Was tun, wenn das gestillte Baby die Flasche nicht annimmt?

von Stefanie G.

Meine Tochter, vier Monate alt, wird noch voll gestillt. Ich würde gerne berufsbedingt teilweise die Muttermilch mit der Flasche geben. Leider verweigert das Kind strikt die Flasche. Sämtliche Sauger hab ich bereits probiert, und auch wenn mein Mann die Flasche gibt, verläuft dieser Versuch negativ.

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Stefanie,

es ist ein ganz typisches Problem, dass gestillte Babys nicht aus der Flasche trinken wollen. Die Saugtechnik ist komplett anders, sodass Sie mit Ihrer Tochter immer wieder üben und vor allem Geduld haben müssen. Nicht selten besteht das Problem auch darin, dass bei den üblichen Flaschensaugern zu viel Milch herauskommt, da das Saugen an der Brust schwerer ist und bei gleicher Saugstärke aus dem Sauger eine zu große Milchmenge herausschießt, was Ihr Kind irritiert. Daher eventuell auch mal einen Teesauger ausprobieren. Ich persönlich habe bei meinen Kindern (jedes ein Jahr lang gestillt, doch im Sommer ab einem Alter von ca. neun Monaten auch Flasche mit Wasser gegeben) gute Erfahrungen mit Saugern von Avent gemacht. Da gibt es spezielle Sauger für gestillte Kinder – Avent-Silikonsauger, die aber nur auf die breiteren Avent-Antikolik-Flaschen passen – mit einem oder mehreren Löchern oder auch mit Schlitz, um den Milchfluss an die Bedürfnisse Ihrer Tochter anpassen zu können. Avent- Flaschen und -Sauger erhalten Sie in Babyfachgeschäften oder Apotheken, Informationen im Web unter www.avent.de. Hier noch ein paar Tipps, wie Ihre Tochter die Flasche vielleicht besser annimmt:

  • die Flasche anbieten, ehe sie zu hungrig ist
  • Ihre Tochter beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück von Ihnen (Geruch der Mutter!) einwickeln
  • ihr den Flaschensauger nicht in den Mund stecken, sondern die Lippen damit berühren, so wie Sie dies auch mit der Brustwarze tun
  • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder, wenn Ihre Tochter zahnt, abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen
  • verschiedene Saugerformen und Lochgrößen ausprobieren
  • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen
  • versuchen, im Halbschlaf zu füttern
  • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z. B.mit Becher oder Löffel, fragen Sie eventuell bei einer Hebamme nach)

Eine hilfreiche Beratung durch speziell ausgebildete Stillberaterinnen erhalten Sie im Internet unter www.lalecheliga.de.

Ich wünsche Ihnen, dass das Zufüttern mit der Flasche bald besser klappt, damit Sie wieder etwas unabhängiger sind!

Herzlichst Ihre Andrea Schmelz

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