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Juckreiz am Kopf

Autor Nachricht
Verfasst am: 11.08.2010 [21:46]
pisixx
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 02.12.2009
Beiträge: 25
Hallo Frau Dr. Schmelz & Co.,
bei meiner Tochter (2 Jahre) habe ich heute nachmittag eine verkrustete Wunde am Kopf entdeckt. Den Grind habe ich entfernt und dann hat es etwas geblutet... Auch um die Wunde herum war es gelblich verkrustet. Sie juckt sich auch an anderen Stellen am Kopf und da sind so kleine Knubbelchen zu sehen (habe zwei entdeckt, sind hautfarben und nicht gefüllt oder so). An der Schulter hat sie auch so nen kleinen Knubbel, dachte erst es wäre ein Mückenstich - was natürlich auch sein kann. Könnten das auch Windpocken oder ähnliches sein? Wie schnell breiten die sich denn aus? Sie ist seit einem Monat in der KiTa, könnten es auch Nissen oder Läuse auf dem Kopf sein? Ein Kind aus der Nachbarschaft hat Milben, sind die ansteckend?
Würden Sie jetzt schnellstens zum Kinderarzt oder soll ich das ganze erst einmal weiter beobachten?
Vielen Dank und viele Grüße
pisixx
Antworten Profil
Verfasst am: 12.08.2010 [02:28]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe pisixx,
anhand der Beschreibung kann ich natürlich nur Vermutungen anstellen, was Ihre Tochter haben könnte. Doch sind gelbliche Verkrustungen (in den medizinischen Lehrbüchern wird es immer als "honigglebe Krusten" beschrieben) immer verdächtig auf eine bakterielle Infektion, z.B. eine Eiterflechte. Bitte gehen Sie zum Kinderarzt und lassen Sie Ihre Tocher untersuchen.

Windpocken sind unwahrscheinlich, denn die beginnen als rote Flecken bzw. Knötchen, aus denen sich dann Bläschen entwickeln. Läuse verursachen eher nur Juckreiz - nur in extremen Fällen und zusätzlicher bakterieller Infektion von Kratzwunden würden Sie Krusten finden. Milbenbefall kann ansteckend sein, wenn es sich um Krätzemilben handelt. Aber dann ist schon enger Körperkontakt (z.B. innerhalb der Familie) nötig - bloß mal nebeneinander im Sandkasten spielen reicht da nicht aus. Ansonsten können Milben noch von Tieren auf den Menschen übertragen werden, aber diese sind in der Regel nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 12.08.2010 um 02:33.]

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Verfasst am: 12.08.2010 [20:48]
pisixx
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 02.12.2009
Beiträge: 25
Hallo Frau Dr. Schmelz,
danke für Ihre schnelle Antwort. Wir waren heute nachmittag beim Kinderarzt. Er meinte es sähe aus wie ein Stich, den sie aufgekratzt hat und ich soll Salbe mit Antibiotika drauf machen wenn es sich doch noch ausbreitet. Diese Aussage fand ich ja schon komisch. Habe eben erst Ihre Nachricht gelesen und mal im Internet geschaut. Also mir sieht es eher auch wie ne Grind- oder Eiterflechte aus. Die Tochter von Freunden hat momentan so etwas hinterm Ohr und sie haben vor ein paar Tagen viel zusammen gespielt. Meinen Sie ich soll die Salbe lieber gleich drauf machen (wenn ja wie oft am Tag?) oder doch abwarten ob noch mehr Stellen auftauchen? Sie hat jetzt zwei Stellen am Kopf und nen "Stich" an der Schulter. icon_confused.gif
Kann sie morgen in die KiTa (lt. Kinderarzt heute ja)??
Danke im voraus und viele Grüße
pisixx
Antworten Profil
Verfasst am: 12.08.2010 [21:10]
pisixx
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 02.12.2009
Beiträge: 25
Können da auch evtl. Schüssler Salze helfen wenn es eine Grindflechte ist?
Antworten Profil
Verfasst am: 13.08.2010 [00:17]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe pisixx,
wenn es bis jetzt nicht mehr Stellen geworden sind, ist eine Eiterflechte eher unwahrscheinlich. Wenn Ihr Kinderarzt sich das angesehen hat und es für infizierte Stiche halt und es zudem nur drei einzelne kleine Stellen sind, wird Ihr Kinderarzt sicher Recht haben.

Um ganz sicherzugehen, könnten Sie die antibiotische Salbe auch jetzt schon zweimal täglich auf die betreffenden Stellen auftragen. Da ich aber nicht weiß, welches Präparat Ihnen der Kinderarzt verschrieben hat, sollten Sie sich auch die Anwendungsempfehlungen im Beipackzettel durchlesen.

Bei einer Eiterflechte könnten Sie unterstützend Salz Nr. 12 geben.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Verfasst am: 07.10.2010 [21:36]
pisixx
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 02.12.2009
Beiträge: 25
Hallo Frau Dr. Schmelz,
die o. g. Stellen am Kopf waren nach ca. einer Woche mit Fucidine-Salbe verschwunden, sind jedoch nach weiteren 2 Wochen wieder vereinzelt aufgetreten. U. a. auch in der Achselhöhle. Ich habe dann erneut die Salbe aufgetragen und so zieht sich das jetzt schon über Wochen hin. Andere Kinder in der Kita und in der Nachbarschaft haben das auch schon gehabt. Habe die Erzieherinnen mal darauf angesprochen und die meinten es wären wohl Herbstmilben. Wenn es eine Eiterflechte (wie zunächst vermutet) wäre, hätte sich die dann nicht weiter ausgebreitet? Es waren immer höchsten 2-3 Stellen auf dem Kopf. Jetzt gerade hat sie wieder einen kleinen "Stich" an der Stirn, sieht aus wie ein kleines Bläschen. Ich habe wie gesagt immer die Fucidine-Salbe benutzt und sie hat auch relativ schnell geholfen. Kann ich diese weiterhin drauf machen oder lieber nicht, weil es ja eine antibiotische Salbe ist? Haben Sie sonst noch einen Tipp für uns? Kann Teebaumöl zur Vorbeugung helfen? oder auch eine Mütze wenn sie in der Kita raus geht auf den Spielplatz?

Vielen Dank und viele Grüße
pisixx
Antworten Profil
Verfasst am: 08.10.2010 [00:39]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe pisixx,
wenn es Herbstmilben sind, ist Fucidine-Salbe nutzlos. Die Stellen wären auch ohne Behandlung innerhalb einer Woche abgeheilt. Sie können die Salbe also weglassen. Tipps zur Behandlung der juckenden Stellen finden Sie hier: www.elternwissen.com/forum/beitraege/gesundheit/flohbisse-alternative-behandlung-des-juckreizes.html. Ob Teebaumöl auf Herbstmilben abschreckend wirkt, ist nicht bekannt (eher nicht). Eine Mütze hilft definitiv nicht, denn die Milben befallen bevorzugt Stellen, die unter eng anliegender Kleidung liegen.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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