"Legomathik"
20.11.09
Martin und Hanna lernen in der Schule gerade die (vereinfachte) Berechnung von dreidimensionalen Objekten wie Würfeln oder Quadern. Um das Prinzip „Länge mal Breite mal Höhe“ zu verdeutlichen, werden die Objekte im Schulbuch einfach mit lauter gleichgroßen Würfeln gefüllt. So kann man fürs Erste abzählen, dass ein Quader beispielsweise aus vier Würfeln in der Länge und drei Würfeln in der Breite besteht und das dann in zwei oder drei Schichten.
Nun sollten sie für die Hausaufgabe ausrechnen, wie ein aufgezeichneter Quader mit insgesamt 30 Würfeln zusammengesetzt ist. Da in der Unterrichtsstunde der Klassenbeste in Mathe ein „5 mal 6“ von sich gegeben hatte, war das für meine Kinder die richtige Lösung. Okay, 5 x 6 = 30, aber das ist kein dreidimensionales Objekt. Ich versuchte es meinen Kindern damit zu erklären, dass sie mit 30 Würfeln eine „Mauer“ bauen können, die 5 Würfel lang und 6 Würfel hoch ist, dass das aber nicht den gezeichneten Quader ergibt.
Doch Martin verbiss sich derart vehement in seine vorgefasste Meinung und ließ sich davon auch nicht abbringen, dass ich unbedingt ein Anschauungsobjekt brauchte. Zum Glück fielen mir die Legosteine ein. Also flugs die Kiste aus dem Keller geholt und losgebaut. Tatsächlich, 5 kleine quadratische Legosteine in einer Reihe nebeneinander und das jeweils 6 Legosteine hoch ergibt nur eine Mauer, aber keinen Quader. So konnte Martin das auch einsehen!
Doch wie wird nun einen Quader draus? Ich ließ ihn herumprobieren, bis er auf die Idee kam, die Mauer nur halb so hoch zu machen (5 x 3 Steine), und mit den übrigen Steine die „Mauer“ doppelt so dick zu machen (5 x 3 x 2 Steine) – und schon hatten wir den Quader aus 30 Würfeln gefunden. Mathe-Hausaufgabe dank Lego gelöst – also „Legomathik“!
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Hallo Frau Dr. Schmelz,
die Idee ist ja genial. Meine Kleine ist zwar erst zwei, aber eins weiß ich die Legosteine werden wir nicht assortieren.
Lieben Gruß
Antje & jasmina