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Kind heult bei jedem nichtigen Anlass

Autor Nachricht
Verfasst am: 30.06.2011 [13:02]
kallidasa
Profi
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 47
Hallo Frau Dr. Schnmelz und alle, die vielleicht ähnliche Erfahrungen machen!

Meine Tochter (3einhalb) ist unheimlich wehleidig und ungeduldig. Sie fängt bei jedem bisschen an zu knatschen oder heulen. Sei es, dass etwas, dass sie gerade fummelt, nicht SOFORT funktioniert, sei es, dass sie sich auch nur das allerkleinste bisschen weh tut: sofort geht die Sirene los.

Mich nervt das tierisch. Ich habe schon alles versucht: ignorieren, schimpfen und oft sage ich auch: "da brauchst du doch nicht gleich weinen, frag mich doch einfach um Hilfe, wenn etwas nicht klappt". Es nützt nichts.

Ich habe mal in einem der Elternbriefe gelesen, mal soll kleinen Kindern keinen Stempel aufdrücken. Ich habe das - es kam schleichend und unbewusst - bei meiner Tochter leider schon gemacht: sie ist eine Heulsuse! Eine Zeit lang hat sie uns damit so genervt, dass mein Mann sie manchmal "Heuli" genannt hat (das habe ich ihm aber wieder abgewöhnt) und auch ich bin manchmal so genervt, dass ich schon mal mit einem "dann heul doch!" reagiere. Das ist sicher nicht richtig.

Zum Hintergrund muss ich zwei Dinge sagen. Meine Tochter ist ein Einzelkind. Wir sind eigentlich von Anfang an immer bei jedem Pieps von ihr herbeigesprungen (besonders mein Mann) und ich frage mich, ob wir sie damit zu dieser Wehleidigkeit geradezu hinerzogen haben.

Zum anderen ist es so, dass ich selbst kein besonders geduldiger Mensch bin, also in dieser Hinsicht kein gutes Vorbild.

Im Großen und Ganzen ist unserer Tochter ein fröhliches, ziemlich temperamentvolles Energiebündel. Sie war als Baby sehr pflegeleicht und Probleme mit Schlafen oder Essen kennen wir gar nicht. Sie ist sprachlich und motorisch ihrer Zeit eher etwas voraus. Nur eben dieses ewige Geknatsche und Geheule... ob das eine Phase ist und vorüber geht? Wie verhalte ich mich richtig, wenn sie mal wieder so grundlos und übertrieben rumknatscht? Gerade dann, wenn sie sich weh getan hat, finde ich es schwierig, das zu ignorieren, denn wie weh es wirklich getan hat, weiss ja nur sie, auch wenn ich vielleicht vermute, dass es nicht so schlimm gewesen sein kann.

Für Tipps wäre ich sehr dankbar!

Lieben Gruß!

Birgit
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Verfasst am: 30.06.2011 [13:13]
quickys1
Junior
Dabei seit: 15.02.2011
Beiträge: 8
Hallihallo,

ich würde sagen, es ist mal wieder eine der vielen Phasen, die wir als Eltern überstehen müssen.

Meine Kinder hatten das auch beide.
Die Große auch so etwa mit 3-4 Jahren und der Kleine ist jetzt so fast mittendrin. Er ist schon 5 1/2.

Machen kann man da glaube ich nicht viel dran, außer vielleicht Verständnis zeigen, auch wenn es noch so schwer fällt. Einfach in den Arm nehmen und beruhigen.
Ansonsten fällt mir nur das Mama-Mantr: Es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase... Ooooohm und soweiter ein.


Viel Glück

Gruß
Nicole
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Verfasst am: 01.07.2011 [06:47]
olivia1507
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 27.05.2008
Beiträge: 50
Liebe Birgit!
Ich habe diese Phase auch bei beiden Kindern im gleichen Alter gehabt.
Mittlerweile bitte ich meine Kleine, 4, dass sie zum Jammern, Heulen und Co. in ihr Zimmer geht, weil mir das Weinen anstrengend ist, wenn sie sich beruhigt hat, können wir ja was machen zusammmen , z. B. Buch lesen. Dann bekommt sie erst die gewünschte Aufmerksamkeit nach dem Theater. Anders sieht es beim Wehtun aus. Da erkläre ich ihr schonmal, dass sie mal überlegen soll, ob es SO schlimm ist, denn wenn mal wirklich was schlimmes passiert, denk ich nur, ach wieder das Übliche Theater. Aber das versteht vielleicht eher ein Schulkind! Wenn etwas nicht klappt, erinnere ich sie, dass ich helfen könnte. Ansonsten ignoriere ich das Jammern. Aber das ist anstrengend!
Aber mach dir keinen Kopf, es liegt nicht an Euch. Ich denke echt, bei vielen Kindern gibt es auch eine Jammerphase...
Alles Liebe
Olivia
Antworten Profil
Verfasst am: 19.07.2011 [21:51]
sanili
Junior
Dabei seit: 21.04.2009
Beiträge: 8
Hallo,
meine Tochter war genau so. Ich hab sie dann einfach gefragt "und, was soll ich jetzt tun" meist kam dann ein schniefendes "helfen" oder "Pflaster drauf".. Ich hab ihr dann immer erklärt, daß ich ihr auch helfe wenn sie nicht heult und irgendwann war die Phase auch wieder vorbei.
Gute Nerven
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Verfasst am: 06.08.2011 [18:35]
tayna
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 18.11.2010
Beiträge: 13
Hallo icon_confused.gif
diese phase kenn ich*
was bei uns gut geholfen hat , ist ein
"gute-laune-barometer"
( kann man wie eine uhr selbst basteln)
an die wand und bei weniger guter laune
einfach vieeeeel rausgehen zum ausztoben,
und zur belohnung ( wenn sich die laune gebessert hat -was meist der fall war )ein fröhliches bilderbuch zusammen lesen ( am wirkungsvollsten war das kinderbuch "Faxenmaxe" ) oder was zusammen spielen.
das alles zusammen hats gut verändert
liebe grüsse
icon_confused.gif
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Verfasst am: 17.08.2011 [09:12]
miesemuckel
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 02.05.2008
Beiträge: 59
Hallo Birgit,

zu den schon genannten Vorschlägen der bisherigen Antworten könnte Euch vielleicht auch eine Bachblütenmischung helfen. Gibts rezeptfrei in der Apotheke.

Dir würde ich Impatiens und Walnut empfehlen und bei Deiner Tochter würde es es mal mit Impatiens, Cherry Plum und Vervain versuchen. Diese Blüten kannst Du Dir in der Apotheke als persönliche Mischung zusammenstellen lassen. Bei der für Deine Tochter bitte dazu sagen, dass es für ein Kind ist, damit kein Alkohol als Konservierungsstoff verwendet wird.

Viel Erfolg wünsche ich Euch!
Antworten Profil


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