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Präimplantationsdiagnostik erlauben oder nicht?

von: Kathrin Hochmuth

14.07.11

Noch nie hatte ich so ein schwieriges Thema! Mit Kopfzerbrechen, aber auch einer gewissen Art von Verständnis, habe ich mich der PID angenommen...

 

... was gibt es Schöneres, als einem kleinen Kind das Leben zu schenken und es nach der Geburt fest an seine Brust zu drücken?

Wie fange ich am besten an? Ein Thema, welches sowohl Gänsehaut, als auch Freude hervorrufen kann!! Man bezeichnet die Präimplantationsdiagnostik (kurz PID) auch als zellbiologische und molekulargenetische Untersuchungen.

Mein heutiges Thema ist ein unheimlich schwieriges und zwiespältiges Thema. Ich versuche Euch heute trotzdem meine Meinung und Gedankengänge zu erklären. Ich fange mit den PROs an:

- Mütter, die bereits ein behindertes Kind zur Welt gebracht haben, können über die PID testen lassen, ob der durch in-vitro erzeugte Embryo ebenfalls behindert geboren werden würde. Für diese Familien fände ich es eine durchaus zukunftsweisende und vorbeugende Entscheidungsphase, ob man sich den Embryo in die Gebärmutter einpflanzen lässt oder nicht.

- Paare, die selbst an genetischen Erbkrankheiten leiden und diese zu einer überaus hohen Wahrscheinlichkeit auf das eigene Kind übertragen könnten, könnten teste lassen, ob sie ein gesundes Baby bekommen würden.


Mein CONTRA:
- Familien, die sich ein Kind von Herzen wünschen (unabhängig davon, ob sie nun schon 3 Fehlgeburten hatten oder es zum ersten Mal versuchen), sollten Ihr Baby so nehmen und lieben, wie es ist. Man kann auch ein behindertes Kind so lieben, wie ein gesundes.

- Jeder hat das Recht zu leben!!! So auch Babys, welche mit Behinderungen zur Welt kommen. Einen Embryo, bei welchem man eine Behinderung durch die PID festgestellt hat, nicht einzupflangen, IST TÖTUNG!!!!!

- Sogenannte "Retterbabys" werden mit der PID "gezüchtet". Dieses Retterbaby soll z. B. als Organspender für ein erkranktes Geschwisterkind dienen! Ich bekomme hierbei jedes Mal GÄNSEHAUT, denn es kann doch nicht sein, dass man ein Leben ZÜCHTET um es dann "bewusst" wieder umzubringen?

- Wenn von Generation zu Generation eine Behinderung (jeglicher Art) vererbt wurde, kann man auch sein Erbgut untersuchen lassen und muss nicht extra ein Lebewesen züchten, untersuchen und gegebenenfalls wieder töten.

Fakt ist, bei jeder Geschichte gibt es ein KLITZEKLEINES Teilchen, was für ein PRO oder ein CONTRA ausschlaggebend sein kann. In Extremfällen stimmt man vielleicht der PID zu, obwohl man sich sonst nie dafür entschieden hätte.

ABER, das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Seine eigenen Eltern kann man sich so wenig aussuchen, wie seine eigenen Kinder!!!
Wie denkt Ihr über dieses heikle Thema? Präimplantationsdiagnostik ERLAUBEN oder NICHT ERLAUBEN???

Lasst es mich wissen.

Liebe Grüße und alles Gute an Euch und Eure Familien

sendet

Kathrin mit Celina

 

 

 

 

 

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