
Rodelspaß
10.01.10
Pustekuchen – bis auf überfrierenden Nieselregen, der meinen letzten Hundespaziergang in der Nacht von Freitag auf Samstag zu einer eisigen Rutschpartie werden ließ, und ein paar ganz dezente Schneeflöckchen (nicht mal in Zentimetern zu messen!) tat sich nichts. Dabei hatten sich meine Kinder schon so auf Buddeln im Schnee gefreut gehabt! Und am Wochenende hätten sie dazu auch prima Zeit gehabt.
Aber zum nächsten Berg ist es von uns aus ja nicht weit und so packte mein Mann die Kinder und zwei Schlitten ins Auto und fuhr ein Stück den Teisenberg hinauf. Obwohl die Sonne sich leider das ganze Wochenende nicht blicken ließ, war dort oben das reinste Winterwunderland. Dank Wind und leichtem Nebel fror die Feuchtigkeit an Ästen und Zweigen fest und bildete lange, fast waagerechte „Eisbärte“. Das ließ die Kinder aber ziemlich kalt, denn sie konnten sich nur für den Schnee begeistern, der dort oben in einer dicken Schicht lag. Endlich richtig rodeln können!
Nach gut einer Stunde hinaufstapfen und wieder runtersausen war vor allem Hanna, die bei stärkerer körperlicher Belastung in der Winterkälte doch noch ihr Belastungsasthma spürt, ziemlich erledigt. Aber nach einer warmen Suppe zuhause und ein wenig Ausruhen zugedeckt auf dem Sofa war auch für sie die Welt wieder in Ordnung.
Ich bin ja jedes Mal froh, wenn alle wieder wohlbehalten daheim ankommen. Nicht dass Sie denken, ich wäre eine überbesorgte Glucke, aber manchmal habe ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil meine Kinder zum Schlittenfahren keinen Helm tragen. Das wird von Sicherheitsexperten aber eindeutig empfohlen. Denn so ein Schlitten kann auf hartem Schnee oder eisigen Stellen 50 bis 60 km/h schnell werden.
Ich will Ihnen die 10 Sicherheitstipps, die der Elternratgeber „das sichere Kind“ zum Rodeln gibt, nicht vorenthalten:
- Kinder sollten nur in einem Gelände rodeln, das nicht zu steil ist und einen großzügigen Auslauf hat.
- Im gesamten Rodelgebiet dürfen sich keine Hindernisse wie Bäume oder Steine befinden.
- Lassen Sie Ihre Kinder nie in der Nähe von Straßen und Wegen rodeln.
- Stark vereiste Rodelbahnen sind zum Rodeln nicht geeignet.
- Nicht in Bauchlage rodeln – das Risiko einer Kopfverletzung ist dabei sehr groß. Und: Nur aufrecht sitzend kann ein Rodler gut bremsen.
- Am besten ist es, wenn Ihr Kind auch beim Rodeln einen Skihelm trägt.
- Kinder sollten wissen, dass sie nach der Abfahrt die Rodelbahn zügig und in Fahrtrichtung verlassen müssen.
- Wer stürzt, sollte die Bahn so schnell wie möglich räumen, um nicht von nachkommenden Rodlern überfahren zu werden.
- Gehen Sie, bzw. Ihre Kinder, nur am Rand der Rodelbahn wieder hinauf.
- Ein gepolsterter Skianzug, feste Stiefel und dicke Handschuhe schützen nicht nur vor der Kälte, sondern auch vor Verletzungen. (Quelle: www.das-sichere-kind.de)
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