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Geständnisse eines Faschingsmuffels

22.02.09

Der Fasching ist dieses Jahr für mich schon abgehakt – bin ich froh! Natürlich bin ich nicht ganz drum herum gekommen, schließlich habe ich ja Kinder, die sich verkleiden wollen. Aber das ist jetzt erledigt und wir können zum gemütlichen Teil des Faschings übergehen, den Faschingsferien.

Ich gebe es offen zu: Ich habe mich als Kind zwar gerne verkleidet (und das nicht nur zu Fasching), aber ansonsten hat mich der Fasching überhaupt nicht vom Hocker gerissen. Den Kinderfaschingsumzug fand ich eher öde und bei den wenigen Faschingsfesten, bei denen ich als Kind war, wusste ich eigentlich überhaupt nicht, was ich da soll. Ich kannte keinen, richtig tanzen konnte ich auch noch nicht, die vielen umtreibenden Kinder waren mir zu laut und die ewig herumballernden Jungs waren mir zu doof. Und einen Krapfen konnte ich auch zu Hause essen, dafür muss man nicht auf den Kinderfasching gehen. Sie sehen schon: Ich bin ein geborener Faschingsmuffel!

Als Jugendliche gab es dann allerdings einige Jahre, in denen ich keine Tanzveranstaltung ausgelassen habe und dafür auch in Kauf nahm, dass man sich maskieren muss. Inzwischen verbinde ich mit dem Thema Verkleidung aber nur noch die Frage: „Und, als was willst du dieses Jahr im Fasching gehen?“, die ich spätestens Mitte Januar meinen Kindern stelle. Auch wenn dann „faschingsmäßig“ noch gar nichts los ist, habe ich gelernt, dass länger warten unklug ist. Anfang Februar ist nämlich das Kostüm, das sich meine Kinder wünschen, in der Regel ausverkauft oder nur noch in der falschen Größe zu bekommen. Und da ich mit Nadel und Faden keinen Blumentopf gewinne, fällt das Selberschneidern von Kostümen auch flach.

Hanna hat es mir heuer ganz leicht gemacht. Sie ging, wie schon letztes Jahr, wieder als Indianerin und das Kostüm hat noch gepasst. So ein Glück! Und auch das Schminken hat mich nicht überfordert: Ein paar grafische Muster in Rot, Gelb und Grün (passend zum Aufdruck auf dem Indianerkleid) auf die Wangen waren schnell gezaubert.

Auch Martins Verkleidung war dieses Jahr ein Traum für Mutter Faschingsmuffel: Er ging als Ninja-Kämpfer. Das Kostüm war denkbar einfach: schwarze Hose, schwarzes Oberteil und eine schwarze Gesichtsmaske, die nur die Augen freilässt. Da konnte ich mir sogar das Schminken sparen! Natürlich hatte er auch ein Ninja-Schwert und damit man ihn überhaupt als Ninja erkannte, kaufte ich ihm noch ein gelbes Stirnband mit dem Aufdruck „Ninja“. Es hätte auch ein viel aufwändigeres Ninja-Kostüm gegeben mit einem schicken farbigen Umhang, aber das wollte er leider nicht. Mir hätte es besser gefallen, aber ihm war es wohl nicht „cool“ genug…

Die Verkleidung war nur zweimal kurz im Einsatz: Einmal zur Faschingsfeier des Schulchors am Donnerstag (Dauer eineinhalb Stunden) und einmal am Freitag die letzen drei Schulstunden vor den Faschingsferien. Und das war´s auch schon! Kurz und schmerzlos und jetzt haben wir eine Woche lang Ferien – aahh, herrlich!

 

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