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Kind zu Hause bekommen? Was haltet Ihr von einer Hausgeburt?

von: Kathrin Hochmuth

23.06.11

Eine Hausgeburt hat sicherlich etwas Gutes. Man ist in seiner gewohnten Umgebung und fühlt sich hier am wohlsten. Aber wenn Komplikationen auftreten, etwas Unerwartetes passiert, wo ist dann der Arzt?? Es folgen einige Pros und Contras...

Liebe Eltern,
es gibt verschiedene Meinungen zu Hausgeburten, Geburtshäusern und Krankenhäusern.
Heute möchte ich Euch einige Gründe für und gegen eine Hausgeburt aufzeigen:


PRO
- Man ist in seiner gewohnten Umgebung. Fühlt sich wohl, weil man zuhause ist und hat alles was man braucht.
- Es gibt spezielle Gebärbecken für zuhause, welche die Geburt nochmals erleichtern sollen (Contra: man zahlt von Krankenkasse zu Krankenkasse teilweise einen 5-stelligen Betrag dafür)
- In den Fällen der Hausgeburt ist die Hebamme nicht nur Hebamme sondern Vertraute und Freundin. Du bist gut aufgehoben, fühlst Dich bei ihr wohl und weißt, Deine Hebamme macht einen guten Job.
- Eine Hebamme hat immer Sauerstoff, blutstillende Spritzen, Nähzeug, uvm. für eine Hausgeburt dabei
- Egal ob du privat oder gesetzlich versichert bist, um Dich wird sich immer liebevoll gekümmert.
- Du hast Deinen Mann an Deiner Seite. Vielleicht ist Deine Mutter oder eine Freundin noch da, welche Dein Baby gemeinsam mit der Hebamme waschen können.


CONTRA
- Eine Geburt ist kein Schminkkurs. Wir Frauen verlieren viel Flüssigkeit, Blut und die Nachgeburt will auch noch raus. Es ist zum größten Teil eine unsaubere Angelegenheit. Nicht immer klappt es, sein Kind in einer Badewanne zu bekommen!
- Eine hellhörige Wohnung. Nachbarn und die daneben sollten das nicht mitbekommen. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich so bestialisch schreien kann.
- Wenn man nur einen kleinen Zweifel bei einer Hausgeburt hat, sollte man sich lieber in ein Geburtshaus oder eine Klinik begeben. Niemand sollte sein Kind unter Angstzuständen (natürlich haben wir alle eine riesige Angst, aber ich spreche von der Angst, keinen Arzt sofort zur Stelle zu haben, wenn etwas nicht so verläuft, wie es im besten Falle sein sollte) zur Welt bekommen.
- Leider ist der "Notkaiserschnitt" keine Seltenheit. Bis man diesen dann bekommt, kann viel Zeit ins Land verstreichen


RESÜMEE
- Hausgeburten sind definitiv besser als ihr Ruf.
- In anderen Ländern, wie z. B. in Österreich ist die Hausgeburt ein normales Ereignis.
- Die Schwangerschaft sollte problemlos verlaufen, dann steht einer Hausgeburt eigentlich nichts im Weg.
- Bedenke vorweg, nicht jede Hebamme macht auch Hausgeburten.
- Ein Krankenhaus sollte nicht weit weg sein.
- Wenn sich das Paar gemeinsam zutraut und eine erfahrene Hebamme dabei ist, spricht nichts dagegen.
- Man sollte sich zu 100% bewusst sein, was es heißt eine Hausgeburt zu wollen. 


EURE MEINUNG
Habt Ihr Erfahrungen zu Hausgeburten gemacht? Oder habt Ihr Angst davor, es könnte etwas Unerwartetes passieren und kein Arzt ist zur Stelle?
Wer hat eine Hausgeburt hinter sich?
Ich freue mich über Eure Erfahrungen...

Liebe Grüße sendet

Kathrin mit Celina

 

 

Die neuesten Kommentare zum Artikel "Kind zu Hause bekommen? Was haltet Ihr von einer Hausgeburt?":

Anzeige: 1 - 2 von 2.
Kimvin schreibt am Samstag, 25.06.11 20:29:

Ich habe überlegt, ob ich mein zweites Kind zu Hause oder wo anders entbinden möchte. Ich traue es mir aber nicht zu. Ich habe eine Krankheit, die unter Einwirkung von Stress wieder in Erscheinung tritt und bei meinem Großen habe ich unter der GEburt Fieber bekommen, war super sensibel auf alle Art von Schmerzen und habe es definitiv nicht mehr ohne PDA geschafft. Als Alternative habe ich mir eine Beleghebamme gesucht, die ich nun schon kennen lerne, mit ihr alles bespreche und der ich mein und das Leben meines Babys anvertrauen kann, so dass ich mich nicht auf irgendwelche Unbekannten im KH einstellen muss. Außerdem wäre ich zu Hause in einem Mehrfamilienhaus nicht so frei, einfach meine Gefühle während der Wehen herauszuschreien. Aber ich habe Respekt vor Hausgeburtsmamas und finde es eigentlich ein bisschen schade, dass ich selbst meine, dass ich es nicht schaffen würde. Aber vielleicht dann beim dritten Kind :-)

steka schreibt am Donnerstag, 23.06.11 14:46:

also für mich ist nie etwas anderes in frage gekommen- als wie eine hausgeburt!
selbst nach fast 16 stunden wehen....


und,es stimmt nich das in österreic viele hb durchgeführt werden, bzw es in ö "normal" ist-
auch hier heißt es (nicht nur von verwanten und bekannten,auch vom fa und lkh), das es nicht "gescheit" ist....

ich denkr,man muss vertrauen haben,
in sich -als frau, die zum gebären gemacht ist.
in den körper-der weiß was er tut.
in das kind- dass auf die welt will.
in den mann- der sein bestes gibt.
in die hebamme- die da ist


lg

 
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