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Mütter dürften eigentlich gar nicht krank werden

26.04.09

Ist das bei Ihnen auch so, dass Sie zwar bei Erkrankungen von Mann oder Kindern alles Menschenmögliche tun, damit die Lieben schnell wieder gesund werden, Zipperlein bei sich selbst aber nicht so ernst nehmen?

Ist von alleine gekommen, wird auch von alleine wieder weggehen – das ist meine Devise bei nicht allzu ernsthaften Krankheiten. Deswegen habe ich die Halsschmerzen, die ich seit ein paar Tagen schon hatte, gar nicht so ernst genommen. Gut, ich habe ein homöopathisches Mittel mit Echinacea zur Abwehrsteigerung eingenommen, aber das war´s dann auch schon. Meinen Kindern oder meinem Mann hätte ich sicherlich noch einen Heilpflanzentee gekocht (mit Holunder und Süßholzwurzel beispielsweise) oder vielleicht auch einen Halswickel gemacht. Aber so lange ich den Kopf nicht unter dem Arm trage, gibt es bei mir „busyness as usual“.

Tja, und das hat sich diesmal gerächt. Am Samstag lag ich dann mit dickem Hals, Schluckbeschwerden, geschwollenen Lymphknoten und Fieber im Bett. Und sobald Mutter ausfällt, fällt erst mal auf, was sie sonst so „nebenbei“ alles erledigt… Dabei ist das bei uns mit Hanna und Martin gar nicht mehr so wild, denn die beiden sind ja schon ziemlich selbständig.

Aber wenn Sie ein Baby oder ein Kleinkind (oder gleich mehrere!) haben, dann wird es richtig eng. Als stillende Mutter müssen Sie ran, egal wie es Ihnen geht, ob Brechdurchfall oder hohes Fieber. Oder wenn Sie ein Kleinkind haben, das alle naslang irgendwo hinflitzt, wo es möglichst nicht hin sollte (und die Kleinen haben ja einen untrüglichen Instinkt dafür, wann Mama grade nicht kann – denken Sie nur daran, was Kleinkinder so alles anstellen, wenn Mama telefoniert, das Baby wickelt oder stillt!). So ein kleiner Wirbelwind zwischen ein und zwei Jahren lässt sich schlecht den ganzen Tag vom Bett aus beaufsichtigen und beschäftigen. Wohl dem, der dann eine Oma hat, die kurzfristig einspringen kann!

Aber am besten wäre es, wenn Mütter in den ersten paar Lebensjahren ihrer Kinder überhaupt nicht krank würden! Das ist jedoch nur ein schöner Wunschtraum, denn sobald Ihr Kind bzw. eines Ihrer Kinder in die Krippe oder der Kindergarten geht, bekommen Sie diverse Infekte gleich „frei Haus“ geliefert. Und so mancher davon bleibt auch an Mama (oder Papa) hängen…

 

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Die neuesten Kommentare zum Artikel "Mütter dürften eigentlich gar nicht krank werden":

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Engelbiest schreibt am Freitag, 08.05.09 10:21:

Oh ja, welche Mutter kennt das Problem nicht? Und die Männer? Ist denen eigentlich klar,was es für uns heißt "krank" zu sein? Meinem wohl nicht, nie werde ich den Gesichtsausdruck vergessen, als er morgens zur Arbeit musste und ich während des Wickelns heulend vor Magenkrämpfen zusammensackte. Arbeitgeber anrufen und um einen freien Vormittag bitten? - Fehlanzeige! Bloß schnell weg, nicht dass er sich auch noch ansteckt. Mein Nachbar sagte kürzlich zu seiner Frau: Na du musst dann ja nicht putzen, wenn du krank bist... Mir platzt ja jetzt noch der Kragen wenn ich daran denke! Zum Glück haben wir uns, aber jede hat natürlich selbst ihre Kinder und kann nur bedingt was abnehmen, aber zumindest mit Tee und Powerdrinks konnte ich letztens schon gut helfen.

monamom schreibt am Montag, 04.05.09 06:34:

Wie Recht Sie doch haben, liebe Frau Dr. Schmelz! Ich habe momentan zwei Kleinkinder im Alter von 2 und 4 Jahren, die vormittags in zwei separate Kindergärten gehen. Der letzte Winter war der reinste Horror für uns. Eine richtig schwere Erkältung kannte ich eigentlich gar nicht mehr, aber im letzten Winter ist meine Bilanz: 5 Erkältungen, 1 Grippe, 1 Magen-Darm-Infekt und 1 Bindehautentzündung, und dies hatte allein ich als Mutter. Die Kinder hatten fast ständig laufende Nasen, der Magen-Darm-Infekt ging reihum, ich war etwa 10 Tage nur mit Erbrochenem beschäftigt, vom Durchfall ganz zu schweigen. Auch die Bindehautentzündung ging reihum. Nur als ich Grippe hat mit Fieber usw. kam meine Mutter als letzte Rettung zu uns, sonst kam sie eher ungern, denn sie steckte sich prompt auch immer an und nahm einen Infekt mit nach Hause. Wir haben ein harmonisches Familienleben, ich achte auf gesundes Essen, unsere Töchter entwickeln sich sehr gut und sind normalerweise nicht krank, aber dieser letzte Winter hat mich fertig gemacht. Ich habe von anderen Müttern schon ähnliches gehört und wünsche mir einfach nur ein Mittel, um das zu stoppen. Und ich hoffe, dass der nächste Winter nbesser wird!

 
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