Was bringt der Nikolaus?
06.12.09
Ich persönlich halte nichts davon, den Heiligen Nikolaus als „Buhmann“ einzusetzen, mit dem man unartigen Kindern droht, damit sie besser „spuren“. Leider habe ich bei Bekannten schon Sprüche wie „Wenn du nicht brav bist, kommt der Nikolaus und steckt dich in seinen Sack.“ gehört. Die Drohung hat in manchen Fällen tatsächlich etwas bewirkt. Obwohl der Heilige ja schon an und für sich (ganz ohne solche Ankündigungen) eine echte Respektsperson für die Kleinen ist.
Kommt beispielsweise im Kindergarten der Nikolaus, dann ist er für die Kinder meist eine derart eindrucksvolle Erscheinung, dass dies allein schon für Aufregung und Magenkribbeln sorgt. Zumindest war das bei mir als Kind früher so. Wenn man dann aufgerufen wurde und er hat aus seinem goldenen Buch die guten und auch weniger guten Taten vorgelesen, dann aber trotzdem ein Geschenk überreicht, war man heilfroh, wieder schnell auf seinen Platz zu den anderen Kindern zurückhuschen zu können…
Manche Familien bestellen jedes Jahr einen Nikolaus, doch wir haben immer selbst Nikolaus gespielt. So lange die Kinder kleiner waren und an den Nikolaus glaubten, habe ich mich abends mit ihnen hingesetzt und im Licht der Adventskranz-Kerzen etwas vorgelesen. Mein Mann deponierte derweilen die fertigen Nikolausteller vor der Haustür und rumpelte dann ein wenig, sodass Martin und Hanna erwartungsvoll hinausstürzten.
Da beide natürlich längst nicht mehr an den Nikolaus glauben, stelle ich inzwischen das Nikolauspäckchen einfach abends in den Vorplatz, sodass meine Kinder es dort morgens finden. Es soll ja auch nur eine Kleinigkeit sein.
Heuer gab es für jedes Kind – natürlich – einen Schoko-Nikolaus, ein paar Mandarinen und Walnüsse sowie für jedes Kind ein Buch. Bücher verschenke ich am liebsten, denn einerseits ist jede Seite, die meine Kinder lesen, ein Gewinn für sie. Und andrerseits lassen sich Bücher so schön praktisch aufräumen – da liegt nachher wenigstens nicht ständig irgendwelcher Kleinkram in der Gegend rum.
Martin bekam ein ganz spannendes Buch von Marco Sonnleitner „Tom O´Donell - Feuer in Atlantis“, das er sich schon mal von der Bücherei ausgeliehen hatte und das ihm so gut gefiel, dass er es sich jetzt gewünscht hat. Hanna ist ein absoluter Fan der Buchreihe „Sternenfohlen“ (geschrieben von Linda Chapman), in der ein Einhornfohlen in die Einhornschule geht und dort allerlei Abenteuer erlebt. Deshalb brachte ihr der Nikolaus Band 2 „Der Einhornprinz“. Vielleicht mögen Sie mir und den anderen Lesern verraten, was bei Ihnen auf dem Nikolausteller lag?
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Bei uns gabs ja auch "nur" einen Schokonikolaus, jeweils ein Weihnachtsmalbuch mit Gedichten und Geschichten und vielen Bildern und jeweils einen Kinderregenschirm. Alles 3 hat zu Freude und Spaß geführt. Aber am spannendsten war natürlich das Rausstellen der Schuhe am Vorabend. Mein Sohn (4) war entsetzt, als er hörte, dass Erwachsene nichts vom Nikolaus bekämen (bei uns gibts den Nikolaus wriklich nur "unsichtbar" und auch ohne Drohen). Um das zu testen befragte er die Woche vorher schon die gesamte Nachbarschaft und stellte schließlich heimlich die geputzten Schuhe von mir und meinem Mann vor die Tür. Ich hab dann auch was reingelegt. Ich weiß nicht worüber er sich mehr gefreut hat: Über seine Stiefel oder über die Tatsache, dass wir auch etwas in unseren Schuhen hatten und der Nikolaus also auch an die Erwachsenen denkt :-D