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So entwickelt sich das Gehirn Ihres Kindes

Weil Erwachsene sich nicht an die Zeit vor ihrem dritten Lebensjahr erinnern können, glaubte man früher, dass das Gedächtnis von Babys und Kleinkindern nur sehr eingeschränkt funktioniert. Neuere Forschungen widerlegen diese These jedoch ganz entschieden. Dieser Artikel ermöglicht Ihnen spannende Einblicke in die Gedächtnisentwicklung von Babys und Kleinkindern. 

Expertenrat von 

Bei uns und in anderen westlichen Kulturen ist es zudem üblich, dass Mütter mit ihren Babys und Kleinkindern oft und viel sprechen. Allein das dürfte nach Ansicht von Hirnforschern bereits einen stimulierenden Effekt auf die Gehirnentwicklung der Kinder haben. Das bestätigt eine neuseeländische Studie, für die die Unterhaltungen zwischen Müttern und ihren zwei bis vier Jahre alten Kindern aufgezeichnet wurden. Die Kinder wurden im Alter von 12 bis 13 Jahren nach ihren frühesten Erinnerungen befragt. Dabei zeigte sich, dass bei denjenigen Kindern, deren Mütter sehr detailliert mit ihnen über Erlebtes gesprochen hatten, die ersten Erinnerungen früher einsetzten als bei den anderen. Da Mütter mit ihren Töchtern öfter und ausführlicher über alltägliche Erlebnisse sprechen als mit den Söhnen, haben Frauen laut einer italienischen Studie deutlich mehr frühe Kindheitserinnerungen als Männer.

Sehr frühe „Erinnerungen“ (vor dem dritten Lebensjahr) sind hingegen nicht echt. Sie können z. B. entstehen, wenn wir bestimmte Begebenheiten immer wieder erzählt bekommen und/oder Fotos oder Filme darüber ansehen. Irgendwann glaubt man dann, sich daran zu erinnern, obwohl das nicht den Tatsachen entspricht. 

Gefühle und Gerüche helfen beim Erinnern

Begebenheiten bleiben am besten in Erinnerung, wenn wir davon innerlich bewegt sind (egal ob freudig, traurig oder beschämt). Häufig sind intensive Erinnerungen auch an Gerüche und Geschmacksempfindungen gekoppelt. Das Geruchsgedächtnis ist evolutionsbiologisch sehr alt und sicherte früher das Überleben. Die Fähigkeit, Gerüche mit bestimmten Erinnerungen zu verbinden (z. B. der Duft von Bratäpfeln mit gemütlichen Adventsabenden bei Oma), ist uns bis heute erhalten geblieben. 

Wie schöne Erinnerungen für Ihr Kind entstehen

Natürlich haben Sie es nicht in der Hand, woran sich Ihr Kind im Einzelnen später einmal erinnern wird. Doch können Sie die Grundstimmung seiner Kindheitserinnerungen durch eine Atmosphäre von Geborgenheit positiv beeinflussen, sodass Ihr Kind sich erinnern wird, dass es sich geliebt und beschützt gefühlt hat. Gehen Sie auf Ihr Kind ein. Kinder lieben es, wenn man sich ganz auf sie konzentriert und mit ihnen etwas unternimmt, was sie besonders interessiert. Für kleine Tierliebhaber z. B. können Zoobesuche und für kleine Wasserratten Schwimmbadnachmittage das Nonplusultra  sein. Manchmal reicht auch schon ein beliebtes Ritual wie etwa auf Papas Schultern reiten. Wenn Ihr Kind „mit Leib und Seele“ dabei ist, wird es sich später eher daran erinnern können. 

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Als Leser von "Gesundheit und Erziehung für Ihr Kind" lesen Sie hier noch, wieviel sich die Kleinsten schon merken können und mit welchen Spielen sie das Gedächtnis Ihres Kindes stimulieren können.

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