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Stottern: Noch normal oder schon behandlungsbedürftig?

Stottern ist die häufigste Sprachstörung bei Kindern. Bei den meisten tritt es glücklicherweise nur vorübergehend auf. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Kind unterstützen können und wann fachkundige Hilfe nötig ist. 

Expertenrat von 

Wann Sie hellhörig werden sollten

Ein entwicklungsbedingtes Stottern hält meist nicht länger als ein halbes Jahr an. Sie sollten also hellhörig werden, wenn Ihr Kind deutlich länger mit den Worten kämpft. Kleine Entwicklungsstotterer wiederholen typischerweise Wörter oder auch ganze Satzteile, nur selten hingegen Silben wie z. B.„Ka-ka-katze“. Eventuell wird der Anfangsbuchstabe gedehnt, z.B.„Wwwwieviel Uuuuuhr ist es?“, oder Ihr Kind macht längere Pausen innerhalb eines Satzes. Echte Stotterer verheddern sich nicht nur im Eifer des Gefechts. Es kommen hier verschiedene Varianten vor:

  • Wiederholung von Silben oder Lauten, z. B.„wa-wa-wa-was“
  • Dehnung von Lauten, z. B. „biiiiiitte“
  • krampfhafte Blockade mit Pausen zwischen den Buchstaben, z. B. „sch............nell“

Typisch für echtes Stottern ist darüber hinaus, dass Ihr Kind unter seinem Sprachproblem leidet, sich ständig über seine eigene Unfähigkeit ärgert oder sich dafür schämt. Oft wirkt es beim Sprechen extrem angestrengt, eventuell fallen sogar ein verzerrter Gesichtsausdruck oder Mitbewegungen des ganzen Körpers auf. Nicht selten bricht Ihr Kind seine Erzählung resigniert ab. Sobald jemand versucht, das Stottern zu korrigieren, verstärkt es sich meist noch. Höchste Alarmstufe besteht, wenn Ihr Kind das Sprechen insgesamt zu vermeiden

Mein Tipp
Wenn Sie unsicher sind, ob es sich bei Ihrem Kind bereits um ein echtes Stottern handeln könnte, sollten Sie in jedem Fall den Kinderarzt darauf ansprechen. Als erste Orientierung kann Ihnen der interaktive Stottertest unter www.ivs-online.de/info.html dienen, der natürlich den Arztbesuch nicht ersetzen kann!
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