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Wer suchet, der findet – hoffentlich!

07.02.09

Auch wenn es bis Ostern noch ein Weilchen dauert: Fröhliches Suchen gehört in den meisten Familien das ganze Jahr über zum Alltag dazu! „Mama, hast du meinen Knetgummiball gesehen?“ oder „Mama, weißt du, wo der Lesezettel liegt, den ich morgen in der Schule brauche?“ sind so ganz typische Beispiele. Obwohl wir Mütter die gesuchten Sachen gar nicht verlegt haben, sind wir doch diejenigen, die am ehesten wissen, wo sie sich herumtreiben.

Im Falle des Knetgummis kann das beispielsweise durchaus die Toilette sein, wo der Gummi ganz unschuldig auf dem Deckel des Klorollenhaltes klebt. Die ausgefeiltesten Ordnungssysteme helfen bei einem Haufen kleiner (und oft auch großer) „Chaoten“ nicht wirklich weiter.

Aber man sollte das fröhliche Suchspiel einmal positiv betrachten: Es hält uns Mütter geistig fit! Es ist bestimmt schon zwei bis drei Jahre her, da habe ich irgendwo gelesen, dass Mütter im Intelligenztest um durchschnittlich fast vier IQ-Punkte besser abschneiden als Frauen ohne Kinder. Kein Wunder bei den „Gehirnmuskeln“, die wir uns durch ständiges Üben antrainiert haben...

Ich bin gut im Training, denn alle (!) Familienmitglieder, sogar unsere Tiere, sorgen für ausreichend geistige Beschäftigung durch fröhliche Versteckspiele. Mein Mann z. B. sucht gerne nach irgendwo hingelegten Zetteln, die dann irgendwann nicht mehr da sind, oder vermisst gelegentlich seine Hausschuhe, die wahlweise im Vorplatz, unter dem Couchtisch, unter dem Esstisch, im Arbeitszimmer oder im Schlafzimmer „geparkt“ sein können.

Unsere Meerschweinchen spielen gerne „Schüsselbillard“ und werfen ihre Futterschüsseln oft von der Käfig-Zwischenetage, auf der das Futter serviert wird, auf den Käfigboden. Beim ersten Mal konnten sie mich noch verblüffen, als dann eine der beiden Schüsseln plötzlich gar nicht mehr da war. Hatten sie die Schüssel in irgendeine Ecke geschoben? Nein. Über die Verbindungsrampe in den anderen Käfig? Nein. Ich probierte aus, ob die Schüssel durch die Öffnung ins Häuschen passt. Nein, dafür war die Schüssel zu breit. Also wo, zum Kuckkuck, war die Schüssel?! Des Rätsels Lösung: Sie war doch im Häuschen. Entweder hatten meine kleinen Schlaumeier die Schüssel hochkant gestellt und durch die Tür bugsiert oder das Häuschen irgendwie angehoben und die Schüssel auf diese Weise darin versteckt. Aber jetzt kenne ich meine Pappenheimer und finde die Schüssel immer ganz schnell!

Schnuffi, unser Hund, holt sich gerne aus dem Abfallkorb, in dem wir Plastikmüll für den gelben Sack sammeln, die leeren Joghurt- und Puddingbecher zur „Endreinigung“, sprich, zum gründlichen Ausschlecken. Damit verzieht er sich dann in der Regel irgendwo in eine Ecke oder unter einen Tisch. Leider habe ich es noch nicht geschafft ihm beizubringen, die sauber geleckten Becher wieder in die Küche zurückzutragen. Also wieder fröhliches Suchen: Ja, wo sind denn die Becher alle geblieben? Sogar unsere alte Katze beteiligt sich an den Versteckspielen und versteckt sich gelegentlich selbst. Sie sehen, meine Familie kümmert sich rührend um meine geistige Fitness!

 

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