"Lazarett Schmelz"

01.02.09

Martin und Hanna tun derzeit das, was auch viele andere Kinder tun: Sie husten und schniefen. Momentan sind allerorten die Kinderärzte völlig überlaufen, weil die kleinen Patienten entweder „nur“ erkältet sind oder aber sogar die Grippe (Influenza) haben. Ist ja irgendwie beruhigend, dass meine Kinder da nicht aus dem Rahmen fallen…

Hanna fing schon am Donnerstagnachmittag an zu klagen, ihr wäre nicht gut. Da sie aber zum Abendessen vier Pfannenkuchen mit Erdbeermarmelade verdrückte, ohne dass etwas wieder „retour“ gekommen wäre, nahm ich das gar nicht so ernst. Am Freitagmorgen klagte sie wieder über Übelkeit, aß aber trotzdem eine Portion Frühstücksflocken mit Milch. Gut, dass ich sie sicherheitshalber von der Schule zu Hause gelassen hatte, denn diesmal musste sie tatsächlich erbrechen. Nachmittags merkte man dann schon, dass noch mehr im Busch war. Sie begann zu niesen und trocken zu husten. Das Fieberthermometer zeigte auch erhöhte Temperatur.

Also gab es Husten- und Bronchialtee (eine fertige Mischung im Teebeutel von Sidroga) für Hanna, gesüßt mit Fenchelhonig. Das linderte die Beschwerden ein wenig. Dass heiße Getränke bei Erkältungen wirklich mehr nützen als kalte, hat erst vor kurzem eine Studie belegt (ich stelle sie Ihnen im Elternbrief am kommenden Dienstag vor).

Samstags hatte Hanna dann schon über 38 Grad Fieber, aber da sie Fieber relativ gut wegsteckt, senke ich die Temperatur frühestens ab 39 Grad. Schließlich erhöht der Körper seine Temperatur bei Infekten ja nicht aus Spaß, sondern um der Körperabwehr mehr Schlagkraft zu verleihen. Außerdem bleiben fiebernde Kinder wirklich brav im Bett, während man nach einem Fiebersaft oder -zäpfchen oft das Problem hat, dem Kind, das sich dank der Fiebersenkung nun plötzlich wieder ziemlich „gesund“ fühlt, das Bett oder Sofa schmackhaft zu machen.

Am Samstagnachmittag fing dann auch Martin an zu niesen. Ihn erwischt es in aller Regel später und meist weniger schlimm als Hanna. Ist auch ganz logisch, denn Hanna hat durch ihr früheres Infekt- und Belastungsasthma einen kleine Schwachstelle hinsichtlich der Atemwege. Wussten Sie, dass sich Erkältungsviren auf der entzündlich vorgeschädigten Schleimhaut eines Asthmatikers fünfmal so stark vermehren können wie in den Atemwegen eines ansonsten Gesunden? Kein Wunder, dass es die Asthmakinder bei jedem Infekt im Kindergarten oder in der Schule besonders schlimm erwischt!

Und heute Abend musste ich sogar ein wenig „zaubern“. Kaum legte Hanna sich abends ins Bett, schüttelte sie der trockene Reizhusten so durch, dass sie sich gleich wieder aufsetzte und klagte: „Mama, ich kann mich nicht hinlegen. Da muss ich sofort husten. Wie soll ich denn dann schlafen?“ Da holte ich schnell meine Globuli Drosera D6 heraus und gab ihr fünf Stück. Innerhalb drei Minuten war der Husten weg, sie konnte sich hinlegen und schlief in kurzer Zeit ein. In solchen Momenten bin ich heilfroh, dass es die Homöopathie gibt!

 

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