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Thema mit vielen Antworten

Zickenterror in der 1. Klasse

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Verfasst am: 03.10.2008 [13:24]
Muggelchen
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 03.10.2008
Beiträge: 17
Hallo an alle, wir haben folgendes Problem, unsere Tochter (6) geht nun seit einigen Wochen in die 1. Klasse. In dieser Klasse war auch alles in Ordnung sie freute sich auf die Schule war neugierig und war jeden Morgen motiviert was ich aus dem letzten Jahr im Kiga nicht mehr kannte. Alle ihre Freundinnen waren auch mit ihr in einer Klasse so kannte sie fast jeden und war nicht fremd, worüber sie sehr glücklich -war-!.

Nun ist es so dass unsere Tochter sich leicht ablenken läßt und wenn sie abgelenkt ist und etwas macht, nur schwer wieder davon wegzubekommen ist. D.h. sie hat eine sog. Auditive Wahrnehrmungsstörung. Sie hört, dass jemand was sagt, während sie z.B. malt ,reagiert aber nicht. Auch nicht nach mehrmaligem ansprechen, weil sie so vertieft ist. Man muss sie berühren damit man ihre Aufmerksamkeit erweckt. Nun hat sie die Lehrerin von ihren Freundinnen weggesetzt und sie sitzt in der 2. Reihe zwischen zwei jungs. Nun grenzen sie seit dem die Mädels total aus und machen Nachmittags nur noch untereinander geheim was aus und nicht mehr mit Ihr. Das gezicke geht so weit, dass sie sogar geheim halten dass sie sich nachmittags treffen, als dürfte es niemand erfahren. Selbst die Mütter mischen sich ein. Sie haben aber nicht gestritten oder so. Meine Tochter hat seitdem Bauchschmerzen und bricht öfters wenn sie von der Schule nach hause kommt. Ich möchte aber auch nicth gleich zur Lehrerin laufen, da wir auf dem Land wohnen und das meist neg. ausgelegt wird und als gluckenhaft bezeichnet wird. Ich sehe aber, dass meine Tochter leidet und auch unser Familienleben leidet darunter, kann mir jemand einen Tipp geben wie ich dieses Problem angehen könnte. Ich habe bereits mit den Mädels gesprochen und die sagen es sei nichts. Die MÜtter kennen sich alle schon sehr lange untereinander und sind so eine art "eingeschworene " Gesellschaft - wahrscheinlich ländlich bedingt!

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Verfasst am: 04.10.2008 [08:47]
AnnetteHoll
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.06.2008
Beiträge: 52
Sehr geehrte Muggelchen!

Es tut mir Leid, dass der Schulanfang für Ihre Tochter mit solchen Problemen behaftet ist.

Ich kann verstehen, dass es Ihnen weh tut, wenn Ihre Tochter nach der Schule Bauchschmerzen hat oder bricht, weil sie sich von Ihren Freundinnen ausgegrenzt fühlt.

Auf jeden Fall sollten Sie mit den Müttern der betreffenden Mädchen Kontakt aufnehmen und die Situation schildern. Dabei sollte es nicht um Schuldzuweisungen gehen, sondern um eine sachliche Klärung der Lage. Vielleicht kann man es so erreichen, dass die Mädels sich wieder für Ihre Tochter öffnen, wenn Sie verstehen, warum Sie woanders ist (weil es für Ihr Lernen gut ist).

Im Sinne einer motivierten Lernentwicklung halte ich es für wichtig, dass Sie auch die Lehrerin kontaktieren. Wieso soll es als gluckenhaft ausgelegt werden, wenn Sie um Ihr Kind besorgt sind? Ich selbst bin immer dankbar, wenn Eltern auf mich zukommen und mir die Hintergründe für das Verhalten Ihrer Kinder näher bringen. So kann ich viel besser einschätzen, was neben dem Lernen in den Köpfen der Kinder vorgeht, sie belastet und evtl. vom Lernen abhält.

Ich wünsche Ihnen, dass die Situation sich entspannt, damit Ihre Tochter wieder fröhlich zur Schule gehen kann.

Mit freundlichem Gruß,

Annette Faiss

Grundschullehrerin und Co-Autorin von "Lernen und Fördern mit Spaß!"



