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Willst du wohl rauskommen?! Mein Kampf mit dem Zimtstern

07.12.08

Gestern, am Nikolaustag, war es soweit: Alle Zutaten standen bereit, ich konnte mit der Weihnachtsbäckerei starten! Martin und Hanna warteten schon sehnsüchtig auf die ersten Plätzchen. Und natürlich wollte jeder wieder seine Lieblingssorte gebacken bekommen. Martin liebt Vanillekipferl und Spitzbuben (wie passend!), während Hanna am liebsten Zimtsterne isst.

Ich konnte den Zimtsternen als Kind überhaupt nichts abgewinnen. Deshalb war ich letztes Jahr höchst verwundert, als ich – leichtsinnigerweise, muss ich rückblickend sagen! – das erste Mal Zimtsterne gebacken hatte und Hanna sich vor Begeisterung darüber gar nicht mehr bremsen konnte. Wenn Zimtsterne auf dem Plätzchenteller lagen, mussten wir anderen uns echt ranhalten, damit wir auch noch einen erwischten.

Letztes Jahr hatte ich ein Zimtstern-Rezept, bei dem zuerst die Eiweiß-Mandel-Masse ausgestochen wird und erst danach mit dem Eischnee bepinselt wird. Ganz schön mühsam bei 70 bis 80 Zimtsternen! Dieses Jahr wollte ich es schlauer machen und suchte mir ein Rezept heraus, bei dem der Eischnee gleich auf die ausgerollte Mandelmasse gestrichen wird, sodass man beides zusammen aussticht.

Aber diese Variante hat ebenfalls ihre Tücken! Da die Zimtstern-Oberseite voller Eischnee ist, kann man das Sternchen natürlich nicht mit dem Finger aus der Ausstechform aufs Blech drücken. Obwohl ich das Förmchen wie im Rezept beschrieben nach jedem Zimtstern unter kaltem Wasser säuberte, wollten die bockig-klebrigen Zimtsterne einfach nicht rauskommen. Also versuchte ich es damit, die Sternform aufs Blech zu klopfen oder locker aus dem Handgelenk zu schütteln. Da flutschten die mimosenhaft-beleidigten Zimtsterne dann immer mit der Eischnee-Seite aufs Backblech – so, wie ein Butterbrot ja auch immer auf die Butterseite fällt.

Ich glaube, ich habe fast eineinhalb Stunden gebraucht, bis ich die annähernd 90 Zimtsterne überzeugt hatte, es sich doch auf den Backblechen gemütlich zu machen. Falls Sie den ultimativen Zimtstern-Tipp kennen, verraten Sie ihn mir doch bitte! Ansonsten muss ich nächstes Jahr zu Variante 3 übergehen: Nur die Mandelmasse ausstechen und meinen Mann überreden, den Eischnee draufzupinseln!

Glücklicherweise sind aber nicht alle Plätzchen so mühsam. Bei den Spitzbuben und den Lebkuchen konnten meine Kinder gut mithelfen beim Ausstechen. Die Lebkuchen brauchen heute noch eine Verzierung, da können sich Martin und Hanna wieder so richtig austoben…

 

Die neuesten Kommentare zum Artikel "Willst du wohl rauskommen?! Mein Kampf mit dem Zimtstern":

Anzeige: 1 - 2 von 2.
AndreaSchmelz schreibt am Freitag, 12.12.08 18:07:

Liebe Frau Jost,
danke für die vielen verschiedenen Tipps. Da werde ich nächstes Jahr mal experimentieren, was bei mir am besten klappt!
Herzliche Grüße
Andrea Schmelz

Fynnsmom schreibt am Freitag, 12.12.08 08:44:

Also es gäbe noch die Möglichkeit, die ausgestochenen Zimtsterne in die Glasur zu tunken das ginge schneller.

Oder sie sehen das bemalen als Meditation, Dalai Lama hätte sicher freude daran ;-))

Ich tu den Teig der ja oft sehr feucht ist ersmal für eine 1/2 h in den Eiskasten, gekühlt lässt er sich besser auswallen u. stechen. Man könnte auch das Förmchen immer wieder in ein Schälchen voll Zucker tunken dann lösen sich die Sterne auch besser.

Ich walle den Teig auch zwischen einem aufgeschnittenen Plastikbeutel aus, dann muss ich das Wallholz nicht ständig waschen. Nehme Stäbchen dazu ca. 8mm für dieHöhe.

Ich lasse sie dann auch über Nacht trocknen u. Backe sie nur 3-5Min. Dann bleiben sie innen schön feucht.

Sie können auch einfach das Schweizerische Betty Bossy Guetzlibuch bestellen... die Rezepte gelingen immer :-))

Betty Bossy ist praktisch in jedem Schweizer Haushalt vertreten. Es gibt eine Zeitschrift Monatlich oder auch viele praktische Kochbücher mit vielen Tipps drinn u. einfachen erprobpten Rezepten....

Freundliche Grüsse

Regula Jost

 
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