
Was die sich wohl denkt?
14.01.09
Hanna fielen zwei Beispiele ein: „Meine Katze hat gespuckt. Meine Mama hat aufgeräumt.“ Vor meinem geistigen Auge entstand sogleich folgendes Bild: Eine andauernd erbrechende Katze hinterlässt diverse unappetitliche Häufchen in der Wohnung, zwischen denen ich wie aufgezogen herumrase und unaufhörlich aufräume.
Was mag sich die Religionslehrerin wohl gedacht haben, als sie Hanns Beispiele las? Wobei Hanna mit der spuckenden Katze nicht mal übertrieben hat, denn unsere fast 17 Jahre alte Katze Smoky war letztes Jahr wirklich ziemlich schlimm krank und erbrach sich wochenlang mehrmals täglich in der Wohnung, bis wir das endlich wieder in den Griff bekamen.
Bei Martin bin ich im Vergleich dazu direkt gut weggekommen. Er zählte auf: „Papas Rasierer im Bad. Spielzeug von den Kindern. Dreck von den Meerschweinchen.“ Offensichtlich mache ich weder Dreck noch lasse ich Dinge herumliegen, sodass ich gar nicht weiter auffalle…
Nun, ich habe mir nicht ernsthaft Gedanken darüber gemacht, was sich die Religionslehrerin von unserer Familie denken mag. Zu gut sind mir ein paar Sätze des Schulleiters im Gedächtnis geblieben, die dieser am Infoabend vor der Schuleinschreibung an uns versammelte Eltern gerichtet hatte: „Wenn Ihr Kind irgendwelche eigenartigen Vorfälle aus der Schule berichtet: Bitte glauben Sie nicht unbesehen alles, was Ihr Kind erzählt! Kommen Sie in die Sprechstunde und sprechen Sie erst einmal mit dem Klassenlehrer. Wir glauben auch nicht alles, was Ihr Kind in der Schule von zuhause erzählt! Und ich kann Ihnen sagen, dass gerade die jüngeren Kinder allerhand von zuhause ausplaudern.“
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Das ist witzig!
Mein Sohn (fast 4) erzählte auch im KiGa, dass er eine Köchin zu Hause hätte und die Erzieherin war neugierig und fragte mich, wer denn bei uns zu Hause kocht, sie dachte, wir hätten so eine Art Haushaltshilfe (Hach, das wär schön ....). Ich war ganz verdutzt und wusste nicht, wie er darauf wohl kommt. Ich fragte ihn dann und er strahlte mich an und meinte: Na Du Mama, du bist die Köchin.
Ich muss dazu sagen, dass ich 40 h die Woche arbeite und Kochen bei uns eher so im Schnelldurchlauf erledigt wird. Trotzdem versichert mir mein Kind jetzt jeden Tag, dass er "soooooo froooooh" ist, dass ich seine Köchin bin.