Kommentare:
Essen aus der Mikrowelle
© goodluz – 123rf.com

„Mug Meals“ aus der Mikrowelle: Die 4 wichtigsten Fragen zur schnellen Küche

Essen aus der Mikrowelle

Wenn bei Kindern der Hunger einsetzt, kommt er schnell. Und allzu oft haben wir im Alltag nicht immer die Zeit, aufwändige Gerichte auf den Tisch zu zaubern. Müssen Sie vielleicht auch gar nicht. Die sogenannten „Mug Meals“ (Gerichte im Becher), werden in nur wenigen Minuten – ganz einfach und schnell – in der Mikrowelle gegart. Nicht nur Pasta oder Aufläufe gelingen, sogar Pizza aus dem Becher ist möglich, wenn man weiß, wie es geht. Zuvor aber noch schnell die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Essen aus der Mikrowelle, damit auch letzte Zweifel aus dem Weg geräumt werden. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Viele Menschen fürchten die Strahlung des Mikrowellenherds – zu Recht?

Generell gehören Mikrowellen, genau wie Handys, zum Bereich der hochfrequenten elektromagnetischen Felder (2,45 GHz). Diese werden seit 2011 aufgrund einiger weniger epidemiologischer Studien von der WHO als möglicherweise krebserregend eingestuft. Tier- und Zellversuche deuten jedoch eher nicht darauf hin, dass es Wirkungen auf das Erbgut gibt, solange die Grenzwerteeingehalten werden.

Also geht von den Geräten keine Gefahr aus?

Handelsübliche Mikrowellengeräte sind gut abgeschirmt, damit durch den Metallkäfig und das Metallgitter hinter der Glasscheibe keine Strahlen nach außen dringen können. Und auch das Bundesamt für Strahlenschutz gibt nach der Prüfung hunderter Studien eine klare Entwarnung: Die Mikrowellenbehandlung von Lebensmitteln ist auf keinen Fall schädlicher als konventionelle Zubereitungsverfahren im Backofen.

Können Strahlen auf das Lebensmittel übergehen?

Nein! Das können nur Röntgen- oder radioaktive Strahlen – sogenannte ionisierende Strahlung. Wer Angst vor elektromagnetischer Strahlung hat, sollte bei seinem Handy anfangen. Der Mikrowellenherd scheint demgegenüber ein vertretbares Risiko zu sein.

Gehen durch das Erwärmen in der Mikrowelle Nährstoffe verloren?

Grundsätzlich hat das Erhitzen von Gemüse, Milch oder anderen Lebensmitteln in der Mikrowelle keinen Einfluss auf deren Inhaltsstoffe. Beim Auftauen von Tiefgefrorenem kann die Mikrowelle sogar ihren Vorteil ausspielen, weil es möglich ist, die Auftauzeit extrem zu verkürzen. Wenn die Mikrowelle richtig verwendet wird, ist die schnelle Erwärmung sogar nährstoffschonender als im Topf auf dem Herd. Während beim Kochen viele Vitamine ins Kochwasser übergehen und anschließend weggeschüttet werden, ist in der Mikrowelle extrem wenig Wasser notwendig, um schonend zu garen.

Die 15 besten Iss dich schlau-Rezepte 

Mug Meals – das sollten Sie wissen

 

  1. Das Garen in der Mikrowelle ist nährstoffschonend, weil wenig zusätzliches Wasser benötigt wird. Dadurch bleiben die Vitamine und die Ballaststoffe erhalten – und gehen nicht ins Kochwasser über.
  2. Damit die Gerichte im eigenen Saft bzw. Dampf garen, müssen die Tassen und Schüsseln gut verschlossen werden. Dafür eignet sich eine Mikrowellenfolie, die Sie mit der Gabel zweimal einstechen, damit der Dampf entweichen kann. Wichtig: Die Folie muss gespannt aufliegen, damit nichts überläuft.
  3. Je höher die Wattzahl, desto kürzer die Garzeit. Für empfindlichere Lebensmittel sind niedrigere Wattzahlen empfehlenswert, damit das zarte Gargut nicht zerfällt.

Und hier sind jetzt die besten Rezepte für Sie zum Ausprobieren ...

1. Rührei

Zutaten für 2 Tassen: 1 Bund Schnittlauch • 1 Teelöffel Butter • 4 Eier • 1 Esslöffel Sahne • Salz • Pfeffer • 8 halbierte Kirschtomaten • 40 g geraspelter Gouda.

So geht’s:

 

  1. Schnittlauch waschen und in Röllchen schneiden. 1/2 Teelöffel Butter in jede Tasse geben. Nacheinander bei 800 Watt für 30 Sekunden in die Mikrowelle stellen. Anschließend Tassen mit der geschmolzenen Butter ausstreichen.
  2. Eier mit Sahne, Schnittlauch, Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermengen. Die Mischung in die Tassen gießen. Tomaten und Käse darüber verteilen.
  3. Die Tassen nacheinander bei 800 Watt 30 Sekunden lang in die Mikrowelle stellen. Herausnehmen und umrühren. Den Vorgang noch zweimal wiederholen.
  4. Die Tassen herausnehmen, erneut umrühren und 1 Minute ruhen lassen.

2. Nudelauflauf mit Möhren

 

Zutaten für 2 Tassen: 2 Teelöffel Butter • 1/2 Stange Lauch • 1 Möhre • 100 g kurze Nudeln • 100 ml Kochsahne • 250 ml Gemüsebrühe • 75 g Cheddarkäse, geraspelt • Salz • Pfeffer.

So geht’s:

 

  1. Butter auf Tassen verteilen, die nacheinander für 30 Sekunden in die Mikrowelle gestellt werden. Anschließend Tassen mit der flüssigen Butter einfetten.
  2. Lauch und Möhre waschen, putzen und in Ringe schneiden. Mit den Nudeln, der Sahne und der Gemüsebrühe in einer mikrowellengeeigneten Schüssel mischen und zugedeckt bei 600 Watt 15 Minuten lang garen. Dabei fünfmal umrühren.
  3. Nudelmischung herausnehmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Hälfte des Käses unterheben und die Mischung auf die Tassen verteilen.
  4. Den restlichen Käse über den Tasseninhalt streuen. Tassen abdecken und nacheinander bei 600 Watt weitere 5 Minuten in die Mikrowelle stellen. Herausnehmen und 5 Minuten ruhen lassen.

 

3. Pizza aus der Tasse

Zutaten für 2 Tassen: 8 Esslöffel Mehl • 2 Teelöffel Backpulver • 1 Prise Salz • 6 Esslöffel Milch • 2 Esslöffel Olivenöl • 2 Esslöffel passierte Tomaten • 2 Esslöffel Mozzarellakäse zum Bestreuen • Peperoni oder Minisalami • Oregano.

So geht’s:

 

  1. Mehl mit Backpulver, Natron und Salz in einer Schüssel vermengen. Milch und Öl hinzufügen – alles kräftig verrühren. Den Teig in die Tassen füllen.
  2. Die Pizzasoße darüber verteilen und glattstreichen.
  3. Nun den Käse drüberstreuen, Peperoni und Oregano dazu sowie alles für 1 Minute und 10 bis 20 Sekunden bei 1.200 Watt in der Mikrowelle garen. Herausnehmen und 1 Minute ruhen lassen.

 

 

 

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "„Mug Meals“ aus der Mikrowelle: Die 4 wichtigsten Fragen zur schnellen Küche"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Gesund Essen" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Gesund Essen" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?