
Kinder suchen ihre Grenzen. Ein Signalwort hilft dabei!
06.07.11
Liebe Eltern,
jedes Kind ertastet sich seine eigenen Grenzen. Wie weit kann es gehen, was kann es alles machen!
Um dem Kind unmissverständlich klar zu machen, dass es dabei ist, den Bogen zu überspannen, gibt es Signalwörter.
Stellt Euch eine Ampel vor:
GRÜN - ORANGE - ROT oder einfach nur 1 - 2 - 3!!
Bei ROT bzw. bei 3 die Grenze ist erreicht!
Erfahrungsgemäß kann das Zählen bis 3 irgendwann seine Wirkung verlieren. Kinder fangen an, weiter zu zählen und es nicht mehr ernst zu nehmen. Dann überlegt Euch anderes, Signalwörter können alles sein: "Opel", "Audi", "Porsche" oder "Maus", "Löwe", "Elefant" oder bei älteren Kindern "mit dem Finger schnipsen", "in die Hand klatschen", "Mit dem Fuß auf den Boden stampfen"... Es kann so viele Möglichkeiten geben, einem Kind KLAR UND DEUTLICH bewusst zu machen, Deine Grenze ist (gleich) erreicht.
Das WICHTIGSTE dabei ist natürlich, dass Eure Kinder diese Bedeutungen auch wissen. Bringt es ihnen bei und weicht nicht von diesen Worten ab!
Einzelne Worte gehen dabei natürlich auch: "Gleich platzt der Mond!" (bei Kleineren), "Fräulein (Nachname)", "Freundchen", "STOPP!".
Fräulein Hochmuth hat übrigens meine Mama mich immer genannt, wenn ich etwas aufgefressen hatte!
Natürlich folgt dem Ganzen auch eine "Strafe". Die Kinder sollten VORHER schon wissen, wenn die Grenze erreicht ist (sprich: ROT oder 3) was dann ist!! Sie sollten wissen (ohne Worte, nur durch die Signalworte) dass ab sofort z. B. Nintendo-Verbot herrscht, dass es heute keinen Nachtisch gibt, dass heute keine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen wird! Trichtert man das den Kinder frühzeitig ein, lassen sie es gar nicht soweit kommen und wissen: "Oh oh, wenn ich jetzt weiter mache, dann darf ich nicht..... !" und hören auf. Es wird respektiert und man kann ohne Geschrei, ohne Schläge, ohne großes Trara die Sache beenden.
Ein Signalwort kann auch nur die Frage sein: "Willst Du eine Strafe?" (das Kind weiß natürlich, welche Strafe gemeint ist).
Signalwörter sind - finde ich - ein wichtiger Bestandteil bei der Erziehung und um den Kindern von vornherein seine Grenzen klar darzustellen. Es liegt im Sinne des Kindes und der Mutter. Es ist doch für eine Mutter und auch für ein Kind kein schönes Gefühl, wenn man vor allen Leuten sein Kind anschreit, oder einfach laut werden muss, damit das Kind hört. Kinder fangen dann erst recht an bockig zu werden und sich stur zu stellen.
Ob man es dann unterwegs noch ausdiskutiert oder Zuhause, bleibt jedem selbst überlassen!
Probiert es mal aus...
Liebe Grüße sendet Euch
Kathrin mit Celina
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