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Verfasst am: 04.10.2008 [16:59]
Muggelchen
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 03.10.2008
Beiträge: 17
Hallo Fr. Faiss, vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider ist es so, dass die Mütter so wie die KInder sagen es sei alles in Ordnung mir scheint so als wollen sie nicht darüber reden, oder fördern. Aussenstehenden Müttern ist es jedoch auch aufgefallen, also bilden wir uns das nicht ein. Ich weiss allerdings nicht, wie ich meiner Tochter begreiflich machen soll, dass sie sich dann eben an andere Kinder halten soll und nicht an diese 3. Sie hatte und hat noch nie Probleme gehabt mit anderen Kindern oder Kontaktprobleme. Sie hat Freunde ausserhalb der Schule schon von Geburt an die sie sehr pflegt und aus unterschiedlichen Bereichen, vom Kiga, vom Tanzen und Turnen im verein usw. Dort gibt es ja auch keinerlei Probleme es sind eben nur diese 3. Die sie anscheinend umbedingt zu ihren Freunden haben möchte. Noch eine Frage: wir gehen seit 3 Wochen in ERgotherapie wegen dieser auditiven Wahrnehmungsstörung, soll ich das der Lehrerin sagen sie hatte bis jetz leider noch keine Sprechstunde. Ich hab am 10.10 einen Termin bei ihr, da ich auch Klassenelternsprecher bin. Es gibt da ein Mädchen in der Klasse die sehr ruhig ist und auch unzufrieden ist mit der Sitzsituation, meinen Sie ich könnte unsere Lehrerin fragen ob sie nicht die beiden zusammensetzen könnte, obwohl unsereTochter sehr lebhaft ist, evtl. ergänzen sich die beiden ja und freunden sich an? Was meinen sie dazu?

Vielen Dank

Muggelchen

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Verfasst am: 04.10.2008 [18:23]
AnnetteHoll
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.06.2008
Beiträge: 52
Sehr geehrte Muggelchen!

Schade, dass sich die Mütter so wenig kooperationsbereit zeigen. In diesem Fall würde ich wirklich auch die Lehrerin auf die Geschichte ansprechen und sie nach ihren Eindrücken fragen.

Zu Ihren Fragen: ich würde die Sache mit der Ergotherapie bei einem Gespräch mit der Lehrerin ansprechen. Es ist für diese sicherlich sinnvoll zu erfahren, dass Sie schon am "Problem" Ihrer Tochter arbeiten, um dieser zu helfen. Vielleicht gibt es Tipps aus der Therapie, die die Lehrerin auch im Unterricht umsetzen kann. Auch Ihre Idee wegen des Sitzplatzwechels sollten Sie bei einem baldigen Elterngespräch ansprechen. Rufen Sie die Lehrerin an oder geben Sie Ihrer Tochter einen kurzen Brief mit, in dem Sie um ein Gespräch bitten. Ich halte es immer für sinnvoll, Dinge schnell abzuklären und hoffe, dass auch die Lehrerin Ihrer Tochter offen ist für Ihre Anregungen.

Mit freundlichem Gruß,

Annette Faiss

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Verfasst am: 13.10.2008 [18:09]
caro
Junior
Dabei seit: 13.10.2008
Beiträge: 9
Hallo!
Auch ich hatte einmal ein Kind in einer Startklasse, in welchem es "Probleme" ähnlicher Art gab, nur ist meine Erfahrung, dass man sich als Eltern nicht in die sozialen Beziehungen von Kindern einmischen sollte! Je früher ein Kind lernt, dass man Zuneigung anderer nicht erzwingen kann, desto besser ist es! Wenn sich Erwachsene einmischen, dann wird es meist nur noch schlimmer, denn wenn das diese Mädchen mitkriegen, dass sich Erwachsene des Kindes annehmen, dann ist sie in deren Meinung für immer unten durch!
m2c, caro
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Verfasst am: 14.10.2008 [07:12]
Muggelchen
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 03.10.2008
Beiträge: 17
Hallo Caro, eigentlich bin ich IHrer Meinung, und genau ist ja das Problem, dass sich eben die Mütter einmischen. Das ging vielleicht aus dem Text nicht hervor und ich habe die ellenlange Story die dem vorausging auch nicht so ausführlich geschrieben, aber begonnen hat das ja weil sich die Mütter eingemischt haben, dass dieses Mädchen nicht mehr mit den anderen spielen soll, weil die Kinder zu dumm sind für dieses Mädchen so die aussage der Mutter. Diese hat dann die anderen aufgehetzt und schon vor der Schule auf die Kinder eingeredet und nach der Schule beim abholen gleich wieder. Erst dann hab ich mal gefragt was denn eigentlich das Problem sei. Darauf kam dann die Antwort es sei alles in Ordnung. Mittlerweilen sind wir 6 betroffene MÜtter und Kinder die von dieser einen Tyrannisiert werden. Nun geht es soweit, dass dieses Kind sagt, wenn du mir das nicht schenkst, erzähl ich einfach lügen über dich und klau dir halt das Turnsäckchen! Wir haben jetz erfahren, dass dieses Kind bereits im Kiga auffällig war diesbezüglich und auch dort shcon Elterninitiativen gelaufen sind weil das Kind geklaut hat und andere die Sachen abgeschwatzt hat. Ich mische mich ungern in Kindersachen ein, nur wenn es solche Ausmasse annimmt, dann kann sich ein Kind mit 6 nicht mehr alleine wehren, wobei es meiner Tochter noch am besten geht, die anderen werden von ihr verprügelt!
MFG
Muggelchen

