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Bauchschmerzen, Kind

Homöopathie gegen Bauchschmerzen

Bauchmerzen bei Kindern homöopathisch behandeln

Bauchschmerzen sind bei Kindern häufig. Glücklicherweise steckt in den meisten Fällen nichts Ernstes dahinter. Mit Homöopathie und Akupressur können Sie Ihrem Kind rasch und nebenwirkungsfrei bei Bauchschmerzen helfen. Mit Homöopathie-Flussdiagramm! 

Expertenrat von 

Hat Ihr Kind Bauchschmerzen und Blähungen, können Sie ihm als erste und einfachste Maßnahme eine Tasse warmen Fencheltee geben und eine Wärmflasche auf den Bauch legen.

Wirksame Hausrezepte gegen Bauchschmerzen

Als entblähender Tee hat sich auch eine Mischung aus zerstoßenen Kümmel-, Fenchel- und Anisfrüchten zu gleichen Teilen bewährt. Brühen Sie einen gestrichenen Teelöffel davon mit 250 Milliliter (ml) kochendem Wasser auf und lassen Sie den Tee 10 Minuten zugedeckt ziehen. Babys bekommen mehrmals täglich 30 bis 50 ml, ältere Kinder mehrmals täglich eine Tasse. Sehr wohltuend ist eine warme Leinsamen-Bauchkompresse. Dazu kochen Sie eine Tasse Leinsamen in so viel Wasser auf,  dass der Leinsamen gut bedeckt ist. Schlagen Sie diesen Brei dann in eine doppelt gelegte Mullwindel oder Papier von einer reißfesten, dicken Küchenrolle ein und lassen Sie ihn so weit abkühlen, dass er Ihnen am Handgelenk angenehm warm ist. Legen Sie die Kompresse auf den schmerzenden Bauch. Darüber wickeln Sie eine weitere Mullwindel zur Befestigung und ein wärmendes Wolltuch. Die Leinsamenauflage kann 30 Minuten belassen und nach einer Stunde wiederholt werden.

Wann müssen Sie zum Arzt?

  • bei plötzlich und heftig auftretenden Bauchschmerzen
  • wenn die Bauchschmerzen immer wieder auftreten (zum Ausschluss organischer Ursachen wie Nahrungsmittelallergien, Milchzucker-Unverträglichkeit, Zöliakie)
  • bei Bauchschmerzen, die länger als 24 Stunden anhalten und nicht nachlassen
  • wenn Ihr Kind apathisch ist
  • wenn Ihr Baby die Nahrung verweigert
  • bei anhaltendem Schreien oder wiederholtem schrillem Aufschreien Ihres Säuglings
  • wenn weitere Beschwerden bestehen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen beim Wasserlassen
  • wenn Ihr Kind starke Schmerzen hat und die Bauchdecke hart und gespannt ist
  • wenn sich durch Wärme (warmer Bauchwickel, Wärmflasche) die Beschwerden verstärken 
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Homöopathie für Kinder

Richtig ausgewählt, helfen homöopatische Mittel kleinen Patienten schnell bei seelischen Nöten wie bei körperlichen Beschwerden und stärken darüber hinaus auch die natürlichen Selbstheilungskräfte. In diesem hunderttausendfach bewährten GURatgeber erfahren Sie alles Wichtige über die Wirkungsweise der Homöopathie sowie über Ursachen, Symptome und Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen von Säuglingen bis zu Schulkindern.

Homöopathie gegen Bauchschmerzen

Geben Sie das passende Mittel (siehe Flussdiagramm und Übersicht) in der Potenz D12, anfangs 3-mal alle 15 bis 30 Minuten 5 Globuli oder 1 Tablette, dann nach Bedarf ein- bis zweistündlich und eventuell am nächsten Tag noch 3-mal täglich. Bitte geben Sie Ihrem Kind nicht mehrere Mittel hintereinander, falls das erste Mittel nicht gewirkt hat. Suchen Sie einen Homöopathen auf, wenn zwei Mittel keine Besserung gebracht haben.

Mein Tipp: Die „Heiße Sieben“ 

Lösen Sie 5 Tabletten Magnesium phosphoricum D6 (Schüßler-Salz Nr. 7, daher der Name!) in einem Glas heißem Wasser auf und lassen Sie Ihr Kind schluckweise so heiß wie möglich davon trinken.

Bauchschmerzen und Blähungen durch Homöopathie behandeln


Homöopathische Mittel und ihre typischen Symptome

Argentum nitricum: Bauchschmerzen durch Prüfungsangst, Erwartungsangst,Unruhe,Nervosität, nach zu fettigem, salzigem Essen oder Süßigkeiten; oft mit Aufstoßen und Durchfall.

Carbo vegetabilis: Blähungskolik mit Trommelbauch, besonders Oberbauch betroffen; Folge von fettigem Essen oder Milch; blasses, verfrorenes, erschöpftes Kind mit kalten Füßen; neigt zu Verstopfung; Abgang von Blähungen (stinkend) und frische Luft bessern.

Chamomilla: gesamte Bauchdecke ist schmerzhaft gespannt und berührungsempfindlich, krampfartige Blähungskoliken, oft auch mit grünlichem Durchfall oder saurem Erbrechen; als Folge von Ärger, Zorn oder beim Zahnen; Verschlechterung abends und nachts, warmer Bauchwickel bessert; Kind ist verschwitzt, quengelig, ungeduldig und schreit andauernd, will mal dieses, mal jenes; will oft herumgetragen werden, ist sehr schmerzempfindlich.

China: stark aufgeblähter Bauch, z. B. nach unreifen Früchten; erschöpftes, blasses Kind; Besserung durch Ruhe,Wärme und Zusammenkrümmen; Abgang von Blähungen bringt kaum Erleichterung; Essen verschlechtert die Beschwerden.

Colocynthis: krampfartige Bauchschmerzen als Folge von Ärger, Zorn oder Beleidigung, die sich durch Zusammenkrümmen, Wärme und Abgang von Blähungen bessern; Kind krümmt sich zusammen, zieht die Beine an den Bauch oder wälzt sich herum; Verschlechterung durch Essen; als weitere Symptome Aufstoßen,Abgang von Winden, Blähungen mit Kollern im Bauch, oft auch wässrige Durchfälle.

Lycopodium: aufgetriebener Trommelbauch nach dem Essen,Kollern im Bauch; Beschwerden vor allem zwischen 16 und 20 Uhr, oft nach Mehlspeisen oder Kohl, Bohnen, Zwiebeln; Kind verträgt keine enge Kleidung, runzelt die Stirn.

Magnesium phosphoricum: krampfartige Bauchschmerzen, das Kind krümmt sich vor Schmerzen; Wärme bessert, z. B. Wärmflasche oder warmes Bad; auch Kneten und Reiben des Bauches (Bauchmassage) sowie der Abgang von Blähungen bringen Erleichterung.

Nux vomica: krampfartige Bauchschmerzen mit Blähungen und/oder Verstopfung; oft ausgelöst durch zu schweres oder verdorbenes Essen, aber auch Medikamente oder Ärger; Wärme (Wärmflasche, warmer Tee) sowie Vorwärts- oder Rückwärtskrümmen bessern; gereiztes Kind.

Pulsatilla: Bauchkoliken nach fetten Speisen, Obst, Süßem und Eis; ängstliches, weinerliches Kind.

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