Keine Lust zum Lesen

von Anonym

Liebe Frau Reimann-Höhn,

mein Sohn Lukas hat keinen Spaß am Lesen. Nach gut einem halben Jahr Schule versucht er noch immer, die Wörter zu erraten. Ich bin sicher, dass es nur an der Lust liegt, eine Leseschwäche hat er wahrscheinlich nicht. Wenn er will, dann kann er nämlich durchaus etwas. Mathe macht ihm viel Spaß, und mündlich beteiligt er sich auch gerne und viel am Unterricht. Haben Sie nicht eine Idee, wie ich ihn zum Lesen motivieren kann.

Antwort von: Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn

Liebe Leserin,

viele Jungen tun sich am Anfang mit dem Lesen schwer, ohne dass gleich eine Legasthenie oder Leseschwäche vorliegt. Und in der ersten Klasse gibt es so viel Neues für die Kinder, dass manchem der Einstieg etwas schwer fällt. Bisher wurde Ihrem Sohn ja sicher immer vorgelesen – nun muss er selber ran. Gehen Sie es auf jeden Fall spielerisch an. Mit der entsprechenden Lese-Übung lernt Ihr Sohn sicher schnell. Das bedeutet: Sie müssen eine Möglichkeit finden, die ihn zum täglichen Lesen motiviert.

Schenken Sie ihm ein Buch, das thematisch zu Ihrem Kind passt. Dazu können sie ihm ein hübsches Lesezeichen basteln, vielleicht mit einem Foto Ihres Sohnes drauf. Das hilft beim Zeile-für-Zeile-Lesen. Hängen Sie doch an das Lesezeichen einige Filzbuchstaben, damit kann er sich dann beschäftigen, wenn er eine kleine Pause macht. Oder einen Fußball, eine kleine Gitarre, Hundebabys – was immer Ihrem Sohn gefällt.

Eine zusätzliche Idee wäre ein Leseprotokoll. Für jede Woche bekommt Ihr Sohn ein schön gestaltetes Blatt, auf dem er seine tägliche Lesezeit abhaken kann. Wenn er es schafft, sechsmal in der Woche zehn Minuten zu lesen, bekommt er ein kleines Geschenk, zum Beispiel einen Buchstaben aus Filz. Sobald er genug Buchstaben für ein Wort hat, kann er sich etwas wünschen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihre Uta Reimann-Höhn

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