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Verfasst am: 11.11.2008 [11:27]
Nica
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 09.05.2008
Beiträge: 13
Hallo Muggelchen,
das klingt aber nach mehreren verschiedenen Themen, die da laufen.
Zu allererst finde ich es sehr wichtig, daß die Lehrerin von der audditiven Wahrnehmungsstörung weiß, denn nur dann kann sie entsprechend mit Deiner Tochter umgehen.
Liebe Grüße
Nica
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Verfasst am: 11.11.2008 [12:40]
Muggelchen
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 03.10.2008
Beiträge: 17
Hallo Nica, ich hatte bereits ein Elterngespräch und habe dies auch der Lehrerin mitgeteilt. Die Antwort darauf war, wenn Kinder nicht zuhören wollen oder noch ´Flausen im Kopf haben, dann ist es schon praktisch, wenn man aus der Medizin eine Diagnose passend dafür hat um das Fehlverhalten zu entschuldigen. Fällt dir auf diese Antwort noch was ein???? Mir nicht icon_frown.gif

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Verfasst am: 11.11.2008 [21:21]
nils2000
Newbie
Dabei seit: 11.11.2008
Beiträge: 2
Hallihallo,

jetzt habe ich hier auch mal nachgelesen, welche Vorgeschichte es zu diesem möglichen Schulwechsel gibt.
Die Lehrkraft scheint nach deinen Beschreibungen, Claudia, wirklich eine zu sein, die unseren Berufsstand in Verruf bringt!!! Wenn es schon solch einzelne "schwarze Schafe" gibt, sollte nur wenigstens die Schulleitung kompetent mit Anliegen von Eltern umgehen!!! Meinst du, ein weiteres Gespräch mit der Schulleitung könnte etwas Positives bewirken? Wenn ja, würde ich das auf jeden Fall noch einmal probieren! Wenn nein, naja dazu kannst du ja meinen Beitrag zu deiner Schulwechsel-Frage lesen...

Noch ein Letztes: Die Lehrerin fühlt sich bestimmt ziemlich überfordert mit ihren 30 Erstklässlern. Es ist auch sicherlich keine leichte Aufgabe, die sie zu bewältigen hat. Dennoch ist das natürlich keine Entschuldigung dafür, dass sie - ich nenn es mal so - "nach allen Seiten austeilt" (den Kindern gegenüber, euch Eltern gegenüber...). Wichtiger wäre, dass sie nach Möglichkeiten sucht, die ihr weiterhelfen und sie entlasten können (z.B. Lesemütter in die Klasse integrieren; möglichst viele Differenzierungsstunden von Förderlehrern o.ä. bekommen, etc.)

Nun ja, ich wünsch euch jedenfalls alles Gute!!!

LG,
Katrin

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Verfasst am: 31.01.2009 [16:28]
Muggelchen
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 03.10.2008
Beiträge: 17
Hallo Kathrin!

vielen Dank für Deine Antwort!

Die Streitigkeiten haben sich nun insofern gelegt, dass sich meine Tochter von diesen Mädchen einigermassen distanziert und ich glaube auch ganz gut damit umgehen kann. Die Lehrerin hat offen am Elterstammtisch gesagt, dass sie keine erste Klasse wollte und auch Kinder unter 10 Jahren nicht unbedingt zu ihren Freunden gehören. DAs spricht Bände. Die Schulleitung weiss darüber schon seit 4 Jahren bescheid und steht hinter der Lehrkraft, mit der Begründung, dass auch die Kinder immer schwieriger werden und man einer Lehrerin der alten SChule keine Vorwürfe machen darf, wenn sie mit solch unerzogenen Kindern nicht zurecht kommt. O-Ton der Schulleitung in der letzen Beiratssitzung.Nun gibt es die Möglichkeit, bei uns inder Grundschule, dass unsere Tocher ab der 2. Klasse in eine Ganztagesklasse wechseln kann, wo all diese Kinder aus ihrer Klasse nicth drin wären, und sie auch eine andere Lehrkraft bekäme. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob sie das mit 7 Jahren schon packt, bis um halb vier in der Schule? An sonsten wäre ich sehr dafür. Nun ist es nur noch unklar, ob dieses eine Mädchen welche der Ursprung des Zickenterrors war, auch in diese Klasse wechselt oder nicht. Aber wie ich das rauskrieg weiss ich nicht. Die anderen gehen definitv nicht hin und Hauptaugenmerck wäre, eben der Wechsel der Lehrkraft.
Was meinst Du??

An sonsten bliebe nur noch der Wechsel in Parallelklasse oder eine andere Grundschule aber bei beiden weiss ichnicht ob das so einfach geht??????????????

Übrigens sind bei der Schulleitung über 18 Beschwerden allerdings anonym über diese Mädchen eingegangen und über die Lehrerin, es lag also definitiv nicht nur an uns. Das mit dem "In die Schule bringen" haben wir nun so geregelt, dass sie relativ spät zur Schule kommt also um dreiviertel acht, und dann können sie auch grad gleich hoch in die Klasse. Das Abholen erfolgt nun am Hauptausgang und somit entziehen wir uns morgens und mittags dem Gequake der einmischenden Eltern und kriegen so auch nichtmehr so viel mit.


Für Antworten bin ich sehr offen und vielen Dank nochmal!

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[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 31.01.2009 um 16:29.]

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