarbeiter "ausfällt". Generell MUSS ein Arbeitgeber diese Elternzeit genehmigen UND auch Väter beziehen mit Einreichen der gewünschten Elternzeit "KÜNDIGUNGSSCHUTZ".
ABER dennoch kann ein Arbeitgeber aus speziellen Gründen einen solchen Antrag ablehnen: Bei Saisonarbeitern, welche beispielsweise im Sommer Hochkonjunktur haben, kann der Arbeitgeber ablehnen, da er jede Hilfe in dieser Zeit benötig. Ganz speziell ist es auch bei Firmen, die weniger als 10 Mitarbeitern haben.
Aus unserem Freundeskreis haben drei Väter diese Elternzeit in Anspruch genommen und waren teilweise sehr begeistert und hatten unglaublich viel neu dazu gewonnen Freude mit dem Kind, welche sie so den ganzen Tag über nie hatten. Aber sie haben gemerkt, dass der 24-Stunden-Job "MAMA" ganz schön an die Substanz gehen kann.
Celinas Papi hatte sich auch tierisch auf eine Vaterschaftszeit mit uns gefreut. Da ich nicht Allein erziehend bin und somit nur Anspruch auf 12 Monate Mama-Elternzeit habe, hat der zweite Erziehungsberechtigte die Möglichkeit ebenfalls zwei weitere Monate Elternzeit zu nehmen. Vaterschaftszeit kann daher wahlweise zwischen dem 1. und 14. Monat genommen werden. Mein Mann wollte den 13. und 14. Monat Vaterschaftszeit machen. Er hat den Antrag aber leider keine vollen 7 Wochen im Voraus angemeldet. Sein Arbeitgeber hat lange überlegt und hier war es dann tatsächlich die Auftragslage, warum der Arbeitgeber den Antrag abgelehnt hat. Denn auch durch die nicht ganz eingehaltene Frist konnte sein Chef keinen Ersatz für die zwei Monate finden.
Schade für uns alle!!
So und jetzt hätte ich gerne gewusst wie es bei Euch ist/war. Welche Erfahrungen habt Ihr Väter in der Elterzeit gesammelt? War die Mama in der Zeit auch zuhause oder ist sie dafür Arbeiten gegangen? Oder konntet Ihr Euch gar nicht vorstellen eine solche Erziehungsauszeit zu nehmen?
Eure Meinungen interessieren mich wie immer sehr.
Liebe Grüße sendet Euch
Kathrin mit Celina
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Puh ... schwieriges Thema. Da wollen die Männer in Elternzeit gehen und dann sieht die Realität eben doch ganz anders aus, als der schöne "Regelfall" ... ist man nämlich selbstständig, dann geht der Spaß los ... neben BWA und div. Steuererklärungen muss man nämlich auch belegen, dass man keine Einnahmen hat! Und das ist der Witz pur, da man ja meist erst nach erbrachter Leistung bezahlt wird und nicht zuvor, wie bei der Festanstellung. Macht bitte mal einer Sachbearbeiterin klar, dass die Einnahmen auf dem Geschäftskonto, ja erst einmal gar nicht wirklich "dir" gehören, sondern der Firma, auch wenn bei einer Einzelfirma meist der Kontoinhaber = Antragsteller ist. Dann muss man mühsam nachweisen, dass in der Elternzeit derjenige, der einen vertritt, natürlich auch "Umsatz" macht, ansonsten könnte man die Firma ja auch gleich dichtmachen. Als ob der Herr Karstadt aufhörte, Einnahmen zu machen, nur weil Frau Müller in Elternzeit ist ... Mann, das ist wirklich ein Spießrutenlauf gewesen und den Ärger hätten wir uns im Nachhinein betrachtet, lieber gespart. Gleichberechtigung Hurra! Aber nur in der Theorie!
unbre11a