Zu diesem Ergebnis kommt ein Team von Wissenschaftlern am National Institute of Child Health & Human Development. Sie analysierten die Daten von über 46.000 Neugeborenen und richteten ihr Augenmerk auf diejenigen Kinder, die während oder kurz nach der Geburt gestorben waren.
Dabei zeigte sich, dass die Neugeborenensterblichkeit umso mehr sank, je länger ein Kind ausgetragen wird. Es zählte jede Woche. Bei einer Schwangerschaftsdauer von 40 oder mehr Wochen starben nur 1,9 Babys pro 1.000 Geburten. Bei einer Geburt in der 36. oder 37. Schwangerschaftswoche waren es mit 3,9 gestorbenen Babys pro 1.000 Geburten bereits doppelt so viele.
Vorgezogene Wunschkaiserschnitte erhöhen das Risiko fürs Baby
Daraus ergibt sich, dass schon eine um ein oder zwei Wochen vorgezogene Geburt das Risiko fürs Baby deutlich erhöht. Gerade die letzen Schwangerschaftswochen sind offenbar wichtiger als bislang angenommen. Eine bis mindestens zur 39. Woche ausgetragene Schwangerschaft senkt das Sterblichkeitsrisiko fürs Baby etwa um die Hälfte.
Eine frühere Studie aus dem Jahr 2009 kam zum selben Ergebnis. Sie zeigte, dass Babys nach einem Wunschkaiserschnitt häufiger gesundheitliche Probleme hatten und öfter intensivmedizinisch betreut werden mussten, wenn sie frühzeitig auf die Welt geholt wurden. Lag der Geburtstermin in der 38. Woche, hatten 11 Prozent der Neugeborenen ernste gesundheitliche Probleme. Bei Babys, die in der 37. Woche geholt wurden, stieg die Komplikationsrate sogar auf 15,3 Prozent. Babys, die in der 39. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen, hatten hingegen nur in 8 Prozent der Fälle ernsthafte medizinische Probleme.







