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Blasenentzündung?

Autor Nachricht
Verfasst am: 12.04.2010 [09:57]
olivia1507
Quelle der Weisheit
Themenersteller
Dabei seit: 27.05.2008
Beiträge: 50
Sehr geehrte Frau Schmelz,
woran kann man bei Kindern eine Blasenentzündung erkennen?
Und ab wann ist sie behandlungsbedürftig?
Meine Tochte, 3 Jahre, ist schon fast ein Jahr trocken. Hat aber immer wieder Phasen, in denen sie in die Hose macht. Allerdings immer nur soviel, dass die Hosen feucht sind. Dann wird sie natürlich leicht wund. Am Wochenende hat sie dann geweint und gesagt ihr Pipi brennt und ist heiß. Was natürlich daran liegen kann, dass sie auch leicht wund war. Nachdem wir Wundsakbe verwendet haben, hat sie auch nicht mehr darüber geklagt. Vor Wochen hatten wir das schon mal. Allerdings über einen längeren Zeitraum. Da hatte ich dann das Pipi beim Arzt untersuchen lassen und es wurden leichte Bakterien festgestllt. Da Wochenende war, haben wir vorsorglich ein Antibiotikum bekommen, das wir aber nur bei anhaltenden Beschwerden geben sollte. Das brauchten wir dann nicht.
Meine Tochter kann trocken sein, wenn sie will. Sogar nachts. Ich frage mich jetzt, ob diese Phasen mit den nassen Hosen, vielleicht auch daran liegen können, dass sie die "Blase öfter erkältet" hat.
Wie könnte ich das behandeln? Außer trinken, trinken, trinken (was sie nicht so gerne tut...). Gibt es vielleicht Globuli? Sie ist ein sehr trotziges und willensstarkes Kind, das schon sehr weit entwickelt ist.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Olivia
Antworten Profil
Verfasst am: 12.04.2010 [12:14]
muttis
Super-Nanny
Dabei seit: 19.10.2009
Beiträge: 85
Getrocknete Cranberrys kauen!
Gibt's in Apotheke, Reformaladen, eventuell sogar in der Drogerie. So haben wir das in den Griff bekommen.
Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 13.04.2010 [00:16]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe Olivia,
eine Blasenentzündung macht sich typischerweise durch Brennen beim Wasserlassen bemerkbar. Auch muss das betroffene Kind häufiger zur Toilette und der Harndrang ist stärker (es ist also "eiliger"). Auch unbeabsichtigtes Einnässen kann auf eine Blasenentzündung hindeuten. Bei Kindern können zudem auch Symptome wie Fieber, Bauchschmerzen oder Erbrechen dazukommen.

Natürlich kann das Brennen beim Wasserlassen auch von der wunden Haut im Genitalbereich stammen. Um das wirklich unterscheiden zu können, ist eine Urinuntersuchung nötig. Lassen Sie Ihre Tocher also unbedingt untersuchen, wenn das Brennen länger als nur einen Tag anhält bzw. wenn die Haut nach Auftragen einer Heilsalbe schon wieder abgeheilt ist, es aber immer noch brennt.

Cranberrys und viel trinken sind sinnvoll, wenn Ihre Tochter zu wiederholten Blasenentzündungen neigt (aber das müsste erst mal nachgewiesen werden). Immer auf warme Füße achten, Unterleib warm halten, nasse Badesachen sofort ausziehen, häufig zur Toilette gehen und Wasser lassen.

Wichtig ist auch die richtige Hygiene sowie die richtige Sitzhaltung auf der Toilette:
Die Erreger von Blasenentzündungen stammen meist aus dem Darmtrakt, daher ist die korrekte Genitalhygiene entscheidend zur Vorbeugung weiterer Infektionen. Das richtige „Wischen“ – immer von vorne nach hinten – ist wichtig, damit keine Darmkeime in Richtung Harnröhrenöffnung verschleppt werden.

Bei kleinen Mädchen bildet sich nach dem Wasserlassen in der Scheide nicht selten ein kleiner „Urin-See“, der durch das Jungfernhäutchen nur schlecht abfließen kann. Bleibt der Urin auf diese Weise mehrere Stunden in der Scheide, wird er durch Bakterien zu Ammoniak umgewandelt, der den typischen Uringeruch verursacht. Ammoniak reizt die Schleimhäute der Genitalregion, was zu einer erheblichen Störung der regionalen Abwehrkräfte führt. Aus diesem Grund sollten auch feuchte Unterhosen sofort gewechselt werden.

Um einer Urinansammlung in der Scheide vorzubeugen, sollte Ihre Tochter zum Wasserlassen in die Rennfahrerhocke gehen: Sie sollte sich so weit als möglich nach vorne beugen. Das können Sie dadurch unterstützen, dass Sie ihr ein Bilderbuch direkt vor die Toilette legen, sodass sie sich vorbeugen muss, um hineinsehen zu können.

Bei wiederholten Harnwegsinfekten müsste untersucht werden, ob es anatomische oder funktionelle Ursachen gibt, die ständige Infektionen begünstigen.

Sie können Ihre Tochter homöopathisch unterstützen, jedoch muss das Mittel für Ihre Tochter individuell ausgewählt werden. Dafür sollten Sie sich an einen Homöopathen wenden.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 13.04.2010 [08:55]
nala2002
Newbie
Dabei seit: 13.04.2010
Beiträge: 1
Hallo,

wenn man sich in dem Moment nicht ganz sicher ist, aber auch nicht direkt zum Arzt möchte (Wochenende, nachts), kann man den Urin-Test auf Bakterien auch selbst zu hause machen (www.selbst-sicher-testen.de). Da gibt es auch kostelose Proben von Cranberry Lutschtabletten für Kinder, die schmecken meiner Tochter (ist allerdings auch schon 7), sehr gut.

Alles Gute
nala2002
Antworten Profil


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