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Mama, bleib da! Wenn Ihr Kind nicht in den Kindergarten will

Tipps: Wie Ihr Kind gerne in den Kindergarten geht

Ihr Kind geht gerne in den Kindergarten, doch plötzlich weigert es sich. Lesen Sie hier, was dahinterstecken könnte und wie Sie – je nach Ursache – damit umgehen sollten. 

Expertenrat von 

Es ist völlig normal, wenn Kindergartenkinder plötzlich in den Streik treten. Um solche Phasen kommt kaum eine Familie herum. Oft sind es gerade diejenigen Kinder, die anfangs mit Begeisterung in den Kindergarten gingen.

So finden Sie den Grund heraus

Sprechen Sie in einer ruhigen Stunde mit Ihrem Kind. Beginnen Sie etwa so: „Ich habe gemerkt, dass du momentan gar nicht gerne in den Kindergarten gehst. Magst du mir erzählen, warum du nicht mehr gerne hingehst?“ Fragen Sie keinesfalls morgens oder gleich mittags, wenn Ihr Kind gerade erst

vom Kindergarten gekommen ist, sondern warten Sie damit bis nachmittags oder abends. Will oder kann Ihr Kind auf diese Frage nicht antworten, bedrängen Sie es bitte nicht weiter.

 

Mein Tipp:

Spielen Sie mit Ihrem Kind und dessen Stofftieren oder Puppen Kindergarten. Im Rollenspiel kommt das Problem oft zum Vorschein. 

Noch wichtiger ist allerdings das Gespräch mit der Erzieherin. Sie kann Ihr Kind in der Gruppe genau beobachten und aufgrund ihrer pädagogischen Erfahrung am besten einschätzen, wo „der Schuh drückt“. Daher kann sie Ihnen einerseits Tipps geben, was Sie zu Hause berücksichtigen sollten, und andererseits Ihrem Kind in der Gruppe gezielt helfen.

Die 7 häufigsten Ursachen und die besten Tipps dagegen

  1. Trennungsangst. Verkürzen Sie die Zeit, die Ihr Kind im Kindergarten ist, indem Sie es spät hinbringen und möglichst früh wieder abholen. Geben Sie ihm sein Kuscheltier oder seine Lieblingspuppe mit. Überraschen Sie Ihr Kind mit kleinen Mutmachern: Sie können z. B. einen netten Aufkleber als Glücksbringer auf die Brotdose kleben oder ihm mit Schminkstift ein Herz auf den Arm malen. Sagen Sie ihm dazu, dass Sie ganz fest an es denken, wann immer es sein Herzchen anschaut. Überlegen Sie, ob Sie selbst Schwierigkeiten damit haben loszulassen oder den Kindergarten in schlechter Erinnerung haben. Ihr Kind wird genau spüren, wie Sie sich fühlen, und reagiert entsprechend verunsichert.
  2. Schwierigkeiten, sich in die Gruppe zu integrieren oder neue Freunde zu finden. Hat Ihr Kind Anlaufschwierigkeiten, mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen, hilft es oft, morgens als eines der ersten da zu sein. Dann ist es als Spielpartner begehrter. Außerdem hat es die Möglichkeit, sich mit einem beliebten Spielzeug zu beschäftigen, um das sich die Spielgruppe erst bildet. Zu einer „eingefleischten“ Spielgemeinschaft als Neuer dazuzustoßen, ist hingegen viel schwerer. Laden Sie ein oder zwei Kindergartenkinder, die Ihr Kind gerne als Freund hätte, zu sich nach Hause ein, um Kontakte zu knüpfen oder zu festigen.
  3. Der Reiz des Neuen ist verflogen. Die Neugier, wie es wohl im Kindergarten sein wird, ist gestillt, alle Spielsachen sind ausprobiert, und Ihr Kind realisiert, dass es von jetzt an jeden Tag „da hin“ soll und die Mutter nicht mehr ständig verfügbar ist. In diesem Fall hilft meist nur Konsequenz ohne große Ausnahmen. In schwierigen Fällen können Sie Ihrem Kind eine Belohnung in Aussicht stellen, wenn es eine Woche ohne Theater in den Kindergarten gegangen ist, etwa einen Ausflug oder zusätzliche Zeit zum Spielen oder Vorlesen. Falls Sie Ihr Kind doch einen Tag zu Hause lassen, deklarieren Sie diesen Tag als „Verschnaufpause“, nach der es wieder in den Kindergarten geht, damit es nicht denkt, es wäre gescheitert.